Im Jugendhaus lernen junge Menschen, ein selbständiges Leben zu führen

Die vier Schwestern aus Bankok im Erwachsenenalter

Im SOS-Jugendhaus lernen Jugendliche ein selbständiges Leben zu führen.

Die dem SOS-Kinderdorf entwachsenen Jugendlichen finden in einem angeschlossenen SOS-Jugendhaus einen Platz. Diese dienen dazu, die Jugendlichen auf ein selbstständiges Leben außerhalb des Kinderdorfes vorzubereiten.

Etwa ab dem 14. Lebensjahr wechseln die älteren Kinder aus ihrem Kinderdorf in die Jugendhäuser. Dort müssen sie sich um viele Alltagsdinge alleine kümmern, werden aber weiterhin von SOS-Mitarbeitern betreut. Diese helfen ihnen dabei, sich auf ein selbstständiges Leben außerhalb des SOS-Kinderdorfes vorzubereiten.

Normalerweise bleiben die jungen Menschen etwa vier Jahre im SOS-Jugendhaus. Jugendliche, die noch in Ausbildung stehen oder auf Arbeitssuche sind, können aber auch länger bleiben.

Alles wird anders! Jugendliche erzählen von ihrem Umzug ins SOS-Jugendhaus

Patrick, 18 Jahre: "Ich war glücklich, ein unabhängiges Leben zu beginnen."

"Es war wie der Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein, wo man die Dinge selbst in die Hand nimmt. Solange man ein kleines Kind ist, füttert einen die Mutter; dann ist man groß genug, um selbst zu essen, und merkt, wie schwierig das ist. Ich war glücklich, ein unabhängiges Leben zu beginnen! Wenn man hier fernsieht, muss man nicht zu einer bestimmten Uhrzeit abdrehen. Wenn man morgens verschläft, weckt einen niemand – außer an Schultagen, natürlich! Im Kinderdorf mussten wir um Erlaubnis fragen, wenn wir beispielsweise einen Freund besuchen wollten. Aber hier können wir ausgehen, wann immer wir Lust dazu haben. Wenn wir über das Wochenende wegfahren, müssen wir aber schon die Zustimmung des Jugendbetreuers einholen."

Patrick, 18 Jahre, SOS-Kinderdorf Bakoteh, Gambia

Bakary, 15 Jahre: "Das Beste an der Jugendeinrichtung ist, dass wir dort wie Brüder sind."

"Das Beste an der Jugendeinrichtung ist, dass wir dort wie Brüder sind. Wir treffen uns, tauschen unsere Gedanken aus und haben einfach immer Spaß. Schön ist es auch an den Sonntagen, wenn wir gemeinsam kochen. Und wenn wir frei haben, spielen wir Fußball. Manchmal organisieren wir ein Match und spielen gegen andere. Meine SOS-Kinderdorfmutter vermisse ich natürlich. Als ich noch im SOS-Kinderdorf lebte, half sie mir immer bei den Hausaufgaben, sie lehrte mich zu kochen, meine Wäsche zu waschen, zu putzen, am Markt einzukaufen und sogar zu bügeln. Wohin ich auch gehe, ich werde sie nie vergessen und ich werde ihr immer dankbar sein für das, was sie für mich getan hat. Ich besuche noch häufig meine jüngeren Geschwister und meine älteren Schwestern. Meist spielen und plaudern wir und erinnern uns dabei an die schöne Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben."

Bakary, 15 Jahre, SOS-Kinderdorf Bakoteh, Gambia

Kweku, 18 Jahre: "Für mich bedeutete der Wechsel auch Veränderung im persönlichen Umgang mit mir. "

"Ich war sehr aufgeregt. Für mich bedeutete der Wechsel in die Jugendeinrichtung auch Veränderung im persönlichen Umgang mit mir. Ich freute mich darauf, Selbstständigkeit zu erlangen und auf den Tag hinzuarbeiten, an dem ich die SOS-Jugendeinrichtung verlassen würde; aber genauso auch auf mein eigenes Geld, die Möglichkeit, kaufen zu können, was mir gefällt. An meinem ersten Tag in der Jugendeinrichtung fühlte ich mich frei und glücklich. Ich wusste, kindliches Verhalten war jetzt nicht mehr gefragt - unter all den großen Burschen in der Jugendeinrichtung musste ich mich schon erwachsen geben."


Kewku, 18 Jahre, SOS-Kinderdorf Bakoteh, Gambia

SOS-Jugendhäuser weltweit

Grafik SOS-Jugendeinrichtungen weltweit


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