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Aktuelles

10.000 Euro für den Weg in Schule und Beruf

13. Oktober 2020

Renate und Waltraut Sick Stiftung fördert Angebot der Freiburger StraßenSchule
 

Zum Beginn des neuen Schul- und Ausbildungsjahres übergibt Renate Sick-Glaser von der Renate und Waltraut Sick Stiftung einen Spendenscheck an die Freiburger StraßenSchule. Mit 10.000 Euro fördert sie den begleiteten Wiedereinstieg wohnungsloser junger Menschen in Schulsystem und Berufswelt. Die Fördermittel fließen in ein individuelles Coaching, das den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Spielraum für Orientierung und mentale Entwicklung bietet. Gemeinsames Ziel dabei: reale Chancen ausloten, Umsetzungen stabilisieren und damit möglichen Abbrüchen vorbeugen.

„Wer in solch jungen Jahren aus dem System gefallen ist, der hat es nicht leicht, im Leben Fuß zu fassen“, weiß die Bereichsleiterin der Freiburger StraßenSchule, Ann Lorenz. „Wir arbeiten mit sehr intelligenten und interessierten jungen Menschen zusammen. Aufgrund ihrer Lebensgeschichten müssen sie auf dem Weg zurück ins klassische Bildungswesen jedoch häufig erst einmal Vertrauen in sich und andere entwickeln und ihre Fähigkeiten kennenlernen.“ Das funktioniere nicht von jetzt auf gleich, sondern brauche Zeit und eine konstruktive Begleitung, um gut gelingen zu können, fügt sie an.

Renate Sick-Glaser, die mit ihrer Stiftung Menschen in Bewegung bringen will, gibt wohnungslosen jungen Menschen durch ihre Förderung diese Möglichkeit. „Da ist sehr viel Potential zu sehen, es ist toll, was die Jugendlichen alles können“, sagt sie, „durch die geduldige Unterstützung der Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen werden sie vieles erreichen, das habe ich in den vergangenen Jahren in anderen Projekten beobachten dürfen.“ Ganz besonders spielt sie damit an auf das Bandprojekt Tunnelblick, dessen Mitglieder während der gemeinsamen Jahre alle ein Zuhause und ein Auskommen fanden und der Freiburger StraßenSchule heute endgültig Lebewohl sagen können. „Das ist für mich ein Beispiel für eine erfolgreiche gesellschaftliche Integration, denn alle Musikerinnen und Musiker haben mit Hilfe der Freiburger Straßenschule erst eine Wohnung, dann auch Ausbildungsstellen und Berufe gefunden“, betont Renate Sick-Glaser. Sie freue sich, dass diese jungen Menschen jetzt auf eigenen Beinen stünden und in der Lage seien, ihr Leben wieder selbstbestimmt und eigenständig in die Hände zu nehmen. „Dieser Erfolg bestätigt, dass die finanzielle Unterstützung ganz im Sinne meiner Stiftung bei den Hilfsbedürftigen ankommt“, erklärt die Stifterin.

Deshalb jetzt nochmals eine spezielle Förderung für die enge Begleitung all jener Straßenjugendlichen, die Realschule und Abitur nachholen oder mittels FSJ, Praktika und Ausbildungsstellen in den Arbeitsmarkt eintreten wollen. Einen erfolgreichen Testlauf hierzu gab es bereits, nachdem eine Einzelförderung während ihrer Laufzeit in strategisch begleitende Maßnahmen für mehrere Jugendliche umfunktioniert wurde. Dass die reguläre Fortsetzung nun ausgerechnet auf die Zeit der Corona-Pandemie fällt, trifft sich sehr gut: unter den erschwerten Bedingungen der Krisenzeit benötigen wohnungslose junge Menschen erst recht Hilfe, um ihren Platz im Ausbildungs- und Arbeitsleben finden zu können.

Die Freiburger Straßenschule hilft obdachlosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen

von links nach rechts: Christine Devic/FSS, Renate Sick-Glaser/RWS und Ann Lorenz/FSS stehen zusammen für die Förderung von Straßenjugendlichen.