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Vor 50 Jahren wurde der Grundstein gelegt...
Wir sind das erste SOS-Kinderdorf in Deutschland. Seit 1956 betreuen wir Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in den SOS-Kinderdorffamilien und seit einigen Jahren in einer öffentlichen Kindertagesstätte.
Am 15. Dezember 1956 wurde im Beisein von Hermann Gmeiner, dem Gründer der SOS-Kinderdörfer, der Grundstein für das erste deutsche SOS-Kinderdorf in Dießen am Ammersee gelegt. Heute blickt das Dorf auf eine erfolg- und erlebnisreiche Geschichte zurück: fast 500 Kinder wurden aufgenommen, betreut und gefördert.
Hermann Gmeiner hatte in den Anfängen bewußt auf ausgebildete Erzieherinnen verzichtet: ihm war es wichtig, einen Gegenpol zur damaligen Heimerziehung zu schaffen und Familie anzubieten. Er wollte, das Kinder genau so angenommen werden, als seien es die eigenen. Die Kinderdorfmütter betreuten, wie heute in vielen ausländischen SOS-Einrichtungen weiterhin üblich, neun Kinder, und dies überwiegend alleine.
Im Laufe der Zeit immer professioneller geworden
Im Lauf der Jahre wurde die Ausbildung der SOS-Kinderdorfmütter immer umfangreicher, denn auch die Aufgaben wurden komplexer und anspruchsvoller. Heute wird deshalb eine Ausbildung zur staatl. anerkannten Erzieherin erwartet. Die Aufgabe der SOS-Kinderdorfmütter heute ist es, persönliche, familiäre Nähe und Verbindlichkeit anzubieten und gleichzeitig mit fachlich fundiertem professionellem Wissen gezielte Erziehung und Förderung von sechs Kindern zu leisten. Dafür steht ihr ein Team von unterstützenden Fachkräften zur Seite.
Zusammen mit den Kinderdorffamilien bildet eine öffentliche Kindertagesstätte heute eine moderne vernetzte Einrichtung für unterstützende, familienergänzende und -ersetzende Hilfen. Das SOS-Kinderdorf ist selbst Teil des Verbunds SOS-Kinderdorf Ammersee-Lech, dem auch zwei Beratungsstellen in Landsberg am Lech angehören.