10. 02. 2016

Herzklopfen im SOS-Kinderdorf Worpswede

Ein Herz aus Bügelperlen

SOS-Kinderdorf-Paare freuen sich auf den Valentinstag!

Jedes Kind sollte geliebt, behütet, geachtet und gefördert werden: Für das Wohl, die Bedürfnisse und Rechte benachteiligter Kinder und Familien engagiert sich das SOS-Kinderdorf in Worpswede schon seit 50 Jahren. In neun Kinderdorffamilien und zwei Wohngruppen werden hier 73 Kinder und Jugendliche betreut.

SOS-Kinderdorfmutter-Doris-Kraux-mit-Ehemann Bild vergrößern

SOS-Kinderdorfmutter Doris Kraux ist seit neun Jahren glücklich verheiratet

Zum Tag der Liebenden, dem Valentinstag am 14. Februar, möchten wir zwei Paare besonders würdigen, die sich vor vielen Jahren im SOS-Kinderdorf Worpswede gefunden haben: Martin Keil und Sabrina Wagner, zwei ehemalige SOS-Kinderdorfkinder sowie SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter, Kinderdorfmutter Doris Kraux und der Pädagoge Harald Geiger. „Das waren die längsten 24 Stunden meines Lebens, als ich auf das Ja-Wort von Sabrina wartete“, schmunzelt der 21-jährige Martin Keil, der neun Jahre in einer Familie im SOS-Kinderdorf Worpswede zu Hause war. Der damals 15-jährige fasste sich beim „Räuber-und-Gendarm-Spiel“ ein Herz und fragte Sabrina Wagner, ob sie seine Freundin werden wolle. Beide lebten damals in verschiedenen SOS-Kinderdorf-Familien und lernten sich über die vielfältigen Aktivitäten im SOS-Kinderdorf Worpswede kennen. „Wir haben hier viele Veranstaltungen, da ist man sich schnell vertraut“, erinnert sich die 21-jährige Sabrina Wagner. Mittlerweile sind sie seit sechs Jahren ein Paar. Vom SOS-Kinderdorf Worpswede zogen sie in eine gemeinsame Wohnung nach Bremen. „Toll, dass die beiden schon so lange zusammen sind, das ist heute schon etwas Besonderes“, freut sich Harald Geiger, pädagogischer Mitarbeiter im SOS-Kinderdorf Worpswede. Auch der 50-Jährige Sozialpädagoge hatte das Glück, im SOS-Kinderdorf Worpswede seine heutige Frau kennenzulernen. Irgendwann funkte es zwischen dem Pädagogen und der SOS-Kinderdorfmutter Doris Kraux. Seit 2002 sind beide ein Paar. „Wenn wir uns damals auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes Worpswede begegneten, gab es bei den Kleinen immer ein großes Hallo: Küss den doch!` hieß es immer“, lacht die 47-jährige Erzieherin.

2007 läuteten sogar die Hochzeitsglocken

„Zu unserer Hochzeitsfeier war das halbe SOS-Kinderdorf da“, erinnert sich Doris Kraux. Eine Beziehung mit einer SOS-Kinderdorfmutter ist nicht leicht, weiß sie. Ihre Tätigkeit ist anspruchsvoll, ihr Einsatz hoch. Unterstützt von einer pädagogischen Hilfskraft bietet die pädagogisch ausgebildete SOS-Kinderdorfmutter vier bis sechs Kindern ein dauerhaftes Zuhause und ist rund um die Uhr für die sie da. Nur alle zwei Wochen kehrt sie jeweils für zwei Tage in ihre eigene Wohnung zurück. „Da wir schon neun Jahre verheiratet sind und schon 20 Jahre im SOS-Kinderdorf arbeiten, klappt es wohl ganz gut“, resümiert SOS-Kinderdorfmutter Doris Kraux lächelnd.