Die Kinder im Gazastreifen brauchen unsere Hilfe

Die Kinder im Gazastreifen sind durch den jahrelangen Krieg traumatisiert. SOS-Kinderdorf hilft!

Im Sommer 2014 wurden die Menschen im Gazastreifen erneut durch heftigen militärischen Konflikt mit Israel erschüttert. Auch die Kinder und Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfes Rafah im Gazastreifen blieben davon nicht verschont. Unzählige Menschen starben oder wurden schwer verletzt, über eine halbe Million verlor ihr Zuhause. Auch wenn zwischenzeitlich wieder Ruhe eingekehrt ist, sind die Konsequenzen nach wie vor überall zu spüren.

Sommer 2014

Die Kinder im Gaza-Streifen sind verängstigt und traumatisiert Bild vergrößern

"Warum werden so viele Menschen getötet?": Die Kinder im Gaza-Streifen sind verängstigt und traumatisiert

Während im Gazastreifen schwere Kämpfe toben, wird die Lage der Menschen immer verzweifelter. Nahezu unablässig fallen Bomben, unter den Opfern sind weiter viele Kinder und Zivilisten. Überall werden die Nahrungsmittel knapp, sauberes Wasser ist Luxus, die Stromzufuhr ist weitgehend ausgefallen.

„Es ist alles wie ein Albtraum, es gibt keine Worte, um dieses Leid und den Schmerz zu erklären“, teilte eine SOS-Mutter des SOS-Kinderdorfes in Rafah dem Verein SOS-Kinderdörfer weltweit mit Sitz in München mit. „Meine Kinder, 4 und 7 Jahre alt, fragen mich, warum so viele Menschen getötet, warum so viele Häuser zerstört werden. Und ich finde keine Antworten.“

„Bombeneinschläge lassen die Wände wackeln“

Samy Ajjour, Leiter des SOS-Kinderdorfes Rafah, über die damalige Lage: „ Das Leben im SOS-Kinderdorf war sehr schwierig. Die Kinder konnten nicht mehr draußen spielen. Durch die Bombeneinschläge in der Umgebung wackelten ständig die Wände. Die Fenster mussten Tag und Nacht offen bleiben, damit sie nicht unter den Druckwellen zersplitterten. Niemand konnte schlafen.“ Das Büro im Kinderdorf musste geschlossen werden. Die SOS-Mitarbeiter konnten wegen der Gefahr auf den Straßen nicht zur Arbeit kommen. „Wir alle hatten Angst um unsere Kinder und unsere Familien“, sagte Ajjour. „Auch die Kinder hatten Angst. Sie hörten Bomben einschlagen und fragten, was passiert. Wir sagten ihnen die Wahrheit über den Konflikt mit Israel, aber auch, dass das SOS-Kinderdorf der sicherste Ort ist und sie sich nicht zu sorgen brauchten.“

Traumatisierte Kinder brauchen psychologischen Beistand

Die Kinder in SOS-Kinderdorf Rafah und seiner Nachbarschaft brauchen nach wie vor dringend psychologische Betreuung. Während des Konfliktes war dies aber kaum möglich, da es laut Ajjour im Gazastreifen lebensgefährlich war, sich auf der Straße zu bewegen: Die Psychologen des Kinderdorfes konnten daher nicht zur Arbeit kommen. „Manche Mitarbeiter, die außerhalb des Dorfes wohnten, mussten ihre Häuser verlassen und zu Verwandten ziehen, wo es sicherer war. Oft fehlte es auch dort an Strom oder Lebensmitteln. Die Schwester eines unserer Kollegen und ihre acht Kinder wurden getötet.“

SOS fordert Kinderschutzzonen

Die Angst war jedoch nicht auf den Gazastreifen begrenzt: Das israelische SOS-Kinderdorf Neradim bei Arad liegt in Reichweite der palästinensischen Raketen, so dass auch dort Angst und Unsicherheit vorherrschten. Zwei Raketen trafen ein nahes Beduinen-Lager und forderten dort mehrere Opfer. Angesichts der Entwicklungen richteten die SOS-Kinderdörfer weltweit einmal mehr einen Friedensappell an die Konfliktparteien und fordern darüber hinaus, SOS-Kinderdörfer als weiträumige Kinderschutzzonen anzuerkennen – und generell Schutzzonen für die vom Krieg schwer traumatisierten Kinder zu schaffen, wo sie zur Ruhe kommen können und psychologische Betreuung erhalten.

Helfen Sie den Kindern in Not!

SOS-Kinderdorf hilft im Gazastreifen - Bitte helfen Sie mit!

Setzen Sie sich für Frieden und Menschlichkeit ein! Geben Sie Kindern im Gazastreifen ihr Recht auf ihre Familie und ihre Kindheit!Sie können die Arbeit unserer SOS-Nothilfeteams direkt unterstützen, indem Sie für unsere Nothilfeprogramme spenden – damit wir auch in Zukunft schnell und unbürokratisch helfen können.

Jetzt spenden

„Bitte nehmen Sie meine Kinder auf! Ich kann sie nicht mehr versorgen!“: Verzweifelte Eltern wandten sich mit dieser Bitte an das SOS-Kinderdorf Rafah im Gazastreifen:

Viele der Familien im Gazastreifen konnten und können ihre Kinder nicht ausreichend ernähren. Terroranschläge und Raketenangriffe traumatisierten die Familien. Am meisten leiden die Kinder. Durch die Kämpfe wurden Schulen zerstört, die verbleibenden Klassen sind überfüllt.

So hilft SOS-Kinderdorf im Gazastreifen

SOS-Kinderdorf stärkt Familien, die durch Krieg und Armut zu zerbrechen drohen – damit Kinder nicht ohne ihre Eltern aufwachsen müssen.
308 Not leidende Familien erhalten dank unserer SOS-Familienstärkungsprogramme weiterhin Nahrung und medizinische Versorgung. SOS-Kinderdorf schult Eltern und erarbeitet mit ihnen Einkommensmöglichkeiten, damit sie ihre Kinder aus eigener Kraft versorgen können. Unsere SOS-Schule und unser Kindergarten stehen den Kindern aus Rafah offen. SOS-Kinderdorf ermöglicht Kindern im Gazastreifen, die Schule zu besuchen, eine Ausbildung zu machen und eröffnet ihnen Berufschancen. Über 100 Kinder und Jugendliche, die niemanden mehr haben, erhalten im SOS-Kinderdorf Rafah eine liebevolle Familie und psychologische Hilfe. Mitten im Krisengebiet finden sie einen geschützten Raum, wo sie friedlich zusammenleben und Kind sein können.
SOS-Kinderdorf wahrt strikte Neutralität und unterstützt Kinder und Jugendliche in Palästina und Israel. „Alle Konfliktparteien haben zugesichert, die Grenzen unseres Dorfes zu respektieren“, erklärt SOS-Mitarbeiter Sami Ajjour. „Wir erlauben keiner Seite, unsere Kinder zu beeinflussen! Alle Kinder dieser Welt sind unsere Kinder. Sie sehnen sich nach Freiheit und Frieden!“