16. 11. 2017

Unsere Reise nach Israel

Bootstour bei Accre

Bootstour bei Accre

Von Sulzburg nach Migdal HaEmek

„Wie lange ist unser Visum gültig? Können wir nicht noch länger hier bleiben?“, fragen unsere Jugendlichen mit einem Augenzwinkern. Niemand möchte so schnell die Heimreise antreten. Nach zehn abwechslungsreichen Tagen in Israel sind sich alle einig: Dies war eine Reise der ganz besonderen, anderen Art. So etwas erlebt man nirgendwo in Europa. Morgenland und Abendland auf so engem Raum, unglaublich freundliche Menschen und anrührende Begegnungen, Jahrtausende alte Kultur und Geschichte.

Gegenbesuch beim SOS-Kinderdorf Megadim

Gemeinsames Essen bei unseren Gastgebern Bild vergrößern

Gemeinsames Essen und Tischgespräche bei unseren Gastgebern in Israel

In den ersten zehn Tagen im August haben wir den Gegenbesuch bei unseren Freunden im israelischen SOS-Kinderdorf Megadim in Migdal HaEmeq, in der Nähe Nazareth, umgesetzt. Mit Jugendlichen aus dem Kinderdorf in Sulzburg und mit unserer Band „Tunnelblick“ von der Freiburger Straßenschule und jeder Menge Fragen in unseren Köpfen landeten  wir zunächst in Tel Aviv. Sehr herzlich werden im SOS-Kinderdorf Megadim mit einem Barbecue empfangen. Wir lernen die drei wichtigsten Regeln für den Aufenthalt in Israel kennen: Viel trinken, trinken, trinken.  Doch wir sind uns sicher: Das schaffen wir gut!

Erkunden von biblischen Stätten

Die Band Tunnelblick Bild vergrößern

Mit auf Tour: Die Band "Tunnelblick".

In den kommenden Tagen besuchen wir beeindruckende Sehenswürdigkeiten. Wir sehen ein Land, das sich seiner Geschichte bewusst ist und gleichzeitig mit allen  Sicherheitsanforderungen wie selbstverständlich lebt. Wir nehmen wahr, wie willkommen wir Menschen aus Deutschland im ganzen Land sind und wir erfahren, wie wichtig es ist, in die Zukunft zu schauen.  Facetten des Konfliktes zwischen Israel und Palästina sind im Alltag selten sichtbar: Zusammenleben und Frieden sind weit verbreitete Anliegen.

Abende voller Begegnung und Austausch

Die Jugendlichen in Israel bei Gesprächen und Wassermelone Bild vergrößern

Die Jugendlichen im Austausch bei köstlicher Wassermelone

Besonders die Abende gehören der intensiven Begegnung. Gemeinsam kochen und essen, Musik machen, Basketball spielen. Wir kommen miteinander ins Gespräch über Fragen wie: Wie macht ihr das denn? Wie seht ihr das? Und wir lernen, dass wir von zwei sehr unterschiedlichen Ausgangspunkten aufeinander zugegangen sind und in der Mitte gibt es so viel, dass wir gemeinsam haben. Und da, wo es Unterschiede gibt, ähneln die Diskussionen sehr den Diskussionen in Deutschland. Man muss auch in Israel nicht einer Meinung sein. 

Akzeptanz lernen und Vorurteile ausräumen

Blick auf Jerusalem Bild vergrößern

Blick auf Jerusalem

Am Ende wissen wir: Dieses Projekt war goldrichtig. Nur über Begegnung und Freundschaft lernt man sich gegenseitig akzeptieren, kann mit Annahmen und Bildern aufräumen, die einmal Vorurteile waren.

Und wir wissen auch: Wir werden unser Projekt fortsetzen mit Musik als Verbindendem. Wir möchten das SOS-Kinderdorf in Arad mit einbeziehen und ein Projekt gestalten mit Jugendlichen aus dem SOS-Kinderdorf Schwarzwald, aus den SOS-Kinderdörfern in Migdal und Arad und mit palästinensischen und Berberjugendlichen.

So erlebten die SOS-Kinderdorfkinder aus Israel ihren Besuch in Sulzburg