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Hermann Gmeiner: Er lebte für die Kinder dieser Welt

23. Juni 1919 – 26. April 1986

"Ich wollte nichts Anderes, als dem entwurzelten Kind jene Welt der Geborgenheit schenken, die es braucht, um gedeihen zu können." Hermann Gmeiner

Seine Kindheits-Erfahrungen in einem kleinen Ort in Österreich werden zum Modell der weltweiten SOS-Kinderdorf-Organisation.

1919 in Alberschwende (Vorarlberg) geboren, verliert Hermann Gmeiner bereits im Alter von fünf Jahren seine Mutter; er und seine sieben Geschwister werden zu Halbwaisen. Schnell wird Gmeiners älteste Schwester Else zur mütterlichen Bezugsperson für die Familie. Das persönliche Schicksal und der weitere Lebensweg sensibilisieren den tatkräftigen Visionär für die Bedürftigkeit der Waisen des Zweiten Weltkrieges. Aus Mitleid und Mitfühlen wird Mithelfen: Hermann Gmeiner gibt als gerade 30-Jähriger sein Medizinstudium und damit seine eigenen beruflichen Ziele auf und richtet sein Leben völlig neu auf die Unterstützung notleidender Kinder aus.

Aus Mitleid und Mitfühlen wird Mithelfen

Kinderhände Zahlreiche Auszeichnungen, wie das Große Verdienstkreuz der Republik Österreich und Ehrendoktor-Würden, honorieren das Engagement Gmeiners. Sein größter Erfolg ist jedoch der Erfolg "seiner" Kinder. Mehr als 47.000 Kinder und Jugendliche und über 500.000 Menschen überall auf der ganzen Welt finden in den Einrichtungen von SOS-Kinderdorf eine Zuflucht, ein Zuhause. International unterstützt und gefördert von mehr als sechs Millionen Freunden, Spendern und Paten der Organisation. Hermann Gmeiner stirbt am 26. April 1986 in Innsbruck. Vieler seiner Freunde und Zeitgenossen hat er überzeugt von seiner großartigen Idee. Immer mehr Menschen führen sein Lebenswerk fort, gestern, heute und morgen.