„Übertragung von Immobilien - SOS-Kinderdorf als Vermieter“

Was passiert, wenn SOS-Kinderdorf Immobilien erbt?

Eine wichtige Verantwortung: wie SOS-Kinderdorf mit vererbten Immobilien umgeht

Auch mit einem Nachlass oder einer Schenkung kann man die Arbeit von SOS-Kinderdorf unterstützen – ob mit finanziellen Beträgen oder mit Sachwerten, wie zum Beispiel Immobilien. Dabei ist es uns ein sehr großes Anliegen, Ihre Wünsche mit Umsicht und Sorgfalt zu erfüllen. 

In der Vergangenheit haben großzügige Unterstützer unserer Arbeit SOS-Kinderdorf Immobilien vererbt oder geschenkt. Diese werden direkt oder indirekt für unsere pädagogische Arbeit genutzt, indem wir sie entweder für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe verwenden oder ihre Erträge zur Finanzierung unserer Arbeit einsetzen. Der SOS-Kinderdorfverein kauft selbst keine Immobilien zur wirtschaftlichen Verwertung an.  Nur die Großzügigkeit von Gebern und Erblassern eröffnet uns überhaupt die Möglichkeit, Immobilien zur Mittelgenerierung für unseren satzungsgemäßen Vereinszweck zu nutzen.

Unsere Verantwortung

Im Umgang mit den geerbten oder geschenkten Gebäuden steht SOS-Kinderdorf in einer mehrfachen Verantwortung: gegenüber dem Erblasser bzw. Schenker und seinen Wünschen, gegenüber den Verpflichtungen aus unserer Satzung und auch gegenüber unseren Mietern. Dabei muss die Nutzung einer Immobilie immer dem Vereinszweck entsprechen: Das bedeutet, dass die Erträge der Immobilien für die Finanzierung des satzungsgemäßen Vereinszwecks, die Kinder- und Jugendhilfe, genutzt werden müssen. Dieses satzungsgemäße Verhalten wird jährlich durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, das Deutsche Sozialinstitut für soziale Fragen (DZI) sowie die Mitgliederversammlung des SOS-Kinderdorf e.V. überprüft.

Grundsätze im Umgang mit übertragenen Immobilien

Im Umgang mit übertragenen Immobilien und der damit einhergehenden Verantwortung gegenüber den Gebern, den von uns betreuten Kindern und Jugendlichen sowie unseren Mietern leiten den SOS-Kinderdorfverein seine als sozialer Akteur maßgeblichen Werte und Grundsätze. Um die Immobilien unabhängig zu bewerten, wird in der Regel ein Sachverständigengutachten eingeholt. Wir sorgen für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und einen guten baulichen Zustand der Gebäude, die wir langfristig im Bestand halten möchten. Wenn SOS-Kinderdorf eine Immobilie durch Schenkung oder Erbfall erhält, informieren wir unsere Mieter so schnell wie möglich über den Eigentümerwechsel. Bestehende Mietverhältnisse werden respektiert. Notwendige Sanierungsmaßnahmen besprechen wir mit unseren Mietern und treffen mit ihnen einvernehmliche Vereinbarungen für die Dauer der Bauzeit. Vereinbarungen mit unseren Mietern werden schriftlich getroffen und verlässlich eingehalten.

Insbesondere die Prinzipien Transparenz, Respekt, Diskretion, Sorgfalt und Verlässlichkeit, Qualität sowie Nachhaltigkeit sind für uns maßgeblich.

 

Oft gestellte Fragen

Kann ich Ihnen ein Haus oder eine Wohnung vererben oder zu Lebzeiten schenken?

Wenn Sie sich entscheiden, uns Ihre Immobilie zu überlassen, so wird in den Gremien des SOS-Kinderdorf e.V. entschieden, ob sie sich für die Nutzung durch eine SOS-Kinderdorf-Einrichtung eignet oder ob sie veräußert werden soll, um durch den Erlös die satzungsgemäße Arbeit von SOS-Kinderdorf mitzufinanzieren. In einigen wenigen Fällen entschließt sich der Verein dazu, vererbte Gebäude im Vereinsvermögen zu belassen und in sie zu investieren. In diesem Fall möchten wir die Objekte langfristig erhalten und so bewirtschaften, dass ihre Erträge die satzungsgemäßen Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe mitfinanzieren.

Wie geht SOS-Kinderdorf e.V. mit ererbten Häusern oder Wohnungen um?

Geerbte oder geschenkte Immobilien, die für  die Kinder- und Jugendhilfe genutzt werden können, verbleiben im Eigentum des Vereins. Hierbei ist zu beachten, dass nicht jedes Gebäude für die Zwecke der Kinder- und Jugendhilfe geeignet ist, da der Gesetzgeber strenge Anforderungen an Gebäude stellt, die hierfür genutzt werden sollen. Immobilien, für die es keine besonderen Auflagen des Erblassers gibt oder die nicht durch SOS-Einrichtungen genutzt werden können, werden in der Regel verkauft, um durch den Erlös die satzungsgemäße Arbeit von SOS-Kinderdorf e.V. mitzufinanzieren. Immobilien, die der Erblasser mit besonderen Auflagen versehen hat oder deren Verkauf aus anderen Gründen nicht sinnvoll ist, werden in das Anlagevermögen des Vereins übernommen. Dies ist bei geschätzt weniger als fünf Prozent der geerbten oder geschenkten Häuser der Fall.  Die Erträge der Vermietung dieser Immobilien werden für die Arbeit des Vereins verwendet. Denn die Nutzung einer Immobilie muss immer der Vereinssatzung entsprechen und damit der Kinder- und Jugendhilfe zu Gute kommen. In der Satzung des SOS-Kinderdorf e.V. ist geregelt, dass dieser Spenden für „die Förderung, Verbreitung und praktische Verwirklichung des Kinderdorfgedankens durch ein Sozialwerk, das der Betreuung von schutzbedürftigen Kindern und Jugendlichen in familienähnlicher Gemeinschaft dient“, einzusetzen hat.
Wird die Immobilie vermietet, achtet der SOS-Kinderdorfverein auf einen guten baulichen Zustand des Gebäudes und darauf, dass die Mietpreise nicht über dem ortsüblichen Preis liegen. Dabei werden bestehende Mietverhältnisse respektiert. Um dem Vereinszweck gerecht zu werden, werden bei einem Mieterwechsel ortsübliche Mieten angestrebt. Wohnungen werden dabei bevorzugt an Familien mit Kindern vermietet.

 

Wir beraten Sie gerne

Das Nachlass-Team von SOS-Kinderdorf hilft gerne weiter

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