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Kinderdorffamilien
Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in der eigenen Familie aufwachsen können, finden im SOS-Kinderdorf eine Gemeinschaft, die ihnen Schutz, Halt und Orientierung bietet. Im SOS-Kinderdorf Sachsen bilden acht SOS-Kinderdorffamilien den Kern der SOS-Kinderdorfarbeit.
In den SOS-Kinderdorf-Familien finden diese Kinder - jeweils zwischen vier und sechs Jungen und Mädchen - auf Dauer ein neues Zuhause. Leibliche Geschwister werden nicht getrennt. Mit ihnen lebt die SOS-Kinderdorf-Mutter – unterstützt durch weitere Fachkräfte - zusammen in einem Familienhaus und ist rund um die Uhr für die Kinder da.
In der Regel bleiben die Kinder über viele Jahre in der Familie, bis sie auf eigenen Füßen stehen können. Therapeutische und heilpädagogische Maßnahmen helfen ihnen, schmerzhafte Erlebnisse aus der Vergangenheit zu verarbeiten und sich mit ihrer eigenen Lebensgeschichte so auseinander zu setzen, dass seelische Wunden heilen können. Der Kontakt der Kinder zu ihren Eltern – so verlangt es auch der Gesetzgeber – soll dabei erhalten bleiben.
Wenn die Jugendlichen nach ihrer Schul- und Berufsausbildung dann das SOS-Kinderdorf verlassen, um ihr eigenes Leben aufzubauen, bleiben sie meist in enger Verbindung zu ihrer SOS-Kinderdorfmüttern und zu ihren Geschwistern. Das über die Jahre gewachsene Beziehungsgeflecht zwischen ihnen und ihnen oft lieb gewordenen Erwachsenen und Kindern besteht fort.