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Uruguay
Uruguay ist mit seinen 176.215 qm eines der kleinsten Länder Südamerikas. Am Atlantik gelegen, grenzt es im Norden an Brasilien und im Westen an Argentinien. Von den 3,4 Millionen Einwohnern, die überwiegend spanischer und italienischer Abstammung sind, lebt knapp die Hälfte in der Hauptstadt Montevideo. Offizielle Landessprache ist Spanisch. Etwa drei Viertel der Bevölkerung ist römisch-katholisch.
SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Uruguay:
- 3 SOS-Kinderdörfer
- 3 SOS-Jugendeinrichtungen
- 1 SOS-Berufsausbildungszentrum
- 7 SOS-Sozialzentren
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Hintergrund
Die Wirtschaft erholte sich nach der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahre 2002 sehr schnell, enorme Exportsteigerungen und ein insgesamt hervorragendes Wirtschaftswachstum konnten verzeichnet werden. Neben der Landwirtschaft, die nach wie vor der größte Wirtschaftszweig ist, nehmen die Bedeutung von Tourismus, erneuerbaren Energien und verarbeitender Industrie stetig zu. Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise konnte Uruguay auch in 2011 ein kontinuierlich ansteigendes Wirtschaftswachstum beibehalten und sogar einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 5,5 Prozent verzeichnen. Konträr zu dieser positiven Entwicklung ist der Anteil der unterhalb der Armutsgrenze lebenden Bevölkerung mit knapp 20 Prozent weiterhin groß.
In Uruguay wurde bereits im Jahre 1965 mit der SOS-Kinderdorfarbeit begonnen. Es war das erste Land Lateinamerikas, in dem die SOS-Kinderdorf-Idee Fuß fasste. Heute gibt es hier drei SOS-Kinderdörfer sowie verschiedene ergänzende SOS-Einrichtungen.
SOS-Kinderdorf Florida
Das dritte SOS-Kinderdorf Uruguays wurde 1988 in Florida, einer mittleren Kleinstadt etwa 100 km nördlich von Montevideo, erbaut. Das Dorf zählt 16 Familienhäuser, die Platz für 128 Kinder bieten, ein Dorfleiterhaus, ein Haus für Familienhelferinnen, ein Gemeindehaus, eine Werkstatt sowie Sportanlagen und den üblichen Verwaltungsbereich. Im Verwaltungsgebäude sind eine Wäscherei, eine Schneiderei, ein Arztzimmer und ein kleiner Laden untergebracht.
Zusätzlich wird eine kleine Landwirtschaft mit Schweinehaltung und Obst- und Gemüseanbau betrieben. An das SOS-Kinderdorf angeschlossen ist eine SOS-Jugendeinrichtung, in der die Jugendlichen auf ein selbständiges Leben vorbereitet werden.
SOS-Sozialzentrum Florida
Zum SOS-Kinderdorf gehört auch ein SOS-Sozialzentrum mit Kindertagesstätte bestehend aus 2 Räumen für die Lern- und Freizeitbetreuung. Das SOS-Sozialzentrum bietet eine Nachmittagsbetreuung für Schüler mit Vormittagsunterricht und umgekehrt an sowie bei Bedarf Betreuung in den Schulferien. In der Küche des Sozialzentrums werden nahrhafte Gerichte gekocht, die die Kinder dann gemeinsam im Speisesaal zu sich nehmen können.
Seit 2007 werden sogenannte Familienstärkungsprogramme durchgeführt. Ziel dieser Programme ist es, dem Verlassen von Kindern vorzubeugen und Familien zu stärken. Die Mütter dieser Kinder werden bei der Kinderbetreuung unterstützt, es werden ihnen persönlichkeitsbildende Schulungen als auch Kurse zu Gesundheits- und Ernährungsthemen angeboten sowie Hilfestellung bei der Arbeitssuche geleistet. Es werden ihnen auch Basiskenntnisse der Menschenrechte näher gebracht und sie werden darin bestärkt, diese für sich und ihre Familien einzufordern. Großes Augenmerk wird auch auf die Qualität ihrer Ernährung und auf Gesundheit gelegt.
SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Uruguay:
- 3 SOS-Kinderdörfer
- 3 SOS-Jugendeinrichtungen
- 1 SOS-Berufsausbildungszentrum
- 7 SOS-Sozialzentren