Ausgezeichnet!

Danke!

Die SOS-Kinderdorfmütter Geeta Sing und Mariam Traoré wurden für ihre Arbeit geehrt

Der "Helmut Kutin Award" wird alle zwei Jahre an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf verliehen, die Besonderes geleistet haben. Bei der Abstimmung sind alle SOS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit gefragt. 

Diesjährige Preisträgerin ist SOS-Kinderdorf-Mutter Geeta Singh aus dem SOS-Kinderdorf Khajuri Kalan in Indien, die sich seit 14 Jahren um behinderte Kinder kümmert und nicht müde wird, ihre Talente und Begabungen zu entdecken und zu fördern. Ebenfalls geehrt wurde Mariam Traoré, SOS-Kinderdorfmutter im Kinderdorf Bobo Dioulasso in Burkina Faso. Als dort 2014 ein Volksaufstand ausbrach, brachte sie 74 Kinder in Sicherheit.

Lernen Sie hier die beiden Preisträgerinnen kennen:

Eine liebevolle Förderin: Geeta Singh, SOS-Kinderdorfmutter in Indien

Wenn es an einen Ort gibt, an dem Kinder von einer olympischen Goldmedaille träumen können, dann ist es das SOS-Kinderdorf Khajurikalan in Indien. Dort konnten gleich zwei Kinder genau diesen Traum verwirklichen – dank SOS-Kinderdorfmutter Geeta Singh, die ihre Berufung darin sieht, behinderte Kinder zu unterstützen und zu fördern.

Aditya* ist eines dieser Kinder. 2015 nahm der engagierte Junge mit seiner Fußballmannschaft auf Einladung der FIFA an den Special Olympics in Nepal teil und gewann prompt eine Goldmedaille. Aadhya* wiederum brachte im Volleyball eine Goldmedaille aus Los Angeles mit.

Beide dankten voller Stolz ihrer SOS-Kinderdorfmutter Geeta. Denn sie war es, die hinter den Behinderungen von Aditya und Aadhya ihre Talente erkannte und sie unermüdlich förderte. Diese bestmögliche Förderung wird allen ihren Kindern zu Teil. Vom ersten Tag als SOS-Kinderdorfmutter war es Geeta wichtig, dass die ihr anvertrauten Kinder trotz ihrer Einschränkungen das Beste aus ihrem Leben machen können.

Für den sehbehinderten Arjun* erlernte sie wie selbstverständlich die Blindenschrift - und zusätzlich zu ihrem sozialpädagogischen Abschluss machte Geeta auch eine Ausbildung zur Schneiderin, damit sie den Kindern praktische Fähigkeiten für ein selbständiges Leben mit auf den Weg geben kann..

„In Geeta haben die behinderten Kinder eine ganz besondere Mutter gefunden. Sie hat eine unglaubliche Geduld und die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen und bei verhaltensauffälligen Kindern immer die Ruhe zu bewahren. Viele der anderen SOS-Kinderdorfmütter suchen regelmäßig Rat bei ihr, “ berichtet uns Anuja Bansal, Geschäftsführerin der SOS-Kinderdörfer in Indien.  

* Namen aus Datenschutzgründen geändert

 

Eine mutige Frau: Mariam Traore rettete 74 SOS-Kinderdorfkinder

SOS-Kinderdorfmutter Mariam Traoré ist eine der diesjährigen Helmut Kutin Gewinnerinnen. Sie konnte 74 Kinder in Sicherheit bringen, als 2014 vor den Toren des SOS-Kinderdorfs Bobo-Dioulasso ein Volksaufstand ausbrach.

Was ist im Oktober 2014 passiert, als Sie 74 Kinder retten konnten?
Der damalige Präsident von Burkina Faso, Blaise Compaoré, wollte die Verfassung verändern, um nach 27 Jahren an der Macht weiter im Amt bleiben zu können. Dagegen formierte sich Widerstand und es kam zu Aufständen. Es wurden Regierungsgebäude und Häuser von Politikern attackiert. Uninformierte Jugendgruppen in Bobo-Dioulasso, dachten das SOS-Kinderdorf stehe in Verbindung mit der Präsidentenfamilie und wollte es niederbrennen. Es herrschte damals die totale Konfusion.

Sie entschlossen sich, zu fliehen:

Die Situation eskalierte immer mehr. Als sich die aggressiven Demonstranten mit Brandsätzen näherten, flohen wir mit den Kindern zur Hintertür und suchten einen Schleichweg. Schließlich haben wir alle Kinder bei  Familien in der Umgebung versteckt

Wie haben Sie es geschafft, dass die Kinder Ruhe bewahren? Was haben Sie ihnen gesagt, damit sie still sind?

Als wir das Kinderdorf in dieser  Ausnahmesituation verließen, verstanden die meisten gar nicht, was vor sich ging. Als wir dann an einem sicheren Ort waren, erklärten wir ihnen, das sei nur eine Vorsichtsmaßnahme und sie hätten nichts zu befürchten. Außerdem versicherten wir ihnen, dass sie so schnell wie möglich wieder in ihre Häuser in Bobo-Dioulasso zurück könnten.

In solchen Momenten ist es wichtig, Fröhlichkeit und Zuversicht auszustrahlen, damit sie sich nicht sorgen. Gleichzeitig musste ich immer damit rechnen, dass die Aufständischen uns finden. Das war keine leichte Situation, aber zum Glück ist alles gut gegangen. Und wir wearen froh, wieder nach Hause zu können.

Gewusst?

SOS-Kinderdorf ist in Burkina Faso seit den 1990er Jahren aktiv. Im Jahr 1997 wurde das erste SOS-Kinderdorf zehn Kilometer nördlich der Hauptstadt des Landes eröffnet. Seit 2004 betreiben wir verstärkt SOS-Familienstärkungsprogramme, um vom Verlust der elterlichen Fürsorge bedrohten Kindern Schutz und Unterstützung zu gewähren, damit sie weiter bei ihren Herkunftsfamilien aufwachsen können.
Derzeit unterstützt SOS-Kinderdorf Kinder und Jugendliche in Burkina Faso an zwei verschiedenen Standorten durch Kindertagesstätten, Schulen und medizinische Zentren.

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