17. 04. 2013

Überfall auf SOS-Kinderdorf in Zentralafrika

Zwei Kinder aus dem SOS-Kinderdorf in Zentralafrika

Überfall auf SOS-Kinderdorf in Zentralafrika

Rebellen des Séléka-Bündnisses sind am vergangenen Sonntag in das zentralafrikanische SOS-Kinderdorf Bangui in der Hauptstadt des Landes eingedrungen. Glücklicherweise blieben alle Kinder, Jugendlichen und SOS-Mitarbeiter unversehrt. Der Überfall hat für Angst und Verunsicherung unter den Bewohnern gesorgt. Zum Schutz des SOS-Kinderdorfs sind Soldaten der multinationalen Eingreiftruppe sowie französische Truppen vor Ort.

Unter dem Vorwand, nach Waffen zu suchen hatten die Rebellen die Familienhäuser des SOS-Kinderdorfs Bangui durchsucht und drohten damit, den Leiter des Kinderdorfs zu töten. Sie beschlagnahmten Fahrzeuge und technische Ausrüstung sowie Bargeld.

Karte von Zentralafrika mit Lage der SOS-Kinderdörfer Bild vergrößern

Karte von Zentralafrika mit Lage der SOS-Kinderdörfer

Bereits seit Jahren leiden die Menschen in Zentralafrika unter gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Die Séléka-Koalition hatte Ende März die zentralafrikanische Regierung gestürzt und die Hauptstadt Bangui eingenommen. Der UN-Sicherheitsrat hat die Entwicklungen verurteilt. Allein am vergangenen Wochenende starben bei Auseinandersetzungen mit den Rebellen in der Hauptstadt Bangui mindestens 17 Menschen.