Das SOS-Mehrgenerationenhaus bringt Generationen zusammen

Durch die sich rasch veränderten Familienstrukturen in unserer Gesellschaft werden die Begegnungen zwischen den Generationen immer seltener. Dadurch gehen viel Erziehungswissen und Alltagskompetenz verloren, auch Unterstützungsmöglichkeiten der älteren für die mittlere und jüngere Generation bleiben oft ungenutzt.

Dass das Miteinander der Generationen dennoch gelingen kann, zeigen die Mehrgenerationenhäuser von SOS-Kinderdorf. Sie sind zentrale Anlaufstellen für die Menschen in ihrer Nachbarschaft. Hier sind Alt und Jung willkommen. Menschen verschiedener Generationen  verbringen gemeinsam Zeit, sprechen miteinander und helfen sich gegenseitig bei den kleinen und etwas größeren Alltagssorgen.

So kommen die Generationen bei uns in Kontakt:

Aus Begegnungen werden Wahlverwandtschaften

Wie z.B. bei der kleinen Emily im Mehrgenerationhaus Salzgitter. Sie verbringt hier mit den anderen Kindern und ihrer Urgroßmutter den Tag. Die Uroma ist demenziell erkrankt und wird in der Altentagespflege betreut. Der Weg über den Flur ist kurz, nicht nur für Emily und ihre Uroma, sondern auch für die anderen Kinder und die alten Menschen ist die Tür zum anderen Bereich offen. Im Mutterzentrum gehen Alt und Jung ganz selbstverständlich aufeinander zu und miteinander um.

Aber auch die gemeinsamen Mahlzeiten in der Caféstube, die jeden Tag frisch gekocht angeboten werden, führen zu unkomplizierten Begegnungen zwischen den Generationen.

Die gemeinsame Planung und Gestaltung von Festlichkeiten, die Gartenpflege, wie auch das Internet-Café bieten hervorragende Möglichkeiten, in der Begegnung voneinander zu lernen.

Unsere freiwilligen Gastgeber und das SOS-Fachpersonal fungieren gemeinsam als Vermittler. Sie fördern in jedem Mehrgenerationenhaus, dass Kontakte entstehen und begleiten neue Begegnungen. Und natürlich springen sie auch ein, wenn es irgendwo einmal hakt.

Schon gewusst? Wir sind bundesweit Vorbild!

Der SOS-Kinderdorf e.V. engagiert sich bereits seit Jahren für ein gelungenes Miteinander der Generationen

Unser generationsübergreifendes Konzept wurde zum Vorbild für die Idee der Mehrgenerationenhäuser, zunächst in Niedersachsen, dann auf Bundesebene. So eröffnete die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen im Jahre 2006 das SOS-Mütterzentrum in Salzgitter als erstes Mehrgenerationenhaus im Aktionsprogramm "Mehrgenerationenhäuser" der Bundesrepublik. Wenig später wurden auch SOS-Gemeinschaften in Berlin, Cottbus, Merzig, München, Nürnberg  und Zwickau als Mehrgenerationenhäuser ausgezeichnet.

Die Webpräsenzen der SOS-Mehrgenerationenhäuser finden Sie unter "Alle Einrichtungen im Überblick" direkt unter der Deutschlandkarte.

Das sagt unsere prominente SOS-Patin:
2. Die Schauspielerin Mariella Ahrens lernte das SOS-Kinderdorf Berlin-Moabit als Patin zum ersten Mal im Jahr 2008 kennen, als Bild vergrößern

Mariella Ahrens, Schauspielerin und SOS-Patin für das MGH Berlin-Moabit:

Es macht mich sehr stolz, die Patenschaft für dieses fantastische Projekt zu übernehmen. Es bietet Jung und Alt den perfekten Raum, um sich auszutauschen, sich gegenseitig zu helfen und voneinander zu lernen. Gerade für die älteren Menschen ergibt sich mit dem Mehrgenerationenhaus die Möglichkeit, der oft entstehenden Einsamkeit zu entkommen.

In Deutschland gibt es acht SOS-Mehrgenerationenhäuser

Das Mehrgenerationenhaus von SOS-Kinderdorf

war Pilot und Vorbild für 500 ähnliche Projekte in Deutschland.

Deutschlandkarte

Alle Einrichtungen im Überblick

Unsere vier Mütterzentren haben eigene Webpräsenzen. Hier finden Sie Kontaktadressen und Ansprechpartner sowie detaillierte Informationen zu den Angeboten der jeweiligen Einrichtung:

Zusammen ist man weniger allein!

Ziel der Mehrgenerationenhäuser ist es, alle vier Lebensalter unter einem Dach zu vereinen, die gegenseitige Hilfe in der Gesellschaft zu verbessern. So möchten sie ein Netzwerk im Sinne einer Großfamilie zu schaffen, von dem jeder profitiert. Sabine Genther, Leiterin des SOS-Mütterzentrums in Salzgitter, ist überzeugt von der Idee der Mehrgenerationenhäuser:

Wir bieten an, was die Menschen wirklich brauchen und schaffen ein Umfeld, in dem sich unsere Gäste wohl fühlen. Die Fähigkeiten der Generationen und das freiwillige Engagement der Menschen brauchen oft nur einen Ort, an dem sie sich entfalten können.

Die zahlreichen Angebote der SOS-Mehrgenerationenhäuser bieten Raum für Gespräche und genügend Platz, eigenen Ideen zu verwirklichen. Freiwillige und professionelle Kräfte arbeiten eng zusammen. Wer möchte, kann einfach nur vorbei kommen und plaudern. Andere packen aktiv mit an. So wie Kristin, die während ihres Erziehungsurlaubes die Tagesgäste in der Altenpflege einen SOS-Mehrgenerationenhauses betreute. Die ausgebildete Krankenschwester half stundenweise im Altenpflegeservice aus, während ihr Sohn Timo die kostenlose Kinderbetreuung besuchte.

Ein Erfolgsprojekt, das auch Hilfe benötigt

Immer mehr Menschen nutzen das Angebot der SOS-Mehrgenerationenhäuser in ihrer Stadt. Deshalb möchte SOS-Kinderdorf die Dienstleistungen für die verschiedenen Altersgruppen weiter ausbauen. Dazu gehören z.B. alle familienunterstützenden Dienstleistungen, Beratungsangebote für Pflegebedürftige, Demenzkranke und ihre Angehörigen sowie mehr Bildungs- und Integrationsangebote. Für diese ehrgeizigen Ziele benötigen wir Ihre Unterstützung!

Werden Sie Pate für eine SOS-Gemeinschaft – zum Beispiel für ein Mehrgenerationenhaus

Kinderhand in Erwachsenenhand

In den Mehrgenerationenhäusern kommen Alt und Jung zusammen. Jeder kann sich aufgehoben fühlen, wie in einer Familie. Unterstützen Sie das Gefühl von Gemeinschaft.

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