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Aktuelles

Mütter – unsere Heldinnen des Alltags

8. Mai 2020

Kind umarmt Frau

Sie sind immer für uns da, schenken uns Liebe und Geborgenheit  – Mütter. Sie sind wahre Heldinnen des Alltags. Und dafür möchten wir Ihnen von Herzen danken. 

Und auch unsere SOS-Kinderdorfmütter leisten außerordentliche Arbeit, Kindern und Jugendlichen ein sicheres und geborgenes Zuhause zu geben. Vielen Dank für euren unermüdlichen Einsatz! 
Marion Kissien gibt Einblicke in ihren Alltag als SOS-Kinderdorfmutter.

Ornella Herhold

Ein ganz besonderer Dank geht an alle alleinerziehenden Mütter, die in der aktuellen Situation noch mehr als sonst leisten. Eine von ihnen ist Ornella Herold. Mit 19 Jahren bekam sie ihren Sohn und war fortan alleinerziehend. Da es auch finanziell knapp war, erreichte die junge Frau bald ihre Belastungsgrenze: „Ich wollte alles richtig machen und hatte oft Angstzustände.“ Sie kam in Kontakt mit den ambulanten Hilfen des SOS-Kinderdorfs Düsseldorf und erhielt Unterstützung. Mehr erfahren

Interview mit Karen Silvester, Referentin für Kinderfragen bei SOS-Kinderdorf und Systemische Familientherapeutin 

Im Interview gibt sie Alleinerziehenden Tipps, wie sie den Alltag während der Krise gut bewältigen können und erklärt, welche Möglichkeiten der Unterstützung SOS-Kinderdorf Alleinerziehenden auch in Corona-Zeiten bietet.

Welche Belastungen kommen in Zeiten von Corona speziell auf alleinerziehende Mütter zu?

Alleinerziehende sind mit der „Plan-B“-Strategie in der Regel schon bestens vertraut. Das Kind ist krank: Anruf bei den Großeltern. Der Babysitter hat abgesagt: Das Abendessen mit der Freundin findet zuhause statt. Die Waschmaschine ist kaputt: Die Nachbarn werden um Hilfe gebeten. Das „Pubertier“ kommt seit Tagen nicht mehr aus dem Zimmer: Austausch mit anderen Eltern hilft.

Die Belastungen, die Alleinerziehende in Zeiten von Corona erleben, sind nicht neu – fühlen sich aber jetzt einsamer an. Mühsam aufgebaute Hilfesysteme greifen aufgrund der Ausgangsbeschränkungen nicht mehr. Hinzu kommen existenzielle Ängste: „Was ist, wenn ich krank werde – wer kümmert sich um die Kinder?“- „Wie soll ich vom Kurzarbeitergeld den Lebensunterhalt zahlen?“ – „Was soll w 2000 erden, wenn meine Kinder in der Schule den Anschluss verpassen?“ Es fehlen vertraute Menschen in Kindergarten, Schule, Arbeit oder Familientreff, die zuhören und Rat auf Augenhöhe geben. Unser Gedankenkarussell neigt dazu, sich immer schneller zu drehen, wenn wir Sorgen zu lange unausgesprochen mit uns herumtragen. Irgendwann erscheinen Probleme unlösbar.
Der Ausnahmezustand führt zudem zu vielen Veränderungen in den Familienroutinen und der Tagesstruktur. Das verändert auch die Gemütslage und Verhaltensweisen von Kindern, die gerade jetzt viel Zuwendung und Sicherheit brauchen. Aber neue Routinen einzuüben, eine Tagesstruktur zwischen Homeoffice und Homeschooling aufzubauen, braucht Kraft. Nur wo soll diese herkommen, wenn die gewohnten Entlastungsmöglichkeiten wegbrechen.

Wie können alleinerziehende Mütter auch für sich selbst sorgen?

Der entscheidende Punkt ist: Gestehen es sich Alleinerziehende zu, dass sie nun ganz besonders viel Selbstfürsorge brauchen? Das ist insbesondere bei Frauen oft ein wunder Punkt: Sie funktionieren bis zum Umfallen und gehen immer wieder über ihre eigenen Grenzen. Ein fatales Mantra, das oft in die Überforderung führt, ist: „Erst kommen die Kinder – dann die Arbeit – und irgendwann: ich“. Es braucht die Einsicht und den Entschluss: „Ich brauche all meine Kraft und nur ich bin dafür verantwortlich, dass ich sie stärke“. Ich kenne viele Frauen, die daraufhin lächeln, „Ja, ja“ sagen und insgeheim denken „leicht gesagt – wie soll es funktionieren? Ich muss doch…“. Aber diese Haltung führt früher oder später in die Erschöpfung. Und dann ist es, als ob man eine zu große Schraube in einen Dübel drehen will: Nach ganz fest kommt ganz lose.

Ein schönes Bild dafür ist das Tank-Modell: Wir haben 100 % Fassungsmöglichkeit für Energie. Wenn wir 95% davon für Arbeit und Kinder verbrauchen, bleiben nur mehr 5 % für die eigenen Bedürfnisse übrig. Immer nahe an der Reserve zu sein, geht eine Weile gut, wenn überall Energie nachgetankt werden kann. In Ausnahmesituationen – wie jetzt z. B. aktuell durch die Pandemie – gibt es aber „Durststrecken“, die mit zu wenig Reserve nicht mehr zu schaffen sind. Nun wird unser Tank nicht plötzlich größer, nur weil wir mehr Energie brauchen. Deshalb müssen wir Energie neu verteilen. Und das beginnt im Kopf, indem wir unsere sogenannten „Energieräuber“ entdecken. Perfektionismus, schlechtes Gewissen, Nicht-Nein-Sagen-Können sind häufige Energiefallen. Für den Anfang reichen kleine Veränderungen: Wer braucht jetzt schon eine gebügelte Bluse? Schon hat man 10 Minuten für eine Atemübung gewonnen. „Nein, ich schaffe die Abrechnung nicht bis morgen – ich liefere sie übermorgen“: Zeit für ein Yoga-Einheit, wenn die Kinder schlafen. „Alle Kinder müssen zuhause lernen – es wird für das neue Schuljahr schon Lösungen geben, den versäumten Stoff aufzuholen. Es hängt nicht allein an mir!“: Zeit für ein ausführliches Telefonat mit einer Freundin.
Es gibt kein richtig oder falsch, wie Mütter für sich selbst sorgen. Das ist völlig individuell. Wichtig ist nur damit zu beginnen, bevor der Körper mit Rückenschmerz, Kopfschmerz, permanente Müdigkeit etc. ein Stoppschild zeigt.

Was bietet SOS-Kinderdorf alleinerziehenden Müttern (und natürlich auch Vätern) zur Unterstützung?

SOS-Kinderdorf setzt auf tragfähige Beziehungen zu Kindern, Jugendlichen und Familien. Es zeigt sich, dass diese Beziehungen dann auch in der Krise stabil bleiben. Die Cafés, Hausaufgabenbetreuungen, Kreativangebote und Krabbelgruppen von SOS sind normalerweise für Alleinerziehende wichtige Anlaufstellen – derzeit aber leider geschlossen. Viele Einrichtungen haben deshalb kurzerhand auf Online-Angebote umgestellt. Die Mitarbeiter*innen stehen telefonisch, per Skype und per E-Mail im Austausch mit den Besucher*innen, die zuvor in die Familientreffs gekommen sind. Der Redebedarf ist bei alleinerziehenden Müttern sehr hoch, da sie viel weniger Austausch mit Erwachsenen haben als zuvor.

Es gibt darüber hinaus aber auch praktische Hilfen: In den SOS-Kinderdorf-Einrichtungen Weimar, Niederrhein und Salzgitter gibt es zum Beispiel Bastelkisten, die sich Kinder abholen können. Viele Einrichtungen stellen Basteltipps, Entspannungsgeschichten und Sportangebote online. Zudem haben manche Einrichtungen ihren Mittagstisch umgestellt: Statt günstigem Essen im Café gibt es nun einen Abhol- und Lieferdienst. Einige Mütterzentren bereiten sich schon jetzt darauf vor, genügend Freiwillige für den Nachhilfeunterricht in der Zeit nach der Schulschließung zu finden. Wichtig ist zu wissen: SOS-Kinderdorf ist auch weiterhin für alleinerziehende Mütter und natürlich auch Väter da und hilft pragmatisch auf Augenhöhe. Allein den Schritt, sich überhaupt Hilfe zu holen, müssen die Mütter selbst tun. Vielleicht ist Muttertag eine gute Gelegenheit dafür.

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