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Vertiefte Berufsorientierung

Das Team der VBO Seit September 2006 werden Schülerinnen und Schüler im Bezirk Mitte von Berlin durch das SOS-Berufsausbildungszentrum (BAZ) des SOS-Kinderdorf e.V. im Rahmen des Projektes Vertiefte Berufsorientierung (VBO) beim Übergang von der Schule in das Berufsleben unterstützt. Die Ausgangssituation war alles andere als rosig: Sehr viele Schüler, insbesondere aus den ehemaligen Bezirken Wedding und Tiergarten/Moabit, fanden entweder gar keine Ausbildungsstelle oder brachen ihre Ausbildung bereits nach kurzer Zeit wieder ab. Als eine der Ursachen dafür wurde die mangelnde Vorbereitung der Schüler auf das Leben nach der Schule angesehen. Aus dieser Situation heraus entstand im Bezirk Mitte deshalb das Projekt VBO als Gemeinschaftsprojekt von insgesamt sechs freien Trägern der Jugendhilfe. Das BAZ war hier federführend und von Anfang an dabei. Knapp 5000 Schülerinnen und Schüler konnten inzwischen an dem Projekt teilnehmen. Mehr als 1000 davon wurden durch Lehrer und Ausbilder des SOS-Berufsausbildungszentrums betreut.
Seit Schuljahresbeginn 2010/2011 ist das Bezirksprogramm Teil des Berliner Landesprogramms BVBO (Berliner vertiefte Berufsorientierung).

Was will die VBO?

Die VBO soll den Schülerinnen und Schülern helfen sich in der schwierigen Zeit des Übergangs von der Schule in das Berufsleben besser orientieren zu können. Dazu gehört es, sich seiner eigenen Stärken, Schwächen und Interessen bewusst zu werden und auf dieser Grundlage eine Entscheidung für die weitere betriebliche oder schulische Ausbildung zu treffen.

Wie wird die VBO umgesetzt?

Um das genannte Ziel zu erreichen, arbeitet die VBO eng mit den kooperierenden Schulen zusammen. Die VBO findet dabei wöchentlich im gewohnten Klassenverband oder in Form von Projektwochen statt. Die unterschiedlichen Themenkomplexe werden dabei in einzelnen modular aufeinander abgestimmten Bausteinen behandelt. Die einzelnen Bausteine sind den Inhalten entsprechend frei kombinierbar, so dass genügend Flexibilität verbleibt, um auf die vielfältigen Bedürfnisse einzelner Schulen und Klassen einzugehen.

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Die VBO im SOS-Berufsausbildungszentrum

Das SOS-BAZ führt die VBO an insgesamt dreiSchulen in Wedding und Moabit durch. Durch die Konzentration auf diese Bereiche der Stadt wird dort geholfen, wo diese Hilfe am notwendigsten ist. Der hohe Migrationsanteil und die, aus den unterschiedlichsten Gründen, geringe soziale Aufwärtsmobilität unter vielen Bewohnern in diesen Bereichen der Stadt bilden sich natürlich auch in der Schule ab.

Gerade Schüler mit einem schwierigen sozialen Hintergrund brauchen deshalb verstärkt berufliche Förderung, um die Abwärtsspirale aus Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung und Armut zu durchbrechen. Dabei stehen die Teamerinnen und Teamer der VBO jedoch nicht allein da. Durch das breite Engagement von SOS-Kinderdorf in Wedding und Moabit kann auf ein breites „hauseigenes“ Netzwerk zurückgegriffen werden, das von der Schulsozialarbeit über die Mitarbeiter des Jugendberatungshauses bis zu den Ausbildern des Berufsausbildungszentrums reicht.

Die Mitarbeiter des SOS-BAZ kennen die Anforderungen an die zukünftigen Auszubildenden und den Arbeitsmarkt sehr genau. Gleichzeitig verfügt das SOS-BAZ über eine Vielzahl verschiedener Werkstätten und Lehrräume. Damit können sich die Schüler praxisnah auf ihre neue Rolle als Auszubildende vorbereiten und bereits im Vorfeld verschiedene Berufsfelder für sich ausprobieren.

Finanzierung und Koordination

Finanziert wird das Projekt von der Agentur für Arbeit Berlin Mitte, dem Bezirksamt Berlin Mitte, Abteilung Jugend und Bildung, sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Aktiv unterstützt wird die Vertiefte Berufsorientierung Berlin Mitte von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Das Landesprogramm BVBO wird von SPI Consult koordiniert. Das Projekt VBO Berlin Mitte obliegt der Stiftung SPI.

Koordination

Michaela Krause

Michaela.krause@sos-kinderdorf.de