13. 02. 2017

„Was wünschst Du Dir vom neuen Staatsoberhaupt?“

Wünsche an das neue Staatsoberhaupt

SOS-Kinderdorf e.V. hat die gestrige Bundespräsidenten-Wahl zum Anlass genommen, Jugendliche aus seinen Einrichtungen nach ihren ganz persönlichen Wünschen an die Politik zu fragen. Dabei fällt auf: Besonders der Wunsch nach einer sicheren Zukunftsperspektive beschäftigt die jungen Menschen.

Sei es für Michelle, 17 Jahr alt, die sich nach ihrer Ausbildung zur Hauswirtschaftlerin im SOS-Kinderdorf Detmold einfach einen sicheren Arbeitsplatz wünscht. Oder für Franziska, 18 Jahre, die dankbar ist, dass sie trotz ihrer Lern-Schwierigkeiten im Ausbildungsprogramm des SOS-Kinderdorfs Niederrhein eine Zukunftschance erhält. Und auch Rohaollah aus Afghanistan, der in einer SOS-Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Asylsuchende in Dießen lebt, wünscht sich vor allem eines: Dass er und andere geflüchtete Menschen in Deutschland die Chance auf Arbeit erhalten.

SOS-Kinderdorf unterstützt benachteiligte Kinder und Jugendliche seit über 60 Jahren dabei, ihre Chancen zu erkennen und wahrzunehmen. „Uns ist es wichtig, dass auch Kinder und Jugendliche, die aus schwierigen Lebensbedingungen kommen, Perspektiven für ihr Leben erhalten“, sagt Dr. Kay Vorwerk, Vorstandsvorsitzender von SOS-Kinderdorf. „Wir setzen uns nicht nur dafür ein, dass ihre Interessen gehört werden, sondern unterstützen sie auch dabei, in eigener Sache aktiv zu werden und Veränderungen mitzugestalten.“

In diesem Sinne bittet SOS-Kinderdorf den neuen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in seinem Glückwunschschreiben, sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche einzusetzen und seine Stimme für ihre Rechte zu erheben.

Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben

Der SOS-Kinderdorf e.V. setzt sich für positive Lebensbedingungen für alle Kinder und Jugendlichen ein. Dazu gehört, ihre Rechtsstellung zu stärken – insbesondere fordert SOS-Kinderdorf angemessene Beteiligungs-, Schutz- und Förderrechte für alle Kinder. Es ist eines der Kernanliegen der Organisation, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, ihre Rechte zu erlangen und wahrzunehmen. Für SOS-Kinderdorf sind junge Menschen Experten in eigener Sache: Der Verein legt in seiner pädagogischen Arbeit großen Wert darauf, dass Kinder ihre Rechte kennen und sie an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden. Zu den Beteiligungsstrukturen in den SOS-Einrichtungen gehören etwa Kinderdorfräte, Kinder- und Jugendparlamente, Beteiligungsmentoren und vereinsweite Kinderkonferenzen.
SOS-Kinderdorf ergreift Partei für Kinder, Jugendliche und Familien, insbesondere für sozial benachteiligte. So fordert der Verein seit langem die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz und setzt sich dafür ein, dass alle Kinder die gleichen Chancen erhalten, ihre Potentiale auszuschöpfen.

Hier die gesammelten Stimmen der Jugendlichen