Ein Testament für die SOS-Dorfgemeinschaft

Hände aufeinander

Hilfe, die man spüren kann

Franz Billig wurde im Zweiten Weltkrieg schwer verwundet. Er ist fast blind und taub. Damit er selbständig leben konnte, reichten ihm immer helfende Menschen die Hand. Dafür ist Franz Billig so dankbar, dass er beschließt, selbst helfen zu wollen: Jahrelang unterstützt er die SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen, eine SOS-Kinderdorf-Einrichtung, in der Menschen mit Behinderung gemeinsam leben und arbeiten. Sein letzter Wille ist schließlich ein Neuanfang für viele Dorfbewohner: Mit seinem Testament sichert er den Unterhalt für viele Dorfbewohner!

Der Geruch eines Kalbes lässt riechen, was neues Leben ist. Der Geschmack von frischem Honig lässt schmecken, was das Ergebnis behutsamer Arbeit ist. Die Steine einer Hauswand lassen fühlen, was Zuhause ist. Riechen, Schmecken, Fühlen - die Sinne, die einem Menschen bleiben, dem Sehen und Hören fehlen. Und der dennoch mit all seinen Sinnen Gutes tun möchte.

Sein Ziel: armen Kindern helfen

SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen Bild vergrößern

Der gute Mensch der SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen heißt Franz Billig. Interessiert erlebte er von Anfang an mit, wie SOS-Kinderdorf in Deutschland hilft. Und er wollte Teil dieser Gemeinschaft sein. "Um den armen Kindern zu helfen", sparte er selbst sein Leben lang. Sein Ziel: Ein Haus für die SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen bauen. Ein Zuhause schaffen für die geistig behinderten Menschen und ihre Hauseltern, die dort nicht nur leben, sondern in den zahlreichen Werkstätten auch eine Arbeit finden, die Ihnen Freude macht und ihnen Selbstbewusstsein schenkt.

Ein Testament ermöglicht den Bau eines kompletten Hauses

Die Tafel am Eingang von der SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen Bild vergrößern

Franz Billig weiß, wie gut sich eine helfende Hand anfühlt. "Seinem Haus" hinterläßt er in seinem Testament eine letzte große Spende, die den Unterhalt auf Jahre hin absichert. Damit hört für ihn die Hilfe nicht mit dem eigenem Leben auf. An der Hand eines Freundes reist Herr Billig mit 85 Jahren nach Grimmen. Er nimmt mit all seinen Sinnen das Leben dort auf. Den Wollfaden, den er in der Weberei der SOS-Dorfgemeinschaft bekommt, hält er behutsam in seiner Hand. Er kostet alle Aromen des Käses, den man ihm reicht und den die Dorfbewohner in der eigenen Käserei hergestellt haben. Er atmet tief den Geruch des frischen Heus rund um die Häuser ein. Und fühlt, wie jemand seine Hand nimmt. "Herr Billig, hier ist noch etwas für Sie." Seine Hand wird an die Hauswand geführt, er ertastet kühles Metall, die Aneinanderreihung von Punkten, die ihn lesen lassen: "Wir danken dem Kriegsblinden Franz Billig für seine großzügige Spende, die uns die Erbauung dieses Hauses ermöglichte". Dankbarkeit, deutlicher als jedes gesprochene Wort, Dankbarkeit, die für immer bleibt.

Vertrauen lernen und Chancen erhalten – dank Ihnen und SOS-Kinderdorf

Dank Ihrer Hilfe können wir Kindern und Jugendlichen in Deutschland vielfach helfen, zum Beispiel Sinan aus Eisenberg.

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Braune Locken, die graublauen Augen blitzen aus dem Gesicht – der 23-jährige Sinan hat  jede Menge Charme – und Energie: Er studiert Soziale Arbeit und feiert nebenbei Erfolge im Leistungssport. Ein traumhafter Lebenslauf, der jedoch mit einem schweren Start begann.

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