07. 03. 2017

Zyklon Dineo richtet verheerende Schäden in Mozambik an

Zyklon Dineo hat die Dächer abgedeckt

Naturgewalt: Zyklon Dineo hat die Dächer abgedeckt

Am Mittwoch, den 15. Februar fegte der tropische Zyklon Dineo mit 170 km/h über den Südosten von Mosambik.  Das an der Küste des indischen Ozeans gelegene SOS-Kinderdorf Inhambane erlitt dabei gravierende Schäden. Glücklicherweise blieben sämtliche Kinder und Mitarbeiter unverletzt, berichtet Simao Chatepa, der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Mozambik. „Die SOS-Familien im Kinderdorf haben ausreichend Wasser und Lebensmittelvorräte. Allerdings wurden die 15 Familienhäuser alle stark beschädigt. Die SOS-Familien hatten sich in ein intakt gebliebenes Bürogebäude gerettet.“

Gerettet: diese SOS-Kinderdorffamilie ist derzeit im Bürogebäude des SOS-Kinderdorfes in Sicherheit. Bild vergrößern

Gerettet: diese SOS-Kinderdorffamilie ist derzeit im Bürogebäude des SOS-Kinderdorfes in Sicherheit.

Evakuierung ins SOS-Kinderdorf Maputo

Zwischenzeitlich wurden 60 der kleineren Kinder in das SOS-Kinderdorf Maputo evakuiert. Acht der durch den Zyklon beschädigten Häuser konnten soweit wieder instand gesetzt werden, dass sie für die verbliebenen SOS-Familien bewohnbar sind.
„Die Situation ist kritisch“, berichtet Simao Chatepa. „Das Epizentrum lag genau in der Gegend, in der sich unsere SOS-Familienstärkungsprogramme befinden. 80 Prozent der Region sind schwer beschädigt.“  Ein großes Problem stellt die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und den daraus resultierenden Erkrankungen dar. Unterstützt wird das Nothilfeteam durch Medizinisches Personal aus Sambia und Kenia für die medizinische Betreuung und Aufklärungsmaßnahmen im Bereich Hygiene und Wasseraufbereitung. „Des Weiteren werden wir den Bedarf an Traumabewältigung und psychologischer Unterstützung untersuchen“, teilt uns Simao Chatepa mit.  Das SOS-Nothilfeteam arbeitet aktuell daran, die Lage der Menschen in der Umgebung zu begutachten und die notwendigen Maßnahmen zu erfassen und zu priorisieren.


SOS-Kinderdorf in Mosambik
SOS-Kinderdorf begann seine Tätigkeit in Mosambik im Jahr 1986, als das Land tief in einen Bürgerkrieg verstrickt war. Die Provinzhauptstadt Tete wurde als Standort für das erste SOS-Kinderdorf gewählt. Mittlerweile gibt es sechs SOS-Kinderdörfer. Neben der Arbeit in den SOS-Kinderdörfern liegt das Hauptziel unserer Organisation darin, familiäre Bindungen zu stärken, um die Zerrüttung von Familien zu vermeiden und Kindern die Möglichkeit zu geben, in einer sicheren Umgebung aufzuwachsen. Derzeit unterstützen wir Kinder und Jugendliche in Mosambik durch Kindertagesstätten, Schulen, medizinische Zentren, Familienstärkungsprogramme und Berufsbildungszentren. Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht länger bei ihren Familien bleiben können, finden liebevolle Aufnahme in einer familiennahen Umgebung der SOS-Kinderdorf-Familie.