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Geschichte des SOS-Kinderdorfes Württemberg

Kinder beim Essen - ein historisches Motiv Hinter dem SOS-Kinderdorf Württemberg liegen bewegte Jahrzehnte. Was in dieser Zeit passiert ist? Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Ereignisse.

1959
Ludwig Heldmaier, ehemals Textilfabrikant in England, setzt sich für die Gründung eines SOS-Kinderdorfes in Oberberken-Unterberken ein.

August 1959
Der Gemeinderat von Oberberken beschließt, dem SOS-Kinderdorf e. V. kostenlos ein Grundstück zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich um einen schönen, fast ebenen Platz am Rand des Schurwaldes mit Blick zur Schwäbischen Alb und auf den Wasserturm, das Wahrzeichen der Gemeinde Oberberken.

1960
Es ist soweit: Auf besondere Initiative von Bürgermeister Hermann Herb und Ludwig Heldmaier wird der Grundstein für das fünfte deutsche SOS-Kinderdorf in Oberberken-Unterberken gelegt. Nach der Idee von Hermann Gmeiner, dem Gründer der SOS-Kinderdörfer, finden hier Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht mehr bei ihren Eltern leben können, ein dauerhaftes Zuhause und eine Familie. Am 1. Juli sind die ersten 4 Häuser fertig gestellt, und es kann Richtfest gefeiert werden. Bereits im November/ Dezember dieses Jahres beziehen die SOS-Kinderdorfmütter Ruth Boeckmann, Maria Ziegler, Lisette Bühler und Traude Leitz ihre Häuser. Pfarrer Wetterling und seine Frau übernehmen vorübergehend die Dorfleitung. Das Leben im SOS-Kinderdorf Württemberg hat begonnen.

1961
Der Bau von zwei weiteren Familienhäusern wird in Angriff genommen.

1964
Otto Wandrey wird Dorfleiter. 35 Jahre lang unterstützt er, dem Hermann Gmeiner eine "frohe und freudige Natur" bescheinigt, mit viel Energie die Kinder und Jugendlichen des SOS-Kinderdorfes auf ihrem Weg in die Selbständigkeit. Seine väterliche Art macht ihn zum gesuchten Gesprächspartner und Ratgeber für alle Dorfbewohnerinnen und – bewohner.

1975
Ein Gemeinschaftshaus entsteht: Platz für einen Saal, Jugend- und Werkräume.

1998
Im SOS-Kinderdorf Württemberg ist Veränderung angesagt: Eine Frau übernimmt die Nachfolge des Dorfleiters, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Hanne Mörtl, Diplompsychologin und Systemische Familientherapeutin, steht den Kindern und Jugendlichen und den SOS-Kinderdorfmüttern als Fachfrau und Mensch mit Rat und Tat zur Seite.

Ab 1998
Die Angebotspalette des SOS-Kinderdorfes wird sukzessive erweitert. Mit zwei Wohngruppen für mittelfristige Unterbringung von Kindern und Jugendlichen stellt sich das SOS-Kinderdorf auf den veränderten Jugendhilfebedarf der Region ein.

2000
Das SOS-Kinderdorf Württemberg feiert seinen 40. Geburtstag.

2003
Betreuter Umgang wird übernommen

2004
Der neue "Kindergarten am Wasserturm" wird eingeweiht. Mit einem neuen Gebäude wird ein neues Konzept vorgestellt: Offene Kindergartenarbeit in einem Kindergarten mit verlängerten Öffnungszeiten und integrativen Plätzen. Gemeinsam mit der Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung/Hohenahr-Altenkirchen und den Eltern der Kinder wird ein naturnahes Spielgelände für den neuen Kindi entworfen. Im Oktober entsteht an zwei Tagen ein Spielparadies, das alle Sinne anregt. 160 ehrenamtliche HelferInnen tragen dazu bei, dass die Kinder im "SOS-Kindergarten am Wasserturm" auf einem Spielplatz spielen können, der höchsten pädagogischen Ansprüchen gerecht wird.

2004

Das erste Dorfparlament für Kinder, Jugendliche und Erwachsene findet statt: Alle im SOS-Kinderdorf diskutieren im Parlament Kinderdorfthemen und entscheiden darüber.

2004/05
Ein Partyraum und eine BMX-Bahn entstehen in Gemeinschaftsarbeit zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

2005
Die ersten flexiblen Hilfen werden übernommen