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Sambia

Ein Mädchen drückt einen kleinen Jungen fest an sich und eine Gruppe von Kindern hüpfen im Kreis und halten sich dabei an den Händen Die Republik Sambia liegt zwischen Tansania und dem Kongo im Norden, Simbabwe, Botswana und Namibia im Süden sowie zwischen Angola im Westen und Malawi und Mosambik im Osten. Während des britischen Protektorats hieß das Land noch Nordrhodesien. Erst mit der Unabhängigkeit im Jahre 1964 wurde es in Anlehnung an den Fluss Sambesi in Sambia umbenannt.

Kenneth Kaunda, der bereits während der britischen Herrschaft Premier war, wurde zum ersten Präsidenten des Landes gewählt. Er regierte bis 1991. Aktuell amtierender Präsident ist Rupiah Banda, der im November 2008 gewählt wurde.

Sambia hat ca. 11,9 Millionen Einwohner, die sich aus etwa 70 verschiedenen Bantustämmen sowie kleineren asiatischen und europäischen Minderheiten zusammensetzen. Die Hauptstadt des Landes ist Lusaka.

Ungefähr 50 Prozent der Bevölkerung hängt dem christlichen Glauben an, die anderen 50 Prozent sind Anhänger von Stammesreligionen. Offizielle Landessprache ist Englisch, daneben sind außerdem sieben weitere Stammessprachen offiziell anerkannt.

Obwohl Sambia reich an Bodenschätzen ist und gute Bedingungen für die Landwirtschaft gegeben sind, leben über 60 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Sambia zählt zu den ärmsten Ländern im südlichen Afrika. Hauptgrund dafür war die Verstaatlichung der Betriebe durch den ersten Präsidenten Kaunda sowie das Missmanagement seines Nachfolgers. Zwar leitete dieser die Privatisierung ein, der ersehnte wirtschaftliche Aufschwung blieb jedoch aus. Ein Grund hierfür ist die weiterhin schlecht ausgebaute Infrastruktur des Landes, die den Transport von Waren sehr aufwendig macht. Die zum Teil dramatischen Probleme in den Bereichen Bildung (Analphabetenquote von 30 Prozent) und Gesundheit gleichen denen anderer Entwicklungsländer.

SOS-Kinderdorf Lusaka

Das erste SOS-Kinderdorf des Landes entstand in rund 15-monatiger Bauzeit auf einem 12 ha großen Grundstück im Vorort Mutambe der Hauptstadt Lusaka, in 6 km Entfernung zum Stadtkern. Es besteht aus 15 Familienhäusern, die Platz für 180 Kinder bieten, einem Dorfleiterhaus, einem Haus für Familienhelferinnen, einem Verwaltungsgebäude, einem Gäste- und Personalhaus sowie einer Mehrzweckhalle und einem 2-klassigen Kindergarten, der sowohl den Kinderdorfkindern als auch den Kindern aus der Umgebung des Kinderdorfes offen steht. Die Besiedelung des SOS-Kinderdorfes Lusaka erfolgte ab September 1999. Des Weiteren wurde im Jahre 2003 eine SOS-Jugendeinrichtung eröffnet, in der die dem SOS-Kinderdorf entwachsenen Jugendlichen auf ein selbständiges unabhängiges Leben vorbereitet werden.

Hermann-Gmeiner-Schulen Lusaka

Dem SOS-Kinderdorf Lusaka wurde im Jahre 2001 eine 21-klassige Hermann-Gmeiner-Primary School mit den Klassenstufen eins bis neun für über 700 Schüler angegliedert. Im Januar 2005 erfolgte schließlich die Erweiterung um eine 8-klassige Sekundarschule, die 240 Schüler ausbilden kann.

SOS-Berufsausbildungszentrum Lusaka

Zeitgleich mit der Sekundarschule konnte zusätzlich ein SOS-Berufsausbildungszentrum seinen Betrieb aufnehmen. Hier können die Jugendlichen eine Ausbildung in den Bereichen Schneiderei, Landwirtschaft, Metallverarbeitung, Holzverarbeitung und Bauwesen absolvieren.

SOS-Sozialzentrum Lusaka

Aufgrund der großen HIV/AIDS-Problematik wurden im Jahre 2002 sowohl ein SOS-Sozialzentrum als auch ein SOS-Medizinisches Zentrum gegründet. Das SOS-Sozialzentrum bietet sowohl finanzielle Hilfen (Übernahme von Schulgebühren, Sicherung der medizinischen Grundversorgung) als auch Beratungen an.

SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Sambia:

  • 3 SOS-Kinderdörfer
  • 3 SOS-Kindergärten
  • 1 SOS-Jugendeinrichtung
  • 4 Hermann-Gmeiner-Schulen
  • 1 SOS-Berufsausbildungszentrum
  • 5 SOS-Sozialzentren
  • 2 SOS-Medizinische Zentren

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