Freu(n)de fürs Leben

Drei Kinder vor dem SOS-Kinderdorf Lekenik

Die Kinder haben im SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause gefunden.

"Er heißt Miroslav, ist 13 Jahre alt und ein ganz toller Junge". Überschwänglich und voll Begeisterung erzählt Christine Riemer-Mathies von Ihrem Besuch im SOS-Kinderdorf in Kroatien. Gemeinsam mit Ihrem Mann hat sie vor neun Jahren eine Patenschaft für einen kroatischen Jungen übernommen.

Ehepaar Riemer-Mathies mit Miroslavs SOS-Kinderdorffamilie Bild vergrößern

"Er heißt Miroslav, ist 13 Jahre alt und ein ganz toller Junge". Überschwänglich und voll Begeisterung erzählt Christine Riemer-Mathies von ihrem Besuch im SOS-Kinderdorf in Kroatien. Eine ganz bewusste Entscheidung, denn Afrika und Asien waren Familie Mathies „zu weit weg“. „Wenn es nicht so kompliziert wäre, würde ich glatt Kroatisch lernen“, schwärmt Christine Riemer-Mathies und schmiedet schon Pläne für die Zukunft: "Wir kommen bestimmt wieder".

Eine ganz bewusste Entscheidung, denn Afrika und Asien waren Familie Mathies „zu weit weg“. „Wir haben schon zuvor für SOS-Kinderdorf, wie auch bereits schon meine Eltern, gespendet, aber die Möglichkeit zu haben, mit einer Patenschaft ein bestimmtes Kind gezielt und langfristig zu unterstützen und an seinem Schicksal teilhaben zu können, hat uns überzeugt. Deshalb stand für uns fest: Wir möchten gerne einem Kind aus Europa helfen – denn dann gibt es auch die Chance, einen persönlichen Kontakt aufzubauen.“ Miroslav war damals fünf Jahre alt, lebte gemeinsam mit seinen beiden Schwestern im SOS-Kinderdorf und Deutschland war für ihn ganz weit weg. Doch über die Jahre entwickelte sich eine Beziehung: „Miroslav ist kreativ, malt sehr gerne und hat uns immer wieder Bilder geschickt. Über die Briefe haben wir erfahren, wie es ihm geht, was er gerade erlebt. Und natürlich haben auch wir ihm geschrieben und zu Weihnachten ein Päckchen für die SOS-Kinderdorffamilie geschickt. “  

Fußball überwindet alle Grenzen

Treffpunkt: Der Dorfplatz im SOS-Kinderdorf Ladimirevci Bild vergrößern

Treffpunkt: Der Dorfplatz im SOS-Kinderdorf Ladimirevci

Irgendwann war es schließlich soweit: Ralf Mathies und Christine Riemer-Mathies buchten ihren ersten Urlaub in Kroatien, mieteten einen Leihwagen und machten sich auf den Weg ins SOS-Kinderdorf: „Es war aufregend, plötzlich dem Jungen gegenüber zu stehen, den man seit vielen Jahren unterstützt und nur von Fotos her kennt. Miroslav war anfangs sehr schüchtern, doch dann genoss er es sichtlich, endlich einmal im Mittelpunkt zu stehen. Der schönste Moment war, als er meinen Mann irgendwann an die Hand genommen und ihn überall herumgeführt hat. Wir durften sein Zimmer sehen und haben mit Miroslav und seinen Freunden Fußball gespielt – in diesem Moment waren auch alle Sprachbarrieren wie weggewischt.“

Geschwister werden nicht getrennt

Ein wunderschönes Erinnerungsfoto Bild vergrößern

 Ein wunderschönes Erinnerungsfoto

In dem SOS-Kinderdorf leben derzeit 16 SOS-Kinderdorffamilien, angegliedert ist auch eine SOS-Jugendeinrichtung, in der ältere Kinder auf ein eigenständiges Leben vorbereitet werden. Gerade sie können die traumatischen Erfahrungen, die der  Krieg Anfang der Neunziger Jahre mit sich brachte, nur schwer  vergessen. „Die Kinder haben so schlimme Erlebnisse gemacht, dass es wichtig ist, dass ihnen eine Restfamilie bleibt. Man merkt, wie wohl sich Miroslav im SOS-Kinderdorf fühlt – gerade weil seine beiden Schwestern in derselben Familie leben. Es ist schön, dass SOS-Kinderdorf so viel Wert darauf legt, Geschwisterkinder nicht zu trennen. Auch die Atmosphäre im SOS-Kinderdorf hat uns tief beeindruckt. Jede Familie lebt in einem eigenen Haus, jeder hat seinen Platz und alle gehen sehr liebevoll miteinander um. Es gibt für alle ganz einfache Rechte und Pflichten, die das Miteinander wunderbar einfach machen und den Kindern einen sicheren Rahmen vermitteln“.

Mit vielen positiven Eindrücken im Gepäck machte  sich das Ehepaar wieder auf den Heimweg. Auf den ersten Besuch folgte ein zweiter: „Wenn es nicht so kompliziert wäre, würde ich glatt Kroatisch lernen“, schwärmt Christine Riemer-Mathies und schmiedet schon Pläne für die Zukunft: "Wir kommen bestimmt wieder".

Unser gemeinsames Ziel:

Kinder in den ärmsten Regionen der Weltdürfen in eine lebenswerte Zukunft starten

Wie wir das schaffen?

Das Beste fürs Kind: "Die Mutter, die Geschwister, das Haus und das Dorf", so einfach beschrieb SOS-Gründer Hermann Gmeiner vor mehr als sechs Jahrzehnten die Grundbedürfnisse und die Grundrechte eines jeden Kindes. Diese vier Säulen sind bis heute die Grundlage der SOS-Kinderdorf-Arbeit weltweit.

  • Weltweit sind in SOS-Kinderdörfern bereits über 59.000 Kinder aufgewachsen. Die meisten von ihnen hat SOS-Kinderdorf bis zum Erwachsenenalter begleitet.

Mit einer Patenschaft unterstützen Sie ein Kind im Ausland nachhaltig

Jetzt Pate werden

Alle Fragen und Antworten zur Kinderpatenschaft

Warum gibt es SOS-Patenschaften?

Ohne Spenden und Patenschaften wäre die Arbeit von SOS-Kinderdorf nicht möglich!

Um unseren Schützlingen langfristig ein liebevolles Zuhause sowie eine Schul- und Berufsausbildung geben zu können, sind wir besonders auf stetige Unterstützung angewiesen.

Viele Unterstützer wollen sich dabei nicht auf eine regelmäßige Überweisung beschränken, sondern wünschen sich eine persönliche Verbindung. Deshalb bieten wir Dorfpatenschaften, Kinderpatenschaften und Fördermitgliedschaften an.

Mit einer Patenschaft begleiten Sie gemeinsam mit anderen Paten eine SOS-Einrichtung und nehmen über Patenbriefe an ihrer Entwicklung teil. So erleben Sie ganz konkret und über einen längeren Zeitraum, was Ihre Hilfe bewirkt.

Was wird mit den Patenbeiträgen finanziert?

Indem Sie eine Patenschaft verschenken, tragen Sie maßgeblich und verlässlich zum Unterhalt und Ausbau Ihrer Pateneinrichtung und angeschlossener SOS-Hilfsprojekte bei, die auch der Nacbharschaft offenstehen. Sie helfen somit zum einen direkt unseren Schützlingen und stärken außerdem das Umfeld. So helfen Sie konkret und nachhaltig.

Welche Unterlagen erhalte ich bzw der Beschenkte?

Zu Beginn der Patenschaft erhalten Sie die Begrüßungs-Unterlagen mit allen Infos zur Patenschaft. Im weiteren Verlauf erhält dann der von Ihnen Beschenkte direkt aus dem entsprechenden Land persönlich die Post mit aktuellen Informationen aus seiner Pateneinrichtung. Für Ihre Steuerunterlagen erhalten Sie immer im Februar eine Zuwendungsbestätigung über die Patenbeträge des Vorjahres.

Was wird mit den Patenbeiträgen finanziert?

Indem Sie eine Patenschaft verschenken, tragen Sie maßgeblich und verlässlich zum Unterhalt und Ausbau Ihrer Pateneinrichtung und angeschlossener SOS-Hilfsprojekte bei, die auch der Nacbharschaft offenstehen. Sie helfen somit zum einen direkt unseren Schützlingen und stärken außerdem das Umfeld. So helfen Sie konkret und nachhaltig.

Was kostet eine Patenschaft?

Der monatliche Mindestbeitrag für eine Dorfpatenschaft im Ausland bzw. eine Dorfpatenschaft in Deutschland liegt bei 26 Euro.

Als Kinderpate unterstützen Sie ein SOS-Kind im Ausland mit einem monatlichen Betrag von 31 Euro und tragen dadurch wesentlich zu seinem Unterhalt und seiner Bildung und Ausbildung bei.

Kann ich bei meiner Anmeldung für eine Kinderpatenschaft Wünsche äußern?

Selbstverständlich ist es möglich, Wünsche bezüglich des Landes bzw. der Region oder des Geschlechtes zu äußern. Wir versuchen, diese bei der Patenschaftsvermittlung so gut wie möglich zu berücksichtigen. Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass wir Ihnen nicht mehrere Kindervorschläge mit den persönlichen Daten zur Auswahl schicken können. Nennen Sie uns Ihre Wünsche deshalb bitte immer gleich beim Abschluss einer Patenschaft.

Wie geht es nach der Anmeldung für eine Patenschaft weiter?

Wenn Sie sich für eine SOS-Kinderpatenschaft entscheiden, erhalten Sie nach Ihrer Patenschaftsanmeldung schnellstmöglich Ihre persönlichen Patenunterlagen mit einem Foto und der Lebensgeschichte Ihres Patenkindes. Außerdem bekommen Sie die Korrespondenzadresse und Informationen über das Land, in dem Ihr Patenkind lebt, sowie Ihre persönlich Patennummer. Im weiteren Verlauf der Patenschaft erhalten Sie regelmäßig Informationen über die Entwicklung Ihres Patenkindes. Zusätzlich schicken wir Ihnen vier Mal im Jahr kostenlos unseren SOS-Kinderdorf-Boten zu. Eine Zuwendungsbestätigung für das Finanzamt erhalten Sie immer automatisch im Februar.
Wenn Sie uns eine Einzugsermächtigung erteilt haben, buchen wir den ersten Patenschaftsbeitrag Ihrem Wunsch entsprechend von Ihrem Konto ab - je nachdem, welchen Zahlungsrhythmus Sie gewählt haben.

Kann ich mein Patenkind oder Patendorf auch besuchen?

Sie sind jederzeit herzlich willkommen. Wir bitten Sie nur, sich rechtzeitig vorher anzukündigen, damit sich die SOS-Familien auf Ihren Besuch einstellen können.

Kann ich eine Patenschaft auch verschenken?

Ja, einfach im Formular das Feld mit dem Geschenk-Symbol auswählen und die Daten des Beschenkten eingeben. Im Anschluss können Sie dann gleich eine Geschenk-Urkunde ausdrucken. Die Willkommens-Unterlagen schicken wir an Sie, damit Sie sie dem Beschenkten persönlich überreichen können.

Wenn Sie möchten, dass der Beschenkte die Willkommens-Unterlagen direkt erhält, geben Sie dies bitte einfach im Bemerkungsfeld des Formulars an. Die Folge-Berichte, die direkt aus dem Patenland verschickt werden, bekommt dann automatisch der Beschenkte. Die jährliche Zuwendungsbestätigung für Ihre Patenbeiträge geht an Sie.

Können auch Gruppen eine Patenschaft übernehmen?

Natürlich können auch Gruppen, Firmen, Klassen, Vereine, Freundeskreise usw. eine Patenschaft übernehmen. Bitte geben Sie einfach den Namen der Gruppe als Patennamen an, sowie den Namen und die Adresse eines Ansprechpartners.

Kann ich auch ohne Fremdsprachenkenntnisse eine Patenschaft übernehmen?

Selbstverständlich gibt es im Ausland Übersetzer. Allerdings werden in jedem Land in der Regel zwei der vier Hauptsprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch) beherrscht. Deshalb ist Deutsch nur in bestimmten Ländern möglich. Der Grund: In entfernten Ländern ist es oft schwer, gut ausgebildete Übersetzer zu finden, die Deutsch in Wort und Schrift beherrschen. Bitte haben Sie Verständnis, dass SOS-Kinderdorf Briefe nicht in die verschiedenen Fremdsprachen übersetzen kann. Sollten Sie also einen bestimmten "Sprachenwunsch" haben, bitten wir Sie, diesen gleich bei der Anmeldung mit anzugeben.

Wie lange dauert eine SOS-Patenschaft?

Das Ende einer Kinderpatenschaft ist nicht nur alters-, sondern auch entwicklungsabhängig. In der Regel leben die Kinder so lange in der Obhut von SOS-Kinderdorf, bis sie ihre Ausbildung (Studium, Lehre, Fachausbildung) abgeschlossen haben. Die Volljährigkeit eines Kindes bedeutet also nicht automatisch, dass der Jugendliche das SOS-Kinderdorf verlassen muss. Mädchen leben in einigen, meist muslimischen Ländern, oft auch nach ihrem Abschluss weiter im SOS-Kinderdorf, da es als moralisch nicht vertretbar gilt, als Frau alleine eine Wohnung zu bewohnen. Diese jungen Frauen verlassen das Dorf erst nach ihrer Heirat. Durchschnittlich verlassen die Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren die SOS-Kinderdorf-Einrichtung. Die Patenschaft kann aber jederzeit ohne Angabe von Gründen und Kündigungsfristen gekündigt werden.