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Swasiland
Das Königreich Swasiland ist ein Binnenland im Südosten Afrikas und grenzt im Norden, Westen und Süden an Südafrika und im Osten an Mosambik. Mit einer Landesfläche von 17.364 km² gehört es zu den kleinsten Ländern Afrikas und ist ungefähr so groß wie Schleswig-Holstein.
SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Swasiland:
- 3 SOS-Kinderdörfer
- 3 SOS-Kindergärten
- 2 SOS-Jugendeinrichtungen
- 3 Medizinische Zentren
- 3 Sozialzentren
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Swasiland hat etwas über eine Million Einwohner. Ungefähr 70 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zu christlich orientierten afrikanischen Religionen, 25 Prozent zum christlichen Glauben. Offizielle Landessprachen sind Siswati und Englisch.
Im Jahre 1815 wurde das Königreich Swasiland durch König Sobhuza I. gegründet, fiel jedoch 1906 nach dem Burenkrieg unter britisches Protektorat. 1968 erlangte Swasiland seine volle Souveränität zurück und wurde erneut zu einer absoluten Monarchie. König Mswati III. regiert seit 1986. Politische Parteien sind bis heute verboten. 2008 fanden die letzten Parlamentswahlen statt. Von freien Wahlen konnte aber keine Rede sein, da keine Oppositionsparteien zugelassen waren. Stattdessen wurden in offener Abstimmung zuvor gebilligte Kandidaten bestimmt. Der Monarch, der wegen seines ausschweifenden Lebensstils wiederholt in die Schlagzeilen geraten ist, bestimmt auch den Regierungschef sowie Richter und Minister.
Obwohl Swasiland offiziell zu den lower Middle-Income Ländern zählt, ist aufgrund der großen Unterschiede bei der Einkommensverteilung Armut weit verbreitet. Annähernd zwei Drittel der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, die Arbeitslosenquote liegt bei 40 Prozent. Dürren und Ernteausfälle haben dazu beigetragen, dass etwa 250.000 Menschen auf Lebensmittelhilfe internationaler Organisationen angewiesen sind. Der Großteil der Bevölkerung betreibt Subsistenzwirtschaft. Wirtschaftlich gesehen ist Swasiland stark von Südafrika abhängig. 90 Prozent der Importe werden von dort bezogen.
Mit einer geschätzten HIV-/AIDS-Rate von 30 Prozent gilt Swasiland als eines der Länder mit der weltweit höchsten Infektionsrate. Die durchschnittliche Lebenserwartung sank dadurch auf 30 Jahre. Diese Entwicklung stellt das Land vor ein immenses Problem mit verheerenden Auswirkungen auf Wirtschaft und Bildungswesen, da ein Großteil der arbeitsfähigen Bevölkerung vorzeitig stirbt.
SOS-Kinderdorf Mbabane
Das SOS-Kinderdorf Mbabane, in der gleichnamigen Hauptstadt gelegen, wurde im Jahre 1992 erbaut und war das erste SOS-Kinderdorf in Swasiland. Es besteht aus 13 Familienhäusern, die derzeit mit 130 Kindern belegt werden können, einem Dorfleiterhaus, einem Verwaltungsgebäude, einem 4-gruppigen SOS-Kindergarten, den 100 Kindern besuchen können und vier 1993 am Rande des Kinderdorfes erbauten Jugendhäusern. Die vier Jugendhäuser bieten 40 Plätze für Buben und Mädchen.
SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule Mbabane
Die neben dem SOS-Kinderdorf erbaute Hermann-Gmeiner-Schule wird seit einigen Jahren von der Regierung finanziert und betrieben. Sie besteht aus einer 15-klassigen Grund- und einer 10-klassigen Oberstufe. Diesem Projekt angegliedert sind zudem ein Verwaltungsgebäude, eine Mehrzweckhalle, zwei Wohnhäuser für die Schulleitung und acht kleinere Personalwohnungen für Lehrkräfte. Die Grundschule können 600 Schüler, die Oberstufe 350 Schüler besuchen. Der Schule ist eine kleine Farm als Praxisanleitungsprojekt für die Schüler der Oberstufe angegliedert.
SOS-Sozialzentrum Mbabane
Wie in den meisten Ländern Afrikas wurde auch an das SOS-Kinderdorf Mbabane 2001 ein SOS-Sozialzentrum angeschlossen. Das SOS-Sozialzentrum führt Familienstärkungsprogramme in Form von materieller, medizinischer und schulischer Unterstützung, Beratung und Aufklärung sowie Verselbständigungsinitiativen für HIV/AIDS betroffene Familien durch. Des Weiteren gibt es eine bereits 1993 erbaute kleine Krankenstation, in der ca. 1.700 Patienten pro Jahr behandelt werden können.