"Was ich heute bin, verdanke ich SOS-Kinderdorf"

Ana und ihre Tochter heute

"Teil des SOS-Kinderdorfs sein zu dürfen war eine wunderbare Erfahrung. Dort lernte ich, was es heißt, eine Mutter und Geschwister zu haben, die dich lieben."

Ana Victoria Cruz verlor ihre Mutter, als sie noch sehr klein war. Ihr Vater war mit der Betreuung der vier Kinder überfordert, er hatte weder Zeit noch Geld, sich angemessen um die Kinder zu kümmern. Eine Freundin überzeugte Anas Vater schließlich, Kontakt mit dem SOS-Kinderdorf in der Dominikanischen Republik aufzunehmen. Gemeinsam mit ihren drei Geschwistern kam das Mädchen im Alter von acht Jahren ins SOS-Kinderdorf in die Hauptstadt der Dominikanischen Republik. "Was ich heute bin, verdanke ich SOS-Kinderdorf und allen Paten und Spendern.", sagt sie und fügt hinzu: "Ich bin Gott dankbar, zur SOS-Kinderdorf-Familie zu gehören". Der Schritt ins SOS-Kinderdorf fiel Ana anfangs nicht leicht. Obwohl Ana und ihre Geschwister ihren Vater jedes Wochenende sahen, war es schmerzvoll, von ihm getrennt zu sein. "Aber meine SOS-Kinderdorf-Mutter hat es verstanden, mich für sich zu gewinnen, so dass meine Traurigkeit verging".

"Ich gebe meine Erfahrungen an meine Tochter weiter"

Ana im Alter von 15 Jahren Bild vergrößern

Ana im Alter von 15 Jahren

Auch an das neue Haus und das Zusammenleben mit insgesamt zehn "Geschwistern" musste Ana sich erst gewöhnen, obwohl, so Ana, "unsere Konflikte ganz normal waren - so wie eben in anderen Familien auch. Am meisten", lacht sie, "haben wir darüber gestritten, wer wie lange im Bad braucht, weil wir doch so viele waren." Ana geht gerne in die Schule, macht schließlich ihr Buchhaltungsdiplom. heute ist sie 35 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer fünfjährigen Tochter. "Natürlich hat das Kinderdorf einen Einfluss auf meine Beziehungen und mein Familienleben gehabt! Das, was mich das Kinderdorf gelehrt hat, kann ich jetzt, da ich eine Familie habe, an meine Tochter weitergeben, zum Beispiel jene Werte, die mich geprägt haben."

Mit vielen neuen Geschwistern unter einem Dach: Im SOS-Kinderdorf der Dominikanischen Republik Bild vergrößern

Mit vielen neuen Geschwistern unter einem Dach: Im SOS-Kinderdorf der Dominikanischen Republik

Der Dorfleiter etwa, so Ana, "behandelte uns wie seine eigenen Kinder. Er war eine richtige Persönlichkeit und ein Vorbild für uns". Ihre SOS-Kinderdorf-Mutter beschreibt Ana als liebevoll und fürsorglich, und sie ergänzt: "Sie lehrte uns viele Dinge, die ich erst heute richtig zu schätzen weiß." Ana fasst ihr Leben im SOS-Kinderdorf so zusammen: "Mein Leben im SOS-Kinderdorf war eine Erfahrung, die ich gegen nichts auf der Welt tauschen möchte. Es war wunderbar und ich würde jederzeit wieder dort aufwachsen wollen."

Unser gemeinsames Ziel:

Kinder in den ärmsten Regionen der Weltdürfen in eine lebenswerte Zukunft starten

Wie wir das schaffen?

Das Beste fürs Kind: "Die Mutter, die Geschwister, das Haus und das Dorf", so einfach beschrieb SOS-Gründer Hermann Gmeiner vor mehr als sechs Jahrzehnten die Grundbedürfnisse und die Grundrechte eines jeden Kindes. Diese vier Säulen sind bis heute die Grundlage der SOS-Kinderdorf-Arbeit weltweit.

  • Weltweit sind in SOS-Kinderdörfern bereits über 59.000 Kinder aufgewachsen. Die meisten von ihnen hat SOS-Kinderdorf bis zum Erwachsenenalter begleitet.

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