Sambia

Ein Mädchen drückt einen kleinen Jungen fest an sich und eine Gruppe von Kindern hüpfen im Kreis und halten sich dabei an den Händen Die Republik Sambia liegt zwischen Tansania und dem Kongo im Norden, Simbabwe, Botswana und Namibia im Süden sowie zwischen Angola im Westen und Malawi und Mosambik im Osten. Während des britischen Protektorats hieß das Land noch Nordrhodesien. Erst mit der Unabhängigkeit im Jahre 1964 wurde es in Anlehnung an den Fluss Sambesi in Sambia umbenannt.

SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Sambia:

  • 3 SOS-Kinderdörfer
  • 3 SOS-Kindergärten
  • 2 SOS-Jugendeinrichtungen
  • 4 Hermann-Gmeiner-Schulen
  • 1 SOS-Berufsausbildungszentrum
  • 6 SOS-Sozialzentren
  • 2 SOS-Medizinische Zentren

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Hintergrund

Kenneth Kaunda, der bereits während der britischen Herrschaft Premier war, wurde zum ersten Präsidenten des Landes gewählt. Er regierte bis 1991. Aktuell amtierender Präsident ist Michael Chilufya Sata, der im November 2011 gewählt wurde.

Sambia hat ca. 13,1 Millionen Einwohner, die sich aus etwa 70 verschiedenen Bantustämmen sowie kleineren asiatischen und europäischen Minderheiten zusammensetzen. Die Hauptstadt des Landes ist Lusaka. Ungefähr 50 Prozent der Bevölkerung hängen dem christlichen Glauben an, die anderen 50 Prozent sind Muslime, Hindus sowie Anhänger diverser Stammesreligionen. Offizielle Landessprache ist Englisch, daneben sind außerdem sieben weitere Stammessprachen offiziell anerkannt.

Obwohl Sambia reich an Bodenschätzen ist und gute Bedingungen für die Landwirtschaft gegeben sind, leben über 60 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Nachdem Sambia lange Zeit zu den ärmsten Ländern im südlichen Afrika zählte, konnte es jedoch in den letzten Jahren ein enormes Wirtschaftswachstum verbunden mit einem gesteigerten Pro-Kopf-Einkommen verzeichnen. Auch für die kommenden Jahre wurde ein Andauern dieser positiven Entwicklung prognostiziert.

HIV-AIDS ist ein großes Problem in Sambia, rund 15 Prozent der Bevölkerung sind mit dem Virus infiziert. An den Schulen führt dies zu einem erheblichen Mangel an qualifiziertem Lehrpersonal. Der Besuch der Grundschulen ist seit einigen Jahren kostenlos, weiterführende Schulen verlangen jedoch nach wie vor Schulgebühren. Ein weiteres Problem des Bildungssektors ist die generell schlechte Ausstattung der Schulen und Universitäten. Die Analphabetenquote liegt bei knapp 30 Prozent.

SOS-Kinderdorf Lusaka

Das erste SOS-Kinderdorf des Landes entstand 1999 in rund 15-monatiger Bauzeit auf einem 12 ha großen Grundstück im Vorort Mutambe der Hauptstadt Lusaka, in 6 km Entfernung zum Stadtkern. Es besteht aus 15 Familienhäusern, die Platz für 180 Kinder bieten, einem Dorfleiterhaus, einem Haus für Familienhelferinnen, einem Verwaltungsgebäude, einem Gäste- und Personalhaus sowie einer Mehrzweckhalle und einem 3-klassigen Kindergarten, der sowohl den Kinderdorfkindern als auch den Kindern aus der Umgebung des Kinderdorfes offen steht.

SOS-Jugendeinrichtung

Des Weiteren wurde im Jahre 2003 eine aus zwei Häusern bestehende SOS-Jugendeinrichtung für jeweils 15 Jugendliche eröffnet. Hier werden sie allmählich mit Hilfe von Betreuern auf ein selbständiges und unabhängiges Leben vorbereitet werden.

Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule

Dem SOS-Kinderdorf Lusaka wurde im Jahre 2001 eine 21-klassige Hermann-Gmeiner-Primary School mit den Klassenstufen eins bis neun für über 700 Schüler angegliedert.
Angesichts der unzulänglichen Schulangebote im Land erfolgte im Januar 2005 schließlich die Erweiterung um eine 8-klassige Sekundarschule, die 240 Schüler ausbilden kann. Beide Schulen verfügen zusätzlich über einen Computerraum, ein Labor, eine Bibliothek sowie einen Bereich für Hauswirtschaft.

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