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"Stabil Wohnclearing": Bewährtes Konzept wurde erweitert in "Intensive Förderung"
In den vergangenen drei Jahren hat sich das Konzept des Projekts "Stabil Wohnclearing" als attraktives und bedarfsgerechtes Angebot für unsere Jugendlichen, aber auch für die Kooperationspartner ARGE / Jobcenter und das Jugendamt erwiesen.
Im Zuge der Konzeption ist jetzt – zunächst befristet auf ein Jahr – der Probelauf für ein weiteres innovatives Projekt gestartet: Die "Intensive Förderung". Sie wendet sich insbesondere an die jungen Menschen, bei denen sich in unseren beruflichen Orientierungs- und Stabilisierungsmaßnahmen zeigt, dass mittel- und langfristig aufgrund gravierender individueller Einschränkungen keine Arbeitsmarktintegration infrage kommt. Vielmehr gilt es, mit den Jugendlichen zusammen eine individuell passende und nachhaltig greifende soziale Integration in die Wege zu leiten.
Intensivere Betreuung für bessere Erfolge
Dementsprechend liegen die Schwerpunkte des Projekts in der Unterstützung durch individuelle Betreuung und intensive Förderung der Jugendlichen mit dem Ziel einer weitestmöglichen Verselbständigung, der sozialen Integration und damit einer aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. In den meisten Fällen gab es zuvor kein gezieltes Casemanagement, das zur nachhaltigen Aktivierung passender Hilfen geführt hätte. Deshalb stehen bei Aufnahme erst einmal die Anamnese unter besonderer Berücksichtigung vorliegender medizinischer/ psychologischer Gutachten und die Einleitung der Erstellung weiterer spezieller Gutachten (ärztlicher Dienst, Landessozialamt etc.) an. Auch die Einleitung ambulanter oder stationärer Psychotherapie und Begleitung während der Therapie können zur weiteren Abklärung erforderlich und hilfreich sein. Im Betreuungsvertrag und der Förderplanung werden die einzelnen Schritte der Unterstützung miteinander vereinbart. Dazu gehören natürlich auch Biographiearbeit und die Arbeit mit dem Herkunftssystem. In regelmäßigen Fallkonferenzen wird über die Einleitung von Betreuungsverfahren, Sozialbeistandschaft oder sonstigen geeigneten Hilfen wie Unterstützung bei der Schuldenregulierung oder Einzelförderung zur Erlangung oder Erweiterung von Basiskompetenzen entschieden. Die vielfältige Aufgabenstellung erfordert im Gegensatz zum Projekt „Stabil Wohnclearing“, das in der Regel mit einem Betreuungsrahmen von vier bis sechs Monaten auskommt, ein auch zeitlich erweitertes Setting. Für die Pilotphase wurde die „Intensive Förderung“ deshalb auf 12 bis 18 Monate mit der Option der Erweiterung im Bedarfsfall auf 24 Monate festgelegt. Der Betreuungsumfang ist ebenfalls erhöht und beträgt 52 Fachleistungsstunden im Monat.
Positive erste Erfahrungen
Die intensive Förderung verlangt zur Umsetzung des Konzepts auch eine räumlich dichtere Betreuung. Aus diesem Grund ist gleich das komplette Wohnclearing-Team mit in den neuen Standort „Brentanostraße“ eingezogen und hat sein Büro im Dachgeschoss eingerichtet. Die ersten Erfahrungen mit dem Konzept sind sehr positiv. Für unseren ersten Jugendlichen hat es bereits weitreichende Klärungen erreicht und nachhaltige Weichenstellungen eingeleitet. Weitere potentielle Teilnehmer/innen stehen bereits fest. So steht einer möglichen Fortführung und festen Etablierung des neuen Angebots ab Herbst dieses Jahres nichts entgegen.