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SOS-Kinderdörfer

Zwei Kinderdorfmütter und ihre Kinder in Nepal
Ein SOS-Kinderdorf besteht aus mehreren Familienhäusern, dem Dorfleiterhaus, dem sogenannten Tantenhaus, sowie einem Verwaltungs- und Servicebereich.

In einem Familienhaus leben bis zu 10 Kinder mit ihrer SOS-Kinderdorfmutter zusammen. Tagsüber besuchen sie je nach Alter den Kindergarten oder die Schule. Eine pädagogische Mitarbeiterin, die von den Kindern „Tante“ genannt wird, unterstützt die Kinderdorfmutter bei der Betreuung der Kinder.

Leibliche Geschwister dürfen auch in der SOS-Familie zusammenbleiben. Der geregelte Tagesablauf, die gemeinsamen Mahlzeiten und die Liebe der Kinderdorfmutter gibt den Kindern Schutz und ein stabiles Umfeld.

Die Kinder bleiben in ihrer Kinderdorffamilie, bis sie alt genug sind, eine Ausbildung abgeschlossen haben oder ins SOS-Jugendhaus umziehen können.

Zahlen und Fakten

Das Beste fürs Kind: SOS-Kinderdorf setzt sich dafür ein, dass zunächst alles versucht werden muss, damit das Kind bei seiner Herkunftsfamilie bleiben kann. Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, muss nach der besten Lösung im Interesse des Kindes gesucht werden. Wenn es im besten Interesse des Kindes ist, kann es in einer SOS-Kinderdorf-Familie aufgenommen werden.

Das Konzept: Jedes Kind wird seelisch, materiell und in Hinblick auf Schul- und Berufsbildung unterstützt. Eines der wichtigsten Anliegen ist es, Geschwister nicht zu trennen, sondern gemeinsam in einer SOS-Kinderdorf-Familie aufwachsen zu lassen. Ebenso wichtig ist, dass die SOS-Kinderdorf-Mutter, der SOS-Kinderdorf-Vater oder die SOS-Kinderdorf-Eltern Erziehungsexperten sind, die sich zugleich emotional voll engagieren.

Aktuelle Zahl: Etwa 59.000 Kinder sind in SOS-Kinderdörfern auf der ganzen Welt aufgewachsen. Die meisten von ihnen hat SOS-Kinderdorf bis zum Erwachsenenalter begleitet.

Stand: 2010, SOS-Kinderdorf International