"Schneewittchen" hilft bei Essstörungen
Ein Stück Kuchen? Ein warmes Mittagessen? Eine leckere Pizza? Für essgestörte Mädchen und Jungen der blanke Horror. Was mit dem Wunsch, ein paar Kilos abzunehmen, beginnt, endet in Deutschland bei vielen Jugendlichen mit einer Essstörung. Die SOS-Jugendhilfen Augsburg helfen mit dem Projekt "Schneewittchen".
Jedes Jahr melden sich rund 300 Betroffene und deren Angehörige bei der Beratungsstelle. Die ausgebildeten Pädagogen und Familientherapeuten der SOS-Beratungsstelle versuchen, den Mädchen und Jungen zu helfen. Das Angebot umfasst neben Einzelberatungen und Gruppenstunden auch die Möglichkeit der Vermittlung in eine ambulante oder stationäre Therapie.
Um den Jugendlichen Berührungsängste zu nehmen, ist die Beratung kostenlos und – auf Wunsch – anonym. Betroffene können die offene Beratungsstunde ohne Termin besuchen.
Auch das Umfeld braucht Hilfe
Wichtig ist es den SOS-Kinderdorf-Mitarbeitern außerdem, auch das Umfeld der Jugendlichen zu beraten. "Oft suchen Eltern den Auslöser bei sich selbst, fühlen sich schuldig oder versuchen im schlechtesten Fall, das Problem herunterzuspielen", erzählt eine Pädagogin. Hier setzen die SOS-Jugendhilfen mit Gesprächen und Selbsthilfegruppen für Angehörige und Freunde an.
Ein drittes wichtiges Themengebiet bei "Schneewittchen" ist Prävention. Regelmäßig besuchen die Pädagoginnen Schulen in der Umgebung und informieren über Hintergründe und Gefahren von Essstörungen.
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