22. 08. 2013

Zur aktuellen Lage in Syrien

Syrische Mutter mit Kind

Die SOS-Familienstärkungsprogramme sichern die Grundbedürfnisse von Familien und Kindern.

Die Lage in Syrien spitzt sich weiter zu. Medienberichten zufolge sind in Damaskus hunderte Menschen bei einem Anschlag mit Giftgas getötet worden.

Die Kinder im SOS-Kinderdorf Qodsaya, das in der Nähe von Damaskus liegt, sind jedoch in Sicherheit. "Den Kindern und Mitarbeitern geht es derzeit gut", bestätigten SOS-Kinderdorfmitarbeiter vor Ort. Dennoch wurden auch von ihnen verstärkte kriegerische Auseinandersetzungen in der Hauptstadt sowie zahlreiche Brände wahrgenommen. Das SOS-Kinderdorf liegt in sicherer Entfernung zu dem Ort, wo die chemischen Waffen eingesetzt wurden. Generell sei die Sorge vor Ort sehr groß, was die weiteren Entwicklungen angeht, so die SOS-Kinderdorfmitarbeiter.

Helfen Sie den Familien und Kindern in Not!

Die seit Jahren anhaltenden kriegerischen Unruhen in Syrien fordern ihren Tribut besonders bei den Kindern und Jugendlichen. Mit Ihrer Spende können Sie helfen, die Arbeit unserer Mitarbeiter in Nothilfegebieten wie in Syrien und weltweit zu unterstützen.

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Hintergrundinformationen: besonders die Kinder leiden

Laut UN-Berichten sind rund 1,5 Millionen Menschen in Syrien auf der Flucht vor den Kämpfen. Die Flüchtlingströme in die Nachbarländern Türkei, Jordanien und Libanon reißen nicht ab. Die Notquartiere sind überfüllt. Zudem fehlt es am Nötigsten, die Grundversorgung von Familien wird immer schwieriger und die Preise für Lebensmittel steigen ins Unermessliche. Erschreckend ist, dass besonders die Kinder in Syrien derzeit extremer Gewalt ausgesetzt sind. SOS-Kinderdorf hat daher die Regierung, die oppositionellen Kräfte, alle Hilfsorganisationen und die internationale Gemeinschaft dazu aufgefordert, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, dass Kinder nicht verletzt werden - weder physisch noch psychisch.

SOS-Kinderdorf hilft vor Ort

Jungen holen Brot an Bäckerei Bild vergrößern

Brot wird knapp und ist teuer. 

SOS-Kinderdorf ist seit 1980 als nationale Organisation in Syrien tätig und betreibt in Aleppo und in Damaskus Kinderbetreuungsprojekte und Familienprogramme. Im September 2012 musste das SOS-Kinderdorf in Aleppo evakuiert werden, weil die Sicherheitslage immer problematischer wurde. Die Familien wurden im SOS-Kinderdorf in der Nähe von Damaskus untergebracht. Unter den herrschenden Bürgerkriegsverhältnissen geben die Mitarbeiter in Syrien ihr Bestes, um die Kinder und Jugendlichen zu schützen und Familien mit dem Notwendigsten zu helfen. So werden in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen vertriebene Familien in Damaskus, in Raqqa, in Aleppo und im Umland mit Lebensmitteln, Babynahrung, Hygieneartikeln, Matratzen, Medikamenten und Kleidung versorgt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel lobt SOS-Kinderdorfarbeit vor Ort

Bundeskanzlerin Angela Merkel wies in ihrer Rede anlässlich des Jahresempfanges des SOS-Kinderdorf e.V. in Mecklenburg-Vorpommern im Sommer dieses Jahres auf die dramatische Lage der Kinder in Syrien hin. Sie bezog sich insbesondere auf die im SOS-Kinderdorf Damaskus untergebrachten Kinder, die im Kinderdorf Schutz und Zuflucht vor den Kämpfen gefunden haben, doch ihre Sorge galt allen Kindern und Familien in Syrien, die unter den kriegerischen Auseinandersetzungen zu leiden haben.

Kind vor zerstörtem Haus Bild vergrößern

Syrien: Die Not der Kinder ist groß

"Das SOS-Kinderdorf ist eine neutrale zivile Zone, die unter allen Umständen zu schützen ist. Wir denken heute an die, die viel mehr Angst haben müssen als wir, und werden alles tun, was wir können, um ihnen zu helfen. Syrien steht beispielhaft dafür, dass SOS-Kinderdörfer in vielen Krisen- und Armutsregionen es immer wieder auf sich nehmen, auch unter schwierigsten und gefährlichen Bedingungen zu arbeiten. Sie machen sich sozusagen nicht aus dem Staub, wenn es brenzlig wird.. Das ist eine wirklich harte Arbeit; […]“, so Angela Merkel.