16. 07. 2012

Zita ist eine olympische Fackelläuferin

Zita mit Trainingspartner beim Laufen

SOS-Kinderdorf International

"Ich kann es gar nicht glauben! Ich bin eine olympsiche Fackelläuferin!"

Bei Olympia dabei zu sein, ist ein Traum, der jeden Athleten der Welt antreibt. Es war auch Zitas Traum, seit sie im Alter von 8 Jahren ihre erste Runde im ungarischen SOS-Kinderdorf Battonya gelaufen ist. Sie erzählt: “Ich kam im Juni 2001 mit meinen drei Schwestern ins SOS-Kinderdorf Battonya. Hier entdeckte ich den Sport für mich und entwickelte eine besondere Vorliebe für die Leichtathletik.“ Da es in Battonya keinen Sportverein gibt, hat sie im Kinderdorf trainiert. "Laufen ist die Disziplin, die am einfachsten zu trainieren ist. Man braucht keine besondere Ausrüstung, außer gute Laufschuhe,“ lächelt Zita.

Der Sport bestimmte die Berufswahl

Zita mit ihren Medaillen Bild vergrößern

Bei vielen regionalen und nationalen Wettkämpfen stand Zita schon auf dem Siegertreppchen.

Nach der Grundschule wusste Zita genau, wie sie ihre schulische Ausbildung weitermachen wollte. „Ich zog nach Szeged, um dort an der Sporthochschule zu lernen und ich trat dem örtlichen Sportclub bei.“ Ihre Hingabe und langen Trainingsstunden brachten ihr eine eindrucksvolle Sammlung an Medaillen. Zitas Leidenschaft ist der Langstreckenlauf. "Ich werde noch sehr hart trainieren, bevor ich mich zum ersten anmelden werde."

Etwas zurück geben

Die Leichtathletin sieht ihre Zukunft in der Sporterziehung: “Ich habe noch ein Jahr vor mir, bevor ich die Oberschule abschließe und mich dann an der Universität von Szeged einschreiben werde, um Sporttrainerin zu werden." Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen hat sie genug. Letztes Jahr ist sie als freiwillige Begleitung mit ungarischen Kindern aus den SOS-Kinderdörfern nach Caldonazzo, ins Feriencamp von SOS-Kinderdorf in Italien, gefahren. Diesen August wird sie als Betreuerin mitfahren: „Ich und weitere drei Erzieher werden für 20 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Battonya verantwortlich sein. Mit Kindern zu arbeiten erfordert eine Menge Geduld, aber ich stelle mich dieser Herausforderung, weil es das ist, was ich gerne tun möchte!"

Zita an ihrem Schreibtisch Bild vergrößern

Stolz zeigt Zita ihr Namensschild, das sie als Olympische Staffelläuferin ausweist.

Zitas Rückhalt ist ihre SOS-Familie: "Ich komme nach Hause wann immer ich kann.“ Seit Zita weiß, dass sie Fackelläuferin sein wird, trainiert sie besonders hart. In ihrer Bewerbung als Staffelläuferin schrieb sie: “Meine sportlichen Resultate erlauben es mir nicht als Teilnehmer bei den Olympischen Spielen dabei zu sein“, aber mein Traum ist es, eine Olympionikin zu sein und wenn ich Staffelläuferin sein darf, dann erfüllt sich dieser Traum für mich. Ich glaube, das wird für mich nicht nur ein großes Abenteuer. Vielmehr möchte ich benachteiligten Kindern damit zeigen, dass sie mit großem Kampfgeist und persönlichem Einsatz ihre Ziele erreichen können.“

Wir wünschen Zita dabei viel Spaß und Erfolg!