26. 05. 2015

Zur aktuellen Lage in Burundi

Seit 1976 ist SOS-Kinderdorf in Burundi aktiv

Seit 1976 ist SOS-Kinderdorf in Burundi aktiv

Bei einem Granaten-Anschlag auf einen belebten Marktplatz in Burundis Hauptstadt Bujumbura ist auch eine SOS-Studentin ums Leben gekommen. Bei der Explosion wurden mehrere Menschen, darunter auch eine weitere von SOS-Kinderdorf betreute Jugendliche schwer verletzt.

Burundi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Bild vergrößern

Burundi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.

"Die Todesnachricht der 24-jährigen Naila traf uns hart. Wir sind geschockt", erklärt Pascal Bizimana, Direktor der SOS-Kinderdörfer in Burundi. "Ihre Freundin Yvette ist mittlerweile außer Lebensgefahr und wird für eine bessere Behandlung in die SOS-Klinik verlegt", berichtet der SOS-Chef weiter. Die Studentinnen wollten auf dem Marktplatz Gemüse kaufen, als ein Unbekannter eine Granate in die Menschenmassen warf.Die beiden jungen Frauen sind im SOS-Kinderdorf  Muyinga, einem der fünf Kinderdörfer in Burundi, aufgewachsen und studierten an der Great Lakes Universität in Bujumbura.

Unruhen in Burundi

Im Vorfeld der anstehenden Präsidentschaftswahl im Juli wird Burundi seit Wochen von gewalttätigen Protesten erschüttert. Die SOS-Kinderdorfkinder und Mitarbeiter befinden sich bislang in Sicherheit, auch wenn sich die Kämpfe teilweise in direkter Umgebung des SOS-Kinderdorfs abspielen. Bislang hatten Soldaten das Viertel abgeriegelt und Demonstranten ferngehalten, mittlerweile verlagern sich die Proteste und Schießereien leider auch in dieses Viertel. Nach Berichten starben bislang  20 Menschen, vergangene Woche wurde ein Soldat unmittelbar vor dem SOS-Kinderdorf in Bujumbura erschossen. Mindestens 100.000 Menschen sind laut UN bereits nach Tansania und Ruanda geflohen.

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