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Komm, wir bauen ein Haus

20. Mai 2019

100.000 Euro spendete Gertud Wallrapp zur Erinnerung an Ihren Sohn, der in Hohenroth glücklich gelebt hatte.

100.000 Euro spendete Gertraud Wallrapp zur Erinnerung an ihren Sohn, der in Hohenroth glücklich gelebt hatte.

Grundsteinlegung in Hohenroth

In der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth entsteht eine neue Wohngruppe für Menschen mit erhöhtem Hilfebedarf. Ziel ist es, dass die derzeitigen Bewohner auch im Alter gut umsorgt sind und weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Die Grundsteinlegung wurde unter viel Applaus und mit zahlreichen Beiträgen der Hohenrother Bewohnerinnen und Bewohner gefeiert. Mehr als 100 Dorfbewohner, Mitarbeiter und Gäste waren dabei, als Dorfleiter Mario Kölbl aufzeigte, wie die Idee des neuen Zentrums entstanden ist. Mit Nachdruck hatten nämlich die Hohenrother selbst den Wunsch, auch im Alter in Hohenroth wohnen bleiben zu können, an Geschäftsführerin Dr. Birgit Lambertz bei deren Besuch in Hohenroth formuliert. Dass dieser Neubau möglich wird – fernab von staatlich verordneten Inklusionsgedanken und fernab von universitär gedachter Pädagogik - zeugt von dem Grundgedanken der SOS-Familie: Familie und Bindung -  und dies lebenslang.

Stein auf Stein – Bewohner und Angehörige freuen sich gleichermaßen

Für die Angehörigen blickte der Vorsitzende des Angehörigenrates Bernhard Roth auf die vielen Jahre zurück, in denen sich viele Eltern sorgten, was einmal sein werde, wenn ihre Verwandten älter werden. Als „Stein des Anstoßes“  betrachtete Roth diese Diskussionen und führt aus, dass mit dem Grundstein nun endlich der wichtigste Stein ins Rollen kommt: „Hohenroth wird ein Stück länger Heimat über die gesamte Lebensspanne sein können.“

Treu verbunden mit der Dorfgemeinschaft ist seit vielen Jahrzehnten auch Gertraud Wallrapp, die eine Spende über 100 000 Euro an Dorfleiter Mario Kölbl überreichte. Sie erinnert damit an ihren verstorbenen Sohn Reinhard, der – wie sie sagt – 30 Jahre lang in der Dorfgemeinschaft glücklich war. Einige Wünsche und Gedanken der BewohnerInnen rundeten die Feier ab. Mit Gitarrenbegleitung wurde ein Lied umgedichtet: „Komm bau ein Haus, das uns beschützt, pflanz einen Baum, der Schatten wirft, und beschreibe den Himmel, der uns blüht, und beschreibe den Himmel, der uns blüht. Lad viele Alte ein ins Haus, bewirte sie bei unserm Baum, lass sie dort frei erzählen, von Kreisen, die ihr Leben zog. lass sie dort lang erzählen, wo der Himmel blüht.“ Ein schönes Motto für die Zukunft!


Dieses Projekt wird gefördert durch den Bezirk Unterfranken und den Freistaat Bayern

Dieses Projekt wird gefördert durch den Bezirk Unterfranken, den Freistaat Bayern und die Aktion Mensch