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Eine Chance im Leben geben – Für Bernhard Link die richtige Entscheidung

Bisher hatte der kleine Yu aus Thailand nicht viel Glück im Leben. Seine Mutter verließ die Familie. Sein Vater war mit der neuen Situation überfordert und Yu kam in ein SOS-Kinderdorf. Doch dann kreuzte Yus Lebensweg den Weg von Bernhard Link aus Freiburg.

Bernhard Link mit seinem SOS-Patenkind Yu Hauptschullehrer Link wollte etwas zurückgeben, als er sich entschied eine SOS-Patenschaft zu übernehmen. Im August 2010 war Link durch den Norden Thailands gereist. Mentalität und Herzlichkeit der Menschen dort hatten ihn überwältigt. „Die Leute waren unglaublich freundlich und hilfsbereit“, erzählt er. „Das kann man sich hier gar nicht vorstellen.“ Zumindest eine Person, sein kleines Patenkind, sollte nun seine Dankbarkeit und Verbundenheit spüren. Von der Thailändischen Botschaft in Berlin bekam Link die Empfehlung, sich wegen der Patenschaft am besten an SOS-Kinderdorf zu wenden.

Der erste Kontakt zu Yu

Als Link kurze Zeit später die SOS-Patenunterlagen bekam, wurde er neugierig auf seinen Patensohn. „Das war spannend“, sagt er. „Und das Bild von Yu war wirklich sehr süß!“ Für Link stand ganz schnell fest: Er wollte Yu persönlich kennenlernen und sich selbst ein Bild von der Lebenssituation des Jungen machen. Kurzerhand beschloss er, bei seinem nächsten Thailand-Aufenthalt auch das SOS-Kinderdorf zu besuchen.

„Jetzt weiß ich, dass es ihm und allen Kindern dort gut geht“

Pate Bernhard Link mit Kindern und Mitarbeitern der SOS-Gemeinschaft in Thailand Der kleine Yu lebte inzwischen mit neun weiteren Kindern in einem Haus der SOS-Dorfgemeinschaft. Der Dorfleiter erzählte Link, wie es dem kleinen Jungen in den vergangenen Monaten ergangen war und auch Yu selbst hatte sich auf den Besuch vorbereitet: Er schenkte seinem Patenonkel aus Deutschland selbstgehäkelte Untersetzer und servierte thailändische Früchte. Außerdem wollte Yu seinem Besucher unbedingt den Garten zeigen. Für einen Teil davon war der Siebenjährige ganz alleine zuständig und das machte ihn mächtig stolz.

Später haben mir die Betreuer von Yu erzählt, dass er so aufgeregt war, dass er vor lauter Freude nicht schlafen konnte“, erzählt SOS-Patenonkel Link und ergänzt: „Eigentlich waren nur zwei Stunden im SOS-Kinderdorf geplant, am Ende wurden es dann drei Stunden. Und Yu ist mir schon in der kurzen Zeit richtig ans Herz gewachsen.“

Aus Dankbarkeit wird Freundschaft

Bernhard Links SOS-Patenkind Yu

Die Dankbarkeit, die Link den Menschen in Thailand zeigen wollte, spürt er nun selbst: „Das Schönste war das Strahlen im Gesicht der Kinder.“ Jeder, dem er bisher davon erzählt und dem er die Bilder gezeigt hat, sei begeistert gewesen. „Ich bin nach dem Treffen noch glücklicher, eine SOS-Patenschaft übernommen zu haben. Ich würde lieber auf andere Dinge verzichten als auf meine Freundschaft zu Yu.“ Und der 41-Jährige ist optimistisch: „Ich denke, dass es Yu durch mich ein Stück besser geht, dass er durch mich eine Chance im Leben hat.“