SOS-Kinderdorf International

Weltkugel

Österreich, das kleine Land, in dem 1949 alles beginnt, ist noch heute Dreh- und Angelpunkt von SOS-Kinderdorf. Hier wird 1960 SOS-Kinderdorf International als Dachverband aller SOS-Kinderdorf-Vereine weltweit gegründet. Die Organisation mit Sitz in Innsbruck und Wien initiiert Neugründungen von SOS-Einrichtungen, berät und betreut die nationalen SOS-Kinderdorf-Vereine und koordiniert die laufende Arbeit in einzelnen Kontinenten und Ländern.

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Der Präsident: Siddhartha Kaul

Siddhartha Kaul mit dem Berliner Bär Bild vergrößern

Siddhartha Kaul mit dem Berliner Bär

Ende Juni 2012 hat die Generalversammlung von SOS-Kinderdorf International Siddhartha Kaul zum Präsidenten gewählt. Kaul tritt die Nachfolge von Helmut Kutin (70) an, der auf eine erneute Kandidatur verzichtete, um die Präsidentschaft an die jüngere Generation zu übertragen. Kutin beschreibt seinen Nachfolger als "einen Organisator, einen realistischen Denker in Wirtschaftsfragen und jemanden, der die Vielfalt schätzt".

Das Ziel: ein Zuhause für eine Million Kinder

Als designierter Präsident setzt sich Kaul zum Ziel, bis Ende des Jahrzehnts einer Million Kindern ein fürsorgliches und familiäres Zuhause zu bieten. Er möchte dafür alles Nötige tun, auch wenn er weiß, dass es aufgrund der momentan wirtschaftlich schwierigen Lage eine große Herausforderung sein wird.

Über Siddhartha Kaul
Siddhartha Kaul, der neue Präsident von SOS-Kinderdorf International, löst Helmut Kutin ab. Bild vergrößern

Siddhartha Kaul (l.) mit seinem Vorgänger Helmut Kutin.

Siddhartha Kaul (58) kennt SOS-Kinderdorf bereits seit seiner Kindheit. Sein Vater, Jagan Nath Kaul, war Gründungsmitglied von SOS-Kinderdorf Indien sowie Leiter des ersten indischen SOS-Kinderdorfes in Greenfields. In diesem SOS-Kinderdorf verbrachte Siddhartha den größten Teil seiner Jugend. Durch seine Erfahrungen in Greenfields entwickelte er ein Verständnis für die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien.

Nach seinem Architekturstudium und einer freiberuflichen Tätigkeit als Architekt und Fotograf begann Siddhartha Kaul 1978 den Aufbau des SOS-Kinderdorfes in Madras, das er auch leitete. 1986 wurde er Regionalleiter für Indien und Sri Lanka und in den Folgejahren erweiterten sich seine regionalen Zuständigkeiten stetig. Seit 2003 trug er bereits die Gesamtverantwortung für Asien und war bis zuletzt stellvertretender Generalsekretär von SOS-Kinderdorf International.

Der Vorgänger: Helmut Kutin
Helmut Kutin mit zwei Jungen im Arm Bild vergrößern

Helmut Kutin ist seit 24 Jahren Präsident von SOS Kinderdorf International.

 Selbst in einem SOS-Kinderdorf aufgewachsen, war Helmut Kutin von 1985 bis 2012 Präsident von SOS-Kinderdorf International. 1953 wurde der damals zwölfjährige Rechtsanwaltssohn im ersten SOS-Kinderdorf in Imst / Tirol aufgenommen, wuchs dort auf und lernte seinen geistigen Vater, den Begründer der SOS-Kinderdorf-Idee, Hermann Gmeiner kennen. Wie auch bei Gmeiner war Kutins Kindheit prägend für sein weiteres Leben. Kannte er doch Schicksal und Situation der SOS-Kinderdorf-Kinder aus eigener gelebter Erfahrung. Und wie Gmeiner leistete auch Kutin Pionierarbeit bei der Hilfe notleidender Kinder. Helmut Kutin war jahrelang der wichtigste Weggefährte und Mitstreiter Gmeiners.

Kutin errichtet SOS-Kinderdorf in Vietnam

So führten den gelernten Pädagogen und studierten Volkswirt die ersten beruflichen Schritte für SOS-Kinderdorf 1968 bis nach Asien. Hier errichtete Kutin unter großem persönlichen Einsatz zunächst ein Kinderdorf im Kriegsschauplatz Vietnam und später weitere Einrichtungen auf dem ganzen Kontinent. Auch nach dem Tode Gmeiners 1986 verfolgte Helmut Kutin die Umsetzung der SOS-Kinderdorf-Idee konsequent weiter. 1985 wurde Kutin zum Präsidenten von SOS-Kinderdorf International gewählt und 1993, 1998 und 2003 in seinem Amt bestätigt. 2012 übergab er seine Präsidentschaft an Siddhartha Kaul aus Indien.