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Die Geschichte des SOS-Kinderdorfes
Das SOS-Kinderdorf Ammersee war das erste SOS-Kinderdorf, das in Deutschland erbaut wurde. Hermann Gmeiner, der Vater der SOS-Kinderdorf-Idee legte persönlich in Dießen am Ammersee den Grundstein. In den vergangenen fünf Jahrzehnten ist jede Menge passiert - mittlerweile gibt es nicht nur zehn SOS-Kinderdorffamilien, sondern auch zahlreiche weitere Jugendhilfeangebote.
1955
Am 8. August 1955 wird in München der SOS-Kinderdorf e.V. mit zehn Mitgliedern gegründet. Das Ziel des Vereins ist zunächst der Bau eines SOS-Kinderdorfes für Kinder in Bayern. Die Geschäftsstelle des Vereins unterhält zwei kleine gemietete Räume im Stadtteil Schwabing. Anhand eines ersten großen Werbeprospekts "Ein SOS-Kinderdorf entsteht in Deutschland" konnte der Verein schon im August 1955 2000 Mitglieder aufweisen. Im September 1955 stellt die Gemeinde Dießen am Ammersee das Gelände "Am Vogelherd" zur Verfügung, wo das erste SOS-Kinderdorf in Deutschland entstehen soll.
1956
Im August 1956 werden bereits 10 000 Mitglieder des SOS-Kinderdorf-Vereins gezählt. Nach einer Spende von 300.000 Mark von Wanda Gerdes aus Freiburg kann am 15. Dezember 1956 die Grundsteinlegung für das erste deutsche SOS-Kinderdorf in Dießen am Ammersee gefeiert werden.
1957
Im Dezember 1957 zieht die erste Kinderdorfmutter im SOS-Kinderdorf Ammersee ein.
1958
Abt Hugo Lang vom Kloster Andechs weiht am 7. Juni 1958 die ersten 7 Häuser des SOS-Kinderdorfes am Ammersee ein. Die Mitgliederzahl des Vereins beträgt inzwischen 50 000.
1962 ist das SOS-Kinderdorf weitgehend fertiggestellt: es leben nun 15 Familien mit fast 150 Kindern im Dorf.