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SOS-Beratungszentrum Schieder





30 Jahre Beratungszentrum Schieder

Kinder des Zirkusprojekts halten Pausenschild in die Höhe

Großes Zirkusprojekt in Schieder begeistert Schüler

Das Zirkuszelt schützt zwar vor Regen, aber nur von oben. Und so hat das große Zirkusprojekt, an dem sich gerade über 250 Kinder der Grundschule Schieder und der Schlossparkschule beteiligen, bereits am zweiten Tag eine ganz eigene Atmosphäre – die einer Schlammschlacht. Aber Kinder lieben bekanntlich Matsch.

Mit dem Zirkusprojekt feiert das SOSBeratungszentrum in Schieder sein 30-jähriges Bestehen – als Aktion, die eine möglichst breite Teilnehmerschaft ansprechen soll. Denn neben den Schülern von Grund- und Hauptschule sind 45 Eltern, Lehrer und ehrenamtliche Betreuer als „Ausbilder“ mit dabei, die von den beiden Fachleuten des Zirkus Zapp Zarap aus Leverkusen auf ihre Rolle vorbereitet wurden. Ihnen allen gemeinsam: matschige Schuhe und Hosenbeine. Mit dem Dauerregen am Montag hatte noch niemand gerechnet, als am Sonntag mit Hilfe der Jugendfeuerwehr und der Ehrenamtlichen vom Jugendzentrum das blau-rote Zirkuszelt auf der Wiese an der Grundschule aufgebaut wurde. Die Regengüsse flossen allerdings mitten durch das Zelt ab und weichten den Boden auf – Norbert Petau, Leiter der Beratungsstelle, hatte gestern immer noch alle Hände voll zu tun, Holzschnitzel zu besorgen, damit der aufgeweichte Boden abgedeckt werden konnte. Eine Maßnahme, die nur für kurze Zeit Erfolg versprach – und deshalb noch mehrmals wiederholt werden muss.

Zwei Mädchen balancieren auf großen Gymnastikbällen „Trotz des Regens ist die Stimmung ganz toll“, sagt Petau, dem man die eigene Begeisterung für dieses Projekt förmlich ansehen kann. Ebenso wie den Kindern, die reihum die ersten Ergebnisse ihrer Workshops in der Manege präsentieren – auf einer blauen Kunststoffplane mit einem roten Stern in der Mitte und zahlreichen matschigen Schuhabdrücken darauf. Hier gibt es Fakire zu sehen, Clowns, Jongleure, Feuerkünstler, Leiter- und Bodenakrobaten und Seiltänzer. Wer nicht selbst mitmacht, sitzt auf den Bänken rundum, schaut gespannt zu und applaudiert. Immer wieder werden Fotos geschossen, zur Erinnerung. „Es ist eine tolle Gelegenheit für die Kinder, sich mit etwas eigenem zu präsentieren und dafür Beifall zu bekommen“, findet Norbert Petau, „das ist gut fürs Selbstbewusstsein.“ Etwas Umgewöhnung habe das Projekt von den Kindern schon verlangt: „In der Schule ist alles klar strukturiert, hier mussten sich die Kinder erst lernen, zurechtzufinden.“ Nicht nur für die Schulkinder bietet das Zirkuszelt Abwechslung: Der städtische Kindergarten Rappelkiste macht im Nachmittagsbereich ein eigenes Projekt, an diesem Abend gibt es Kinofilme: „Die Vorstadtkrokodile“und „Kick it like Beckham“.