11. 01. 2016Quelle: *Namen geändert

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SOS-Kinderdorf hilft Geflüchteten bei der (beruflichen) Integration

Nach dem ersten Ankommen in Deutschland und dem Erledigen der umfangreichen Formalitäten stellt sich für viele Geflüchtete bald die Frage: Was kann ich hier arbeiten? Wie finde ich überhaupt Arbeit? Sie möchten sich unbedingt einbringen und suchen nach Möglichkeiten der beruflichen Integration.
„Mein großer Wunsch war es, Bauingenieur zu werden. Doch nachdem meine Schule in Aleppo durch Bomben zerstört wurde, sind meine Familie und ich geflohen“, erzählt Ahmed*, 19 Jahre, in beeindruckend gutem Deutsch. Seit November 2013 sind er und seine Familie in Deutschland. Er belegte einen Deutschkurs nach dem anderen und hat mittlerweile das B2-Niveau erreicht. „Im Sprachkurs habe ich jeden Tag 50 neue Vokabeln gelernt“, berichtet er. Gleichzeitig fragt er sich, wie er seine Kenntnisse endlich jenseits von ehrenamtlicher Übersetzungshilfe für andere Geflüchtete nutzen kann. Wie kann er sich seinem beruflichen Ziel nähern?

Wie geht Ausbildung?

Ein Brief der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft bescheinigt ihm die Anerkennung eines dem „Mittleren Schulabschluss“ gleichwertigen Abschlusses. Doch was das bedeutet und welche beruflichen Möglichkeiten er damit hat, erklärt ihm niemand. Du kannst eine Ausbildung machen, hat er gehört. Was ist eine Ausbildung? Wo kann ich sie machen? Kann ich eine Ausbildung zum Bauingenieur machen? Über das vom ESF geförderte Programm „Jugend Stärken im Quartier“ entwickelte das KD Berlin gemeinsam mit dem Jugendamt Mitte von Berlin das Coaching-Projekt „Wir in Moabit“. Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Menschen, die von den Angeboten der Kommunen (Arbeitsagentur, Jobcenter, Jugendamt) nicht erreicht werden und zusätzliche individuelle Unterstützung auf ihrem Weg der beruflichen Integration brauchen. Es sind nicht ausschließlich junge Geflüchtete, die diesen Bedarf haben. Die aktuelle Praxis zeigt jedoch, dass diese Gruppe immer größer wird.

Chancen bei INDITEX

So haben Amal* und Mohamed* die Chance auf einen Arbeitsplatz in den Filialen von INDITEX erhalten. Das KD Berlin kooperierte 2015 erstmalig mit der spanischen INDITEX-Gruppe, der unter anderem das  ZARA-Label angehört. Im Rahmen dieser nationalen Kooperation stellte die INDITEX-Gruppe 18 Menschen, die aus ihrer Heimat vor Verfolgung und Krieg fliehen mussten, einen Arbeitsplatz in Aussicht. Einzige Voraussetzung für die Bewerber war das Vorhandensein einer Arbeitserlaubnis. Diese erhält in Deutschland jeder Geflüchtete, der sich mindestens drei Monate im Land aufhält und dessen Asylverfahren positiv abgeschlossen wurde. Mitte November 2015 startete das fünfwöchige Schulungsprogramm für die ausgewählten InteressentInnen. In einer Mischung von Theorie und Praxis konnten sich die BewerberInnen auf ihre zukünftigen Tätigkeiten vorbereiten. Die Schulungen wurden im KD Berlin sowie in einzelnen Berliner INDITEX-Filialen durchgeführt. 

Keine Minijobs, sondern „richtige“ Arbeitsplätze

Ein toller Erfolg: Das INDITEX-Unternehmen bot abschließend vielen Teilnehmenden nach dem Schulungsprogramm Arbeitsverträge an. Dabei wurden keine Minijobs geschaffen, sondern sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen mit einem Einsatz von mindestens 15 Wochenstunden. Für Amal und Mohamed endlich eine echte Chance, ihren Weg ins Berufsleben zu finden.  Stimmungsvoll beendet wurde das erfolgreiche Modellprojekt mit einer großen Veranstaltung in einem Berliner Hotel. Es war schön zu sehen, wie glücklich alle Teilnehmenden über die erlebte Wertschätzung waren, die sie während des Trainings und in den Stores erfahren hatten, berichtete Ulrike Schlender vom KD Berlin. Gemeinsam mit Anisa Saed-Yonan war sie in der SOS-Einrichtung für die Organisation und Umsetzung des Projektes verantwortlich. Auch der Geschäftsführer und der Personaldirektor aus Deutschland, Matthias Alipass und Jose Cernuda, zeigten sich begeistert und kündigten zudem eine Spende in Höhe von 10.000 Euro für das KD Berlin an.

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