Neue Hoffnung für Kinder mitten im Krieg

Der Wunsch dieses Jungen geht in Erfüllung: Das neue SOS-Kinderdorf Damaskus wird bald fertig!

Der Wunsch dieses Jungen geht in Erfüllung: Das neue SOS-Kinderdorf Damaskus wird bald fertig!

Die erste Umbauphase hat begonnen

"Wir sehen so viele Kinder, die unserer Hilfe bedürfen, aber wir haben nicht genug Plätze für sie.” Rahmo Rani, Geschäftsführer SOS-Kinderdorf Syrien.

SOS-Kinderdorf baut seine Hilfe innerhalb Syriens massiv aus: In der Nähe von Damaskus wird derzeit eine ehemals private Ferienanlage umgebaut, in der rund 150 Kinder ein neues Zuhause finden werden. Die Umgebung gilt als sicher, bislang kam es dort zu keinen Kampfhandlungen.

Die anderen Kinderdörfer platzen aus allen Nähten

Gebäude der ehemaligen Ferienanlage Bild vergrößern

Diese ehemalige Ferienanlage wird nun zum Kinderdorf umgebaut

Das neue SOS-Kinderdorf Damaskus wird Platz für über 80 Kinder bieten und das derzeit komplett überfüllte SOS-Kinderdorf Quodsaya entlasten. Dort leben aktuell 130 Kinder, inklusive der Kinder, die aus dem SOS-Kinderdorf Aleppo fliehen mussten.  „Unser Kinderdorf platzt aus allen Nähten“, berichtet Rahmo Rani, Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf Syrien. „Zusätzlich sehen so viele Kinder, die dringend unserer Hilfe bedürfen."

Wichtige Therapieangebote im Erdgeschoß

In einem ersten Bauabschnitt wird derzeit der erste und zweite Stock der Ferienanlage umgebaut. Aus den verschieden groß gestalteten Ferienappartements entstehen durch Versetzen von Wänden und Türen jeweils neue Familienwohnungen. Hinzu kommen Appartements für den Kinderdorfleiter und  die pädagogischen Mitarbeiter sowie jeweils ein zentraler Haushaltsraum pro Stockwerk. Auch die bestehenden elektrischen und sanitären Systeme müssen modifiziert werden.
Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss werden zu Therapieräumen für wichtige Physiotherapie-  und Traumatherapie-Behandlungen umgebaut, zudem entstehen Lernbereiche und ein Kindergarten.

Bis Ende 2017 sollen 80 Kinder in zehn SOS-Familien ein neues Zuhause finden

  • 23 Kinder ziehen mit ihren SOS-Kinderdorf-Müttern aus dem SOS-Kinderdorf Qodsaya um, so dass das Dorf nicht mehr ganz so überfüllt ist.
  • 35 hilfsbedürftige Kinder können neu aufgenommen werden
  • 22 Vollwaisen aus den SOS-Übergangsheimen in Damaskus, die in keine erweiterte Familie rückgeführt werden können, werden im SOS-Kinderdorf Saboura eine neue Heimat finden.

SOS-Kinderdorf ist in der Umgebung des neuen Kinderdorfs bereits gut vernetzt und betreibt zwei Übergangszentren. In direkter Umgebung gibt es drei Schulen und zwei Kindergärten 12 SOS-Familienhelferinnen aus dem SOS-Kinderdorf Quodsaya werden als SOS-Kinderdorfmütter im neuen SOS-Kinderdorf arbeiten. „Einige von ihnen sind bereits seit vielen Jahren als SOS-Familienhelferinnen tätig“, erklärt Frau Yazaji. Während dieser Jahre wurden sie umfassend geschult und eigneten sich durch die Mitarbeit in den verschiedenen SOS-Familienhäusern das Wissen für die Arbeit als SOS-Kinderdorfmutter an.

Ausblick auf die zweite Bauphase

In einem zweiten Bauabschnitt soll auf einen Teil des Gebäudes ein dritter Stock gesetzt werden, sowie im hinteren Bereich des Grundstücks ein zusätzliches Gebäude neu entstehen, so dass insgesamt 150 Kinder dort ein neues Zuhause finden.

Hintergrundinfokasten

Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf verteilen sauberes Trinkwasser Bild vergrößern

Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf verteilen sauberes Trinkwasser

Die Lage der Kinder in Syrien nach fast sechs Jahren Bürgerkrieg ist katastrophal: Hundertausende sind auf der Flucht, Zehntausende haben ihre Eltern verloren und sind der Gewalt schutzlos ausgeliefert. Es war eine sehr glückliche Fügung, dass dieses Objekt gefunden wurde. Für uns ist es ein Zeichen der Hoffnung und ein Signal für die Menschen in Syrien, dass wir der Gewalt nicht weichen. Jetzt kann aus der reinen Nothilfe im Land endlich verlässliche, langfristige Hilfe werden."

In Syrien gibt es bisher die zwei SOS-Kinderdörfer Aleppo und Quodsaya. Wegen schwerer Kämpfe musste allerdings das SOS-Kinderdorf in Aleppo 2012 evakuiert werden. Die Mädchen und Jungen wurden damals nach Quodsaya/Damaskus gebracht, wo die SOS-Familien im Kinderdorf zusammenrückten. Doch auch hier sind die Auswirkungen des Krieges deutlich zu spüren: als 2012 und 2016 Gefechte in der Nähe aufflammten, mussten die Kinder und Mitarbeiter in Sicherheit gebracht werden. In dem neuen Kinderdorf in Damaskus werden die Kinderdorfkinder nun ein neues Zuhause finden. Hierhin können Kinder und Mitarbeiter auch ausweichen, wenn sich die Sicherheitslage rund um das bestehende Dorf in Quodsaya erneut verschärft.

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