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Leitbild
Sie möchten wissen, was uns antreibt, wie wir arbeiten und was unsere Ziele sind? Unser Leitbild bietet Ihnen einen guten Einblick in unsere Werte und Ziele.
Die "Kinder- und Jugendhilfen Bremen-Verden" sind eine Einrichtung des SOS-Kinderdorfvereins und im April 1999 als Zusammenschluss von drei, bereits langjährig tätigen Jugendeinrichtungen des Vereins entstanden. Ausgehend von der ursprünglichen Idee des SOS-Kinderdorfvereins, der Neubeheimatung von Kindern, bieten wir heute eine Vielfalt von Unterstützungsmöglichkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe. Aus dieser Geschichte heraus stellt das Leitbild den vorläufigen Abschluss einer Organisationsentwicklung dar und fördert eine gemeinsame Identität aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch die Diskussion unterschiedlicher Haltungen, Kulturen und Konzepte.
Wir greifen auf die vielfältigen Erfahrungen des SOS-Kinderdorf e.V. in der sozialen Arbeit zurück. Dabei verbinden wir Stabilität und Kontinuität mit dem aktiven Setzen von neuen Impulsen. Dies gelingt uns über das Zusammenwirken innerhalb eines großen anerkannten Trägers, der Nutzung von Eigenmitteln des Vereins und unserer Entwicklung vor Ort.
- Kinderwohngruppe Habenhausen
- Mädchenwohngemeinschaft Brinkum
- Jugendwohngruppe Kattenesch
- Jugendwohngemeinschaft Verden
- Heilpädagogische Tagesgruppe
- Therapeutische Wohngruppe für junge Erwachsene Bremen
- Flexible Hilfen Bremen
- Sozialpädagogische Familienhilfe
- Familienkrisendienst
- Psychologische Diagnostik
- Clearing
- Familienberatung und Elternkurse
- Mütterzentrum
- Schulvermeidung - Zweite Chance
- Betreuungsprojekt Kantstraße
Wir nehmen Einfluss auf die regionale Jugendhilfeentwicklung, beziehen fachlich Position im Rahmen von Gremienarbeit und Fachforen und treten für die Rechte von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und deren Familien ein.
Grundwerte
Das Anliegen der Einrichtung ist es, den von uns begleiteten Menschen mit seeli-schen und körperlichen Verletzungen beiseite zu stehen, sie zu ermutigen und sie zu befähigen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Wir orientieren uns dabei an den bisherigen Erfahrungen der jungen Menschen und Familien mit denen wir arbeiten, setzen uns mit ihren Lebenseinstellungen und Wertesystemen auseinander und entwickeln gemeinsam mit ihnen neue Perspektiven. Unsere Begegnungen und Kontakte gestalten wir respektvoll. Um unserer Verantwortung für die Umwelt gerecht zu werden, machen wir in unserer Arbeit mit den jungen Menschen und ihren Familien im Alltag immer wieder auf Zusammenhänge in der Welt aufmerksam und verdeutlichen dabei die Konsequenzen des eigenen Handelns.
Identität
Wir sind eine dezentrale, in die jeweilige Nachbarschaft integrierte, eher städ-tisch orientierte Einrichtung. Neben klar definierten Angeboten entwickeln wir im Einzelfall flexible, am individuellen Bedarf orientierte Hilfsmöglichkeiten. Das differenzierte Angebot und die Vielfalt in der Umsetzung der Konzepte und Methoden sind gewollt und werden von seiten der Leitung aktiv gefördert. Wir engagieren uns persönlich und als Einrichtung für eine kontinuierliche Differenzierung und Weiterentwicklung unserer Angebote auf der Grundlage der sich wandelnden Hilfebedarfe. Darüber hinaus ist uns die Vermittlung der Aufgaben-wahrnehmung des SOS-Kinderdorfvereins in der Öffentlichkeit ein Anliegen.
Struktur und Fachlichkeit
Unsere einzelnen Leistungsangebote bieten vergleichbare Strukturen, z.B. kleine überschaubare Gruppen, Tagesstrukturierung, Gruppenpädagogik, Einzelbetreuung, Binnendifferenzierung und Beziehungsdichte. Sie bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Pädagogik und Therapie. Wir legen Wert auf alltagsnahes pädagogisches Handeln und bieten die Möglichkeit eines therapeutischen Milieus. Je nach Schwerpunktsetzung überwiegen pädagogische oder therapeutische Herangehensweisen. Wir sichern und entwickeln unsere Fachlichkeit gezielt über Fortbildungen und einen systematischen fachlichen Austausch weiter und fördern sie im Rahmen unserer internen Vernetzung. Auf diese Weise schaffen wir verbindliche Grundlagen für eine gemeinsame fachliche Ausrichtung unserer Leistungsangebote.
Mitarbeiterprofil und Leitungsverständnis
Wir arbeiten in interdisziplinär zusammengesetzten Teams mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und weitmöglichst in geschlechtsparitätischer Besetzung. Die Vielfalt der Anforderungen durch die von uns begleiteten Menschen erfordert eine gezielte Personalauswahl. Daher achten wir bei Einstellungen auf eine angemessene Mischung aus Lebenserfahrung, Qualifikation, Berufserfahrung und die Förderung von Berufseinsteiger/inne/n.
Wir verfügen insbesondere über eine sozialpädagogische Kompetenz und vielfach über Zusatzausbildungen. Für alle Leistungsangebote gelten gemeinsame Quali-tätsstandards, deren Umsetzung konzeptionell unterschiedlich gestaltet wird. Im Mittelpunkt der Arbeit der Leitungskräfte stehen neben den Mitarbei-ter/innen, die fachliche Qualität der Arbeit und die Entwicklung und Sicherung der Einrichtung. Die Qualität der Arbeit wird durch die Kompetenzen und Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter/innen geprägt. Die Leitungskräfte unterstützen die Mitarbei-ter/innen daher aktiv und fördern selbstveranwortliches Handeln und die Kommunikation in und mit den Teams. Sie verstehen sich dabei als richtungsweisend und verantwortlich für die Einrichtung insgesamt.
Methoden und Arbeitsweisen
Wir bieten den Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien Räume, in denen sie sich ausprobieren und neue Erfahrungen sammeln können. Durch unsere Begleitung und Unterstützung soll es ihnen möglich werden, sich aktiv weiter zu entwickeln.
- Wir arbeiten bewusst mit der Übernahme unterschiedlicher Rollen in der Beziehungsgestaltung
- mit einem intensiven, personenbezogenenen Beziehungsangebot (Bezugspersonensystem)
- mit der Geschichte der jungen Menschen und der Familien
- mit bedeutsamen Bezugspersonen, insbesondere dem Herkunftssystem
- in und mit Gruppen und mit gruppendynamischen Prozessen für die Erweiterung sozialer Kompetenzen
- in Einzelkontakten, um gezielt auf die individuelle Situation eingehen zu können.
In unserer Arbeit fördern wir die Entwicklungsmöglichkeiten unter Beachtung der persönlichen Grenzen aller Beteiligten.
Vernetzungen und Kooperationen
Wir sehen Kooperation und Vernetzung mit anderen Einrichtungen und Trägern als Bereicherung und Notwendigkeit für die eigene Arbeit und im Sinne der op-timalen Versorgung unserer Zielgruppen. Wir suchen die Vernetzung im fachlichen Austausch, in der fallbezogenen konkreten Zusammenarbeit und in der Beteiligung an Gremien der Jugendhilfe und Jugendhilfeplanung. Darüber hinaus kooperieren wir mit Personen, Einrichtungen, Institutionen und Projekten der jeweiligen Sozialräume.
Verhältnis zum Träger
Im Kontext des verlässlichen Rahmens, den der SOS-Kinderdorfverein seinen Einrichtungen bietet, werden wir in unserer beruflichen Qualifizierung geför-dert und in unseren Kompetenzen gestärkt.
Die hohe Eigenständigkeit im pädagogischen Handeln führt zu einer ausgepräg-ten Identifikation mit unserer Arbeit. Dieses gründet auf den Ideen des SOS-Kinderdorf e.V., trägt wesentlich zu einer Identifikation der Mitarbeiter/innen bei und drückt sich auch in der Konstanz innerhalb der Mitarbeiterschaft aus.
Wir beteiligen uns an der fachlichen, personellen und strukturellen Entwicklung der Organisation.
Finanzen
Wir setzen unsere Finanzmittel im Sinne der Förderung von benachteiligten Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und deren Familien zielgerichtet, sorgsam und wirtschaftlich ein. Dabei sind wir uns der Verantwortung gegenüber der öffentlichen Hand und gegenüber den Spendern bewusst.
Entstehung des Leitbildes
Das Leitbild der Einrichtung ist das Ergebnis von zwei methodisch angelegten Mitarbeiterversammlungen und der Verdichtung der dort formulierten Ideen und Diskussionen im Rahmen einer teamübergreifenden Arbeitsgruppe.