Einfach mal Kind sein

Viele Hände

Die Fahrstuhltür geht auf und von einer Sekunde zur anderen herrscht großes Hallo und lärmender Trubel auf dem Flur, sodass man auf die Idee kommen könnte, hier toben mindestens 10 Kindern durch den Gang. Beim genaueren Hinsehen sind es aber nur drei, welche die zweite Etage im SOS-Kinderdorf Berlin kurzzeitig aufmischen. Aber Serkan Altuglu, Erziehungs- und Familienberater im SOS-Kinderdorf, ist schon zur Stelle und fängt die drei Jungen im Alter zwischen 8 und 10 Jahren mit seiner ruhigen und besonnenen Art ein.

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Im SOS-Kinderdorf die Kindheit zurückgewinnen

John, Ahmed und Sahin* stammen aus Familien, die im vergangenen Jahr aus Libyen oder Syrien nach Deutschland geflüchtet sind. Sie kommen einmal in der Woche und haben hier die Möglichkeit, sich auch mal fallen zu lassen und einfach Kind zu sein. „Wir möchten den Kindern einen unkomplizierten Rahmen schaffen, in dem wir ihnen ein Stück ihrer Kindheit zurückgeben. Der Alltag z.B. in der Notunterkunft ist anstrengend genug für sie“, erläutert Serkan den Hintergrund der Gruppe. Der Erziehungs- und Familienberater sieht sich als Gesprächspartner bei allen schulischen und familiären Themen. Die Schule ist immer ein Thema, denn die drei Jungen haben Schwierigkeiten, sich einzugliedern und sich in einer großen Gruppe gleichrangig zu beteiligen.

Beim Spielen auf andere Gedanken kommen

In den Gesprächen und bei verschiedenen Spielen versucht Serkan, den Kindern einen Ruhepol zu geben und sie auf andere Gedanken zu bringen. Ahmed fällt das besonders beim Spielen schwer, denn er möchte immer nur Soldat sein und schießen. Die Gewaltszenen aus den Kriegsgebieten haben sich in seinem Kopf festgesetzt und Serkan versucht geduldig, den Fokus auch auf andere Spielmöglichkeiten zu lenken. Im Sommer geht die Gruppe dazu gerne raus zu den Straßenspielen vor dem SOS-Kinderdorf, da gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Und nach der Gruppe ist der Weg zu den Eltern nicht weit, denn sie haben die Zeit für ein Gespräch in der Erziehungs- und Familienberatung genutzt oder sie tauschen sich mit anderen im Familiencafé aus.  Dass andere Zeit haben und einfach Zuhören, das ist für die Kinder wie für die Eltern ein weiterer Schritt, sich in diesem neuen Leben zurechtzufinden.

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