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Entspannt in den Familienurlaub

Drei Mädchen gucken lachend durch die Heckscheibe eines Autos Urlaubszeit ist Reisezeit. Für Eltern stellt sich damit nicht nur die Frage „Wohin wollen wir mit den Kindern fahren?“. Sie fragen sich auch: „Welche Reiseart ist für alle die angenehmste?“.

Sicherheit geht vor

Anita Bugiel vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. hat ein paar Tipps für eine gute Autofahrt. „Sicherheit geht vor“, sagt sie. „Überprüfen Sie deshalb immer, ob der Kindersitz noch passt und ob die Hutablage frei von Gegenständen ist, denn die können ihr Kind gefährden, wenn Sie stark bremsen. Packen Sie deshalb alles, was Sie nicht brauchen in den Kofferraum und Dachgepäckträger.“

Spiele gegen Langeweile

„Das Spielzeug für Kinder kann in einer speziellen Autotasche mit verschiedenen Fächern verstaut werden, die von hinten am Vordersitz befestigt wird“, rät die Reiseexpertin. „Dann kann das Kind während der Fahrt selbstständig danach greifen. Für ältere Kinder gibt es schöne Reisespiele. Geschwister haben den Vorteil, dass sie miteinander spielen können.“ Aber auch das spannendste Spiel ersetzt keine Pause. Anita Bugiel: „Legen Sie nach zwei, spätestens drei Stunden eine Rast ein. Sorgen Sie für ausreichend Bewegung. Wählen Sie einen Rastplatz im Grünen und machen Sie ein Picknick.“

Wasser und Obst an Bord

Denken Sie bei langen Fahrten daran, ausreichend Getränke mitzunehmen. Wasser, Tee und verdünnte Säfte sind ideale Durstlöscher. Bieten Sie diese Ihren Jüngsten auch ungefragt an, denn Kinder vergessen oft zu trinken. Salzgebäck eignet sich gut, um an heißen Tagen den Elektrolyte-Haushalt wieder auszugleichen, mundgerechte Obststücke sind besser als Süßigkeiten.

Familienreisen mit der Bahn

Gerade für Familien empfiehlt sich das Reisen mit der Bahn. Reisenden mit viel Gepäck bietet die Bahn einen besonderen Service. Anita Bugiel: „Bahnreisende können ihr Gepäck an den Urlaubsort vorschicken. Ein Kurier holt es dann beim Reisenden zu Hause ab. Innerhalb Deutschlands kommt es in der Regel nach zwei Tagen am Urlaubsort an.“

Kein Stau – kein Stress

Junge sitzt auf einem Fensterplatz eines Zugabteils Aber nicht nur wegen der Möglichkeit, gepäcklos zu reisen, kann die Bahn für Familien eine attraktive Alternative zum Auto sein. „Die Eltern müssen sich nicht auf den Verkehr konzentrieren und können sich schon auf der Fahrt zum Urlaubsort ihren Kindern widmen“, erklärt Anita Bugiel. Für Eltern mit Kleinkindern hat die Bahn spezielle Bereiche eingerichtet. „Die Kleinkindabteile liegen nahe am Eingang und bieten ausreichend Platz für Kinderwagen. In einigen Zügen gibt es Spielteppiche und Klettergerüste. In den ICE-3- und ICE-T-Zügen lohnt sich außerdem ein Spaziergang ganz nach vorn zum Cockpit, das durch eine Glaswand einsehbar ist. Dem Zugführer über die Schulter zu schauen, ist für viele Kinder ein Erlebnis“, so Anita Bugiel.

Die Kleinkind-Abteile gibt es in allen DB-Fernverkehrzügen. „Familien sollten jedoch rechtzeitig reservieren, denn die Plätze sind bebliebt“, erklärt Erika Poschke-Frost, Sprecherin Kommunikation bei der DB Mobility Logistics AG.

Bequem reist es sich besser

Egal ob Auto oder Bahn, bequemes Reisen hängt immer auch von der Kleidung ab. „Tragen Sie Sachen, in denen Sie sich wohl fühlen“, empfiehlt Anita Bugiel. „Und wenn Sie wissen, dass ihrem Kind während der Fahrt auch mal schlecht wird, dann packen Sie gleich ein paar Wechselsachen mit nach vorn.“ Für zeitlich Flexible hat Anita Bugiel einen extra Tipp: „Nutzen Sie die festen Schlafzeiten Ihrer Kinder und fahren Sie nach dem Abendbrot, in der Nacht oder über die Mittagszeit. So können Sie Strecke machen, während Ihre Jüngsten schlafen.“

SOS-Kinderdorf wünscht Gute Fahrt!