Kinderschutz

Zusammenhalt in der SOS-Kindertagesstätte Koblenzer Straße

Der SOS-Kinderdorf e.V. in Deutschland ist Mitglied von SOS-Kinderdorf International, der weltweiten Föderation von unabhängigen SOS-Kinderdorfvereinen. Die Föderation ist in 135 Ländern aktiv und erreicht mit ihrer Arbeit ca. 600.000 Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenslagen. Da die Hilfe der nationalen Vereine auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit angelegt ist, wählen sie sich ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort selber aus.

Menschen in Not sind auf Hilfe und die Unterstützung von Hilfsorganisationen angewiesen. Umso wichtiger ist es, dass sie auf Helfer vertrauen können, die sie so gut wie möglich schützen. Für jeden der SOS-Vereine weltweit gelten einheitliche und verbindliche Standards zum Schutz der Betreuten. Alle Mitarbeitenden verpflichten sich schriftlich zur Einhaltung des verbindlichen Verhaltenskodex und werden regelmäßig für Fragen des Kinderschutzes durch Schulungen sensibilisiert. Es gelten föderationsweite Richtlinien zur Prävention von Übergriffen, zum Meldewesen und zur Dokumentation von Auffälligkeiten. Bereits seit 2008 verfolgt die Föderation eine strenge Whistle-Blower-Politik, die Kindern, Mitarbeitenden und Dritten Meldungen erleichtert und Anonymität gewährleistet. Allen Meldungen wird nachgegangen und jeder Verdacht auf kriminelles Verhalten wird den zuständigen Behörden gemeldet. Die Vereine in der Föderation werden seit 2017 durch die internationale Kinderschutzorganisation Keeping Children Safe zertifiziert und haben Level 1 erreicht. Der deutsche SOS-Kinderdorfverein hat für alle Betreuten und Mitarbeitenden eine Interne Anlauf- und Monitoringstelle eingerichtet. Diese unterstützt, berät beim präventiven Kinderschutz, dokumentiert jeden Einzelfall und geht diesen nach.

Trotz dieser Sicherheitssysteme müssen wir mit großem Bedauern zur Kenntnis nehmen, dass es zu Fehlverhaltensweisen von Mitarbeitenden gekommen ist. Wir haben in allen Fällen mit den Behörden zusammengearbeitet und Konsequenzen gezogen. Auch wenn erlittenes Unrecht nicht ungeschehen gemacht werden kann, wurde allen Betreuten umfassende Hilfe, auch unter Beteiligung externer Fachkräfte, zur Verfügung gestellt.

Wir überprüfen und verbessern unsere Regeln und Verfahrensweisen kontinuierlich, um für größtmögliche Sicherheit und Transparenz zu sorgen, denn jeder Übergriff ist einer zuviel.

Weitere Informationen zum Thema Kinderschutz finden Sie auch beim deutschen SOS-Kinderdorfverein