Memmert GmbH – endlich eine echte Chance 

Eine Hand hält Schild mit "Ausbildung" in die Kamera / sk_design fotolia

Kein Schulabschluss, kein Arbeitsplatz, was nun? Für viele Jugendliche bedeutet dies den sozialen Abstieg, noch bevor sie ihren Platz in der Gesellschaft gefunden haben. Lehrstellen sind knapp, öffentliche Fördermittel ebenfalls. Um diesen Menschen eine Perspektive zu bieten, unterstützen die SOS-Ausbildungszentren durch individuelle Betreuung und Förderung.

SOS-Kinderdorf Kigali Bild vergrößern
Mit der Firma Memmert hat  SOS-Kinderdorf einen verlässlichen Partner für die Ausbildungsförderung gefunden. 2007 finanzierte Memmert zwei Auszubildenden das dritte Lehrjahr und schloss damit die Lücke der staatlichen Subventionen, um den Jugendlichen durch erhöhte Qualifikationen zu besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verhelfen. Heute sind Kevin und Dominik zwei positive Beispiele dafür, dass mit Hilfe zur Selbsthilfe junge Menschen trotz aller Probleme den Weg ins Berufsleben finden können. Nach der 8. Klasse war Kevin von der Schule abgegangen, durchlief verschiedene Schnupperpraktika, bis ihn schließlich die Arbeitsagentur ans SOS-Berufsausbildungszentrum vermittelte. „Ich war in der Schule nicht besonders brav, da wollten sie mich nicht mehr haben“, grinst er. Gleichzeitig ist er froh, dass er die Chance, die ihm durch die Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter gegeben wurde, genutzt hat. Dominik hatte seinen Hauptschulabschluss im zweiten Anlauf nachgeholt und durchlebte dann ein frustrierendes Jahr mit erfolglosen Bewerbungen. Durch die Unterstützung der Firma Memmert hat er die Möglichkeit, einen qualifizierten Abschluss als Maler- und Lackierergeselle zu machen.

Khamla erhält ein Zertifikat als beste Studentin in ihrer Stufe Bild vergrößern

In Laos sind die Bildungschancen sehr gering. Drei von zehn Einwohnern können weder lesen noch schreiben. Statt zur Schule zu gehen, müssen ca. 10 Prozent der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten, um das Überleben ihrer Familie zu sichern. Deshalb entschloss die Geschäftsführerin der Memmert GmbH & Co. KG, Frau Christiane Riefler-Karpa, mit der einen Hälfte der großartigen Weihnachtsspende im Jahr 2015 die SOS-Kinderdorfeinrichtungen in Laos zu finanzieren, die zweite Hälfte floss in den allgemeinen SOS-Spendentopf. Dadurch haben Jugendliche aus den Einrichtungen in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, die Möglichkeit, sicher und selbständig ihre Berufsausbildung abschließen zu können oder auch einen höheren Schulabschluss zu erwerben.

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Angelika Henneberg, Marketingleiterin bei Memmert, erklärt: „Wir sehen uns als Unternehmen in der gesellschaftlichen Verpflichtung, auch Spätzündern eine Chance zu geben. Wir werden reichlich belohnt. Es macht viel Freude, die Begeisterung der beiden für ihren Beruf zu erleben.“ Kevin und Dominik haben sich jedenfalls fest vorgenommen, mit einer guten Gesellenprüfung einen großen Schritt in Richtung positive Zukunft zu tun.

Die Firma Memmert engagiert sich bereits seit 15 Jahren für SOS-Kinderdorf. Neben der weiteren Unterstützung des SOS-Berufsausbildungszentrums Nürnberg engagierte sich Memmert 2009 für das SOS-Kinderdorf Kigali in Ruanda mit einer Spende und einem dringend benötigten Heißluftsterilisator.