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Jahrzehntelanges Engagement für SOS-Kinderdorf

Albert Waizenegger mit den Schülerinnen Marie-Sophie und Svenja Albert Waizenegger unterrichtet an der Klosterschule vom Heiligen Grab in Baden-Baden Latein und Katholische Religion. Vor 20 Jahren gründete er an seiner Schule die SOS-Kinderdorf-Gruppe, die seitdem jedes Jahr auf dem Adventsmarkt des Gymnasiums über die Arbeit von SOS-Kinderdorf informiert und Spenden sammelt. Zwischen 200 bis 400 Euro landen jedes Jahr in den Sammelbüchsen – Grund für uns, die Arbeit unseres engagierten Spenders einmal vorzustellen und Danke zu sagen!

Herr Waizenegger, warum haben Sie sich gerade SOS-Kinderdorf als Spendenziel ausgesucht?
Albert Waizenegger: Als ich an die Schule kam, unterstützten wir bereits über einen Missionsorden ein Kinderdorf in Nord-Kenia, das Kollege Franz Schneider und ich gegründet hatten. Ich fand, man sollte zusätzlich auch eine Einrichtung innerhalb Deutschlands unterstützen. SOS-Kinderdorf kenne ich selbst schon von Kindesbeinen an und Hermann Gmeiner hat es mir als Gründerpersönlichkeit sehr angetan. Sein Motto „Viele Kinder brauchen viele Freunde“ motivierte mich dazu, eine Gruppe ins Leben zu rufen, die SOS-Kinderdorf unterstützt. In erreichbarer Nähe von Baden-Baden liegt das SOS-Kinderdorf Schwarzwald in Sulzburg. Ihm sollten unsere gesammelten Spenden zukommen.

Welche Aktionen machen sie mit Ihrer Gruppe?
A.W.: Die größte und wichtigste ist der Adventsbazar in unserer Schule. Wir haben dort einen eigenen Stand mit Infomaterial und bieten auf Spendenbasis dazu Kuchen oder Brezeln an. Das Wichtigste ist uns, über die Arbeit des Vereins zu informieren. Dabei sind uns die ansprechend gemachten Infomappen und Unterrichtsmaterialien der Kommunikationsabteilung von SOS-Kinderdorf eine große Hilfe. Zudem unterstützt die Abteilung unsere Aktionen jedes Jahr mit netten Mitgebseln wie Kugelschreiber, Stundenplänen oder Käppis – die kommen bei den Schülern immer gut an. Die gesamten Spendeneinnahmen unseres Standes sowie ein Teil des Erlöses des ganzen Bazars spenden wir dann ans SOS-Kinderdorf in Sulzburg.

Hat Ihre Gruppe Kontakt zum SOS-Kinderdorf Schwarzwald?
A.W.: Wir haben schon manches Jahr den Wandertag unserer Schule genutzt, um dem Kinderdorf einen Besuch abzustatten. Für die Schüler unserer Gruppe ist es ein ganz besonderes Erlebnis, denn sie bekommen so hautnah mit, dass den Kindern dort ein ganz normales Leben ermöglicht wird. Was mich jedes Mal begeistert, ist, wie wunderbar dort gearbeitet wird und wie sehr die Kinderdorf-Kinder ins soziale Netzwerk der Stadt eingebunden sind. Sie besuchen, wie andere Gleichaltrige auch, die Musikschule, den Sportverein oder weiterführende Schulen.

Gelingt es Ihnen, Ihren Enthusiasmus an die Schüler weiterzugeben?
A.W.: Ich glaube schon. Unsere Gruppe besteht jedes Jahr aus zehn bis 25 Schülerinnen und Schülern von der 5. bis zur 13. Klasse. Manche begleiten uns über Jahre und bei vielen bin ich mir sicher, dass das soziale Engagement in ihrem Leben einen festen Platz gefunden hat. Die Mitarbeit in unserer Gruppe bietet eine hervorragende Möglichkeit, Nächstenliebe konkret werden zu lassen, das ist gelebtes Christentum ebenso wie pure Menschlichkeit im geschützten Raum der jahrhundertealten Klosterschule vom Heiligen Grab.

Wir danken Ihnen sehr für Ihr jahrelanges Engagement!
A.W.: Es ist mir eine Freude, die solide und kompetente Arbeit von SOS-Kinderdorf zu unterstützen.