Ein Händchen für schwierige Jugendliche

Aurelia, SOS-Kinderdorfmutter aus  Mexiko

Aurelia, SOS-Kinderdorfmutter aus  Mexiko, hat ein Händchen für Teenager

SOS-Kinderdorfmutter Aurelia hat ein Händchen für schwierige Jugendliche

SOS-Kinderdorfmutter Aurelia aus Mexiko ist im ganzen SOS-Kinderdorf bekannt für ihre starken Nerven. Schließlich hat sie bereits 19 Jahre Erfahrung als SOS-Kinderdorfmutter und weiß, wie schwierig Teenager sein können. Derzeit leben sechs pubertierende Teenager unter ihrem Dach.
Egal ob sich zwei Jugendliche streiten, keine Lust auf Schule haben oder unter pubertätsbedingten Gefühlsschwankungen leiden – Aurelia weiß Rat. Wenn es in anderen Familien mal rund geht, bitten die SOS-Mütter daher Aurelia gerne um Hilfe. Ihr Rezept ist einfach: klare Regeln und Grenzen, verbunden mit gegenseitigem Respekt. Seit Aurelia vor 14 Jahren anfing, als SOS-Kinderdorfmutter zu arbeiten, haben 19 Kinder unter ihren Fittichen ein liebevolles und stabiles Zuhause gefunden. Sechs dieser Kinder - allesamt Jugendliche - leben immer noch bei ihr.

Als Familie gemeinsam durch dick und dünn

Ein Zuhause für allein gelassene Kinder in in Mexiko Bild vergrößern

Das SOS-Kinderdorf Comitán umfasst 16 Familienhäuser, in denen bis zu 144 Kinder ein neues Zuhause finden.

Der gemeinsame Alltag in der Familie ist ihr wichtig, denn so lernen die Kinder am Besten, was es bedeutet, auf eigenen Beinen zu stehen. Für sie ist es selbstverständlich, dass die Kinder sie zum Einkaufen begleiten oder von ihr lernen, sparsam mit Ressourcen wie Wasser, Strom und Gas umzugehen.

Potentiale erkennen und fördern

Besonders stolz ist Aurelia auf die Entwicklung von Mariana. Als Mariana damals zu ihr kam, hatte sie massive Lernschwierigkeiten. Sämtliche Experten waren der Meinung, dass Mariana nicht in der Lage wäre, selbst die Grundschule abzuschließen. Dank Aurelias Unterstützung steht Mariana heute kurz vor dem Abschluss der Sekundarschule und plant bereits ihren Weg an die Highschool, um ihren großen Traum Lehrerin zu werden, wahr zu machen.
Konsequent, ein bisschen streng und sehr liebevoll - Maria Elena Trinidad, die als Koordinatorin für die Mütterausbildung der SOS-Kinderdörfer in Mexiko verantwortlich ist, würde am liebsten jede neue SOS-Kinderdorfmutter bei Aurelia „in die Lehre“ schicken: „Aurelia ist ein Vorbild für andere SOS-Mütter und SOS-Tanten. Ihr Haus steht jedem offen und die Atmosphäre zeugt von gegenseitigem Austausch und Unterstützung. Selbst schwierige Situationen überwinden sie als Familie, die fest zusammenhält.“  

Mehr über die SOS-Kinderdorfarbeit in Mexiko

Das heutige Mexiko ist ein Land extremer Gegensätze, in dem Armut und Wohlstand, Wolkenkratzer und Ruinen der Maya, grüne Regenwälder und sengende Wüstenlandschaften direkt aufeinandertreffen. Trotz der hohen Industrialisierung und ergiebigen Erdölförderung hat Mexiko große soziale Probleme: In Mexiko ist die Kluft zwischen arm und reich sehr tief. Tausende von Menschen leben in Baracken und haben keinen Zugang zur Grundversorgung.
Das Engagement von SOS-Kinderdorf in Mexiko geht auf die späten 60er Jahre zurück, als der Kinderarzt Manuel Mateos Fournier in Österreich ein SOS-Kinderdorf besichtigte. Er war von der Idee beeindruckt und wollte nun auch bedürftigen und verlassenen Kindern in Mexiko diese Art der Langzeitbetreuung bieten.

Aufgrund seines Einsatzes konnte bereits 1971 das erste SOS-Kinderdorf in Mexiko-Stadt eröffnet werden. Dank fortgesetzter Anstrengungen gibt es heute über das ganze Land verteilt acht SOS-Kinderdörfer und Zusatzeinrichtungen (fünf SOS-Sozialzentren, vier SOS-Jugendeinrichtungen, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule und ein SOS-Berufsbildungszentrum), die auch der örtlichen Bevölkerung zugutekommen.

 

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