Eine Reise nach Mexiko

SOS-Kinderdorf Mexiko

Beim Rundgang durchs Dorf. Ganz links: Natalia, davor ihre kleine leibliche Schwester, daneben die Kinderdorfmutter Delia

Mit Hermann Gmeiner und seiner SOS-Kinderdorf-Idee war Waltraud Oster seit ihrer Jugend vertraut. Bereits ihre Mutter war von dieser Idee begeistert und hat dieses Engagement an Waltraud weitergegeben. „Als Jugendliche konnte ich mir sogar vorstellen, selbst eines Tages SOS-Kinderdorfmutter zu werden.“ erzählt sie uns. Doch ihr Lebensweg verlief anders. Nach ihrem Studium heiratete sie und bekam zwei Kinder. Als SOS-Patin hat der Einsatz für SOS-Kinderdorf sie auf diesem Weg immer begleitet. Und auch ihre Familie half mit. „Manchmal steuerten meine Kinder einen Teil ihres Taschengeldes bei.“, erinnert sie sich.

Ihre Kinder sind längst erwachsen, aber die Unterstützung von SOS-Kinderdorf liegt Waltraud Oster seit mehr als 40 Jahren am Herzen. Jetzt hat sie die Patenschaft für ein Mädchen in einem SOS-Kinderdorf in Mexiko übernommen. Das passt gut, denn ihr Schwiegersohn ist Mexikaner. Er und Waltrauds Tochter leben und arbeiten derzeit in diesem Land. Da lag es nahe, den Besuch der Kinder mit einem Besuch ihres Patenkindes Natalia zu verbinden.

„Ein besonderes Erlebnis für uns alle.“

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Besuch im Kinderdorf Mexiko.

Das SOS-Kinderdorf befindet sich am Stadtrand einer Kleinstadt südöstlich von Mexiko Stadt. Über die SOS-Zentrale hatten sie ihren Besuch angemeldet. Wie in Mexiko üblich, ist das Kinderdorf als geschlossene Wohnanlage gebaut. Auf einem großen Grundstück liegen die 12 als Bungalows gebauten Familienhäuser. Es gibt einen großen Gemeinschaftsbereich mit vielen Spiel- und Freizeitflächen und damit die SOS-Kinder auch Kontakt zu anderen Kindern aus der Umgebung bekommen, besuchen sie die öffentlichen Schulen der Stadt. „Es ist eine einfache Anlage, freundlich gestaltet und sehr sauber. Wir haben uns dort gleich sehr wohl gefühlt.“, sagt unsere SOS-Patin.

„Mit ihrer Mutter Delia und ihren vier Geschwistern erwartete uns Natalia vor ihrem Haus. Wir wurden sehr herzlich begrüßt. Sie schaute zunächst etwas skeptisch, doch als wir unsere mitgebrachten Geschenke verteilten, war der Bann schnell gebrochen.“ , brichtete Waltraud Oster. Zuerst etwas verunsichert, genoss das Mädchen, im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen und zeigte dem Besuch aus Deutschland ihr Familienhaus und die SOS-Kinderdorfanlage. Verständigungsprobleme hatten sie keine, denn Familie Oster spricht Spanisch und konnte so viel über Natalias Leben erfahren: “Ihre SOS-Mutter erzählte uns von ihrem Alltag, von den schönen Erlebnissen aber auch von den Problemen der Kinder.“

Wie im Flug verging die Zeit und schnell waren die zwei Stunden Besuchszeit um. Am Ende ihres Besuchs ist Waltraud Oster überzeugt: "Wir waren beeindruckt, welche großartige Leistung ganz im Stillen und Leisen hier vollbracht wird, um Kindern ein Zuhause und eine Zukunft zu schenken.

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Natalia mit ihrer Schwester und Kinderdorf Mutter Senora Delia.

Ich war sicher, mit meiner SOS-Patenschaft Gutes zu tun. Jetzt konnte ich mich mit eigenen Augen davon überzeugen. Es wird mir daher auch in Zukunft eine Herzensangelegenheit sein, meine Freunde und Bekannten von der SOS-Kinderdorf-Idee zu begeistern.“

Unser gemeinsames Ziel

Kinder in den ärmsten Regionen der Weltdürfen in eine lebenswerte Zukunft starten

Wir helfen Hunderttausenden von Kindern durch Betreuungs-, Bildungs- und Gesundheitsprogramme:

Betreuung: 
Millionen Kinder auf der ganzen Welt leben aus verschiedenen Gründen ohne die liebevolle Fürsorge einer Familie. Ursachen sind unter anderem Armut und ihre Begleiterscheinungen, Krankheiten, häusliche Gewalt, Kriege oder Naturkatastrophen. Wir arbeiten seit über 60 Jahren gemeinsam mit Partnern daran, dass Familien in der Lage sind, sich um ihre Kinder zu kümmern, oder dass es Alternativen wie zum Beispiel eine SOS-Kinderdorf-Familie gibt.

Bildung:
Viele Kinder in armen Ländern brechen die Schule ab, um zu arbeiten und damit die Familie zu unterstützen. SOS-Kinderdorf entwickelt deshalb verschiedene Bildungsangebote und hilft Eltern, ihre Kinder im schulischen Bereich zu unterstützen. Wir stellen Schulen und Kindergärten zur Verfügung, wenn dies den lokalen Behörden nicht möglich ist oder die existierende Infrastruktur unzureichend ist.

Gesundheit:
Unterernährung und die Folgekrankheiten sind in armen Ländern die häufigste Todesursache von Kindern. Mit einer Kombination aus medizinischer Versorgung, Ernährungsprogrammen, Lebensmittelverteilung und Familienfördermaßnahmen konnten wir Kinderleben retten und die Lebensqualität von Zehntausenden von Menschen verbessern. Diese Hilfen stärken Gemeinden langfristig, sodass sie sich wieder selbst versorgen können.

Kinderpate im Ausland werden

zwei kleine afrikanische Mädchen in der Schule

Als Pate schenken Sie einem Patenkind eine Zukunft und sorgen dafür, dass Ihr Schützling in einem liebevollen Zuhause aufwachsen kann.

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