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Ein Herz für Kinder und Pflanzen – Gärtnern im SOS-Familienzentrum Berlin

13. September 2018

Gisela und Peter engagieren sich ehrenamtlich im SOS-Familienzentrum Berlin

Gisela und Peter engagieren sich ehrenamtlich im SOS-Familienzentrum Berlin

Was wächst in unserem Garten? Gisela und Peter wissen es.

Beinahe zufällig kamen Gisela und Peter Becker zu ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im SOS-Familienzentrum in Berlin-Hellersdorf. Durch Spaziergänge und Fahrradtouren durch den Stadtteil seien sie auf das Familienzentrum in der Alten Hellersdorfer Straße aufmerksam geworden. Zunächst hatten sie beim Freiwilligentag der Ehrenamtlichen im Herbst vor drei Jahren ihr gärtnerisches Wissen und Können eingebracht.

Die Idee, sich ehrenamtlich zu engagieren, hätten sie schon kurz vor ihrem Renteneintritt gehabt, sagen sie. Es sei ihnen wichtig, auch im Anschluss an ihre Berufstätigkeit eine Aufgabe zu haben und gebraucht zu werden. Hier im Familienzentrum seien sie sofort sehr freundlich aufgenommen worden. Von dem freundlichen Miteinander und der einladenden Atmosphäre seien sie gleich zu Beginn sehr angetan gewesen, sagen die Beiden.

Gisela und Peter sind gelernte Floristen

Gisela, gelernte Gärtnerin und Floristin, habe schon immer einen Hang zum Gärtnern gehabt, erzählt sie. So steht sie jeden Montag – am Gartentag – den Familien und Mitarbeitenden mit fundiertem Wissen und Tatkraft zur Seite. Auch Peter bringt 40 Jahre Berufserfahrung als Florist mit. In Berlin-Kreuzberg hatte er nicht nur seinen eigenen Blumenladen, sondern war auch Ansprechpartner für das Stadtgartenprojekt „Prinzessinnengärten“, von denen sich auch ein Ableger in Hellersdorf befindet. Freitags versorgt Peter die kleinen und großen Besucher*innen mit Fahrrädern und anderen Fahrzeugen aus der Fahrradwerkstatt. Als gelerntem Elektriker liege ihm das Basteln und Reparieren, sagt er.

Die ehrenamtliche Tätigkeit bietet Peter genügend Freiraum, um sich auch einmal zurückzuziehen, sollte es ihm gesundheitlich weniger gut gehen. Auch für Gisela war der Aspekt der Unverbindlichkeit wichtig. Sie habe auch überlegt, sich als „Ersatz-Oma“ zur Verfügung zu stellen. Doch ihr Herz schlägt ebenso für Pflanzen, sodass die Kombination im Familienzentrum – Gärtnern mit Kindern und Familien – für sie genau das Richtige sei.

„Solange es gesundheitlich geht, wollen wir das weitermachen.“

Auf die Frage, ob es etwas gebe, was die Beiden im Rahmen ihrer Tätigkeit noch unbedingt umsetzen möchten, antwortet Gisela: „Das habe ich schon erledigt.“ Kurzerhand habe sie das Gemüsebeet erweitert und die Kräuterschnecke auf Vordermann gebracht. Peter wünscht sich, dass die Fahrradwerkstatt weiterhin so gut laufe wie bisher.
Ansonsten sind Peter und Gisela für so ziemlich alles zu haben, was anfällt – Workshops zu den Feiertagen, Basteleien, die Dekoration des Treffpunktcafés, die Gestaltung und Pflege der Blumenkästen am Haus oder Unterstützung bei der Organisation von Festen, wie beispielsweise am Tag der Offenen Tür. Und wenn gegrillt wird, muss man Peter nicht lange bitten. Wir freuen uns auf die weitere harmonische Zusammenarbeit und eine bunte Ernte am Gartentag.

Elskea Ruwisch, FZ Berlin