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Unruhen in Ägypten - SOS-Kinderdörfer sind sicher
Die zunächst friedlichen Demonstrationen gegen die Regierung in Ägypten schlagen in gewalttätige Unruhen und Straßenschlachten um. Staatliche Kräfte gehen unerbittlich gegen die Demonstranten vor, chaotische Zustände herrschen vor allem auf den Straßen Kairos.
In die SOS-Kinderdörfer in Kairo und Alexandria versuchten Jugendliche mit Gewalt einzudringen, der Dorfleiter wurde im Handgemenge leicht verletzt. Auch wenn sich die Situation schnell beruhigte und die Kinder und Kinderdorfmütter sowie alle weiteren SOS-Mitarbeiter unversehrt blieben, herrscht Sorge in den Kinderdörfern, dass die Lage bald wieder eskaliert. Die Lebensmittel in Ägyptens Hauptstadt gehen zur Neige, die meisten Läden und Märkte in der Umgebung haben keine Vorräte mehr oder wurden geplündert. Auch die Versorgung mit Informationen und die Kontaktaufnahme mit Angehörigen sind momentan äußerst schwierig, da das Mobilfunknetz und das Internet nur teilweise funktionieren.
Zurzeit gibt es in Ägypten drei SOS-Kinderdörfer, drei SOS-Jugendeinrichtungen, zwei SOS-Kindergärten und drei SOS-Sozialzentren. In den Kinderdörfern haben 366 Mädchen und Jungen ein Zuhause gefunden und in den Jugendeinrichtungen werden 133 Jugendliche betreut. 390 Mädchen und Jungen besuchen die SOS-Kindergärten, 1200 Kinder und ihre Angehörigen werden über die SOS-Familienhilfe unterstützt