18. 10. 2012Quelle: Wolfgang Wittenburg

Schauspieler Timothy Peach engagiert sich

Timothy Peach mit den Kindern aus dem SOS-Kinderdorf Harksheide

SOS-Botschafter Timothy Peach lud 17 SOS-Kinderdorfkinder zu einem Blick hinter die Kulissen zu den Karl-May-Spielen ein

Seit acht Jahren ist der Schauspieler Botschafter des SOS-Kinderdorf e.V. in Deutschland –Jetzt lud er 17 Kinder im Alter von 8 bis 16 Jahren aus dem SOS-Kinderdorf Harksheide bei Hamburg zu einem exklusiven Blick hinter die Kulissen bei den Karl-May-Spielen nach Bad Segeberg ein. Wir waren bei der Veranstaltung mit Cowboys und Indianern, Planwagen, Pferden, Greifvögeln und Explosions-Effekten exklusiv dabei.

Der Fernsehstar Timothy Peach spielt in dieser Saison den Bösewicht Santer, der Winnetous ärgster Feind ist. Neben Winnetou-Darsteller Erol Sander ist Timothy Peach als Santer in den Vorführungen ganz in schwarz gekleidet und immer für Schandtaten zu haben.

Als Indiander geschminkte Jungen Bild vergrößern

Auch aus den Ehrengästen wurden Indianer.

Die 17 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Harskheide in Norderstedt, bei Hamburg, konnten sich an einem sonnigen Freitagabend aber höchstpersönlich ein Bild davon machen, dass Timothy Peach nicht annährend so böse ist, wie der reitende Cowboy Santer, dem er bei den Karl-May- Spielen Leben einhaucht. „Meine Frau und ich sind seit acht Jahren Botschafter des SOS-Kinderdorf e.V.“, erklärte Timothy Peach seinen aufgeregten, kleinen und größeren Gästen bei der Begrüßung. „Wir saßen damals zu Weihnachten zu Hause auf dem Sofa, sahen im Fernsehen einen Bericht über Kinder in Not und haben sofort beschlossen: Wir wollen Kindern und vor allem in Deutschland helfen!“
Während die Mädchen und Jungs in der Maske der Festspiele zu Indianern geschminkt wurden, leistete Timothy Peach praktische Hilfestellung. Mal hielt er den Kopfschmuck eines Jungen, dann wieder musste er einem schüchternen Mädchen etwas Mut machen: „Du musst dir einfach vorstellen, du bist heute für diesen Nachmittag Schauspieler von Beruf wie ich – da muss man tapfer sein und wird sehr oft geschminkt!“

Timothy Peach in Pferdebox mit Kindern Bild vergrößern

Ein richtiger Cowboy braucht natürlich ein Pferd!

Bis kurz vor Beginn der Abendshow führte Timothy Peach die Jungen und Mädchen durch die Kulissen der Karl-May-Spiele. Hier steht ein Planwagen bereit, dort wird das Feuerwerk für die Action-Szenen vorbereitet. Das besondere Interesse der Kinder und Jugendlichen galt den Pferden, die sie in deren Ställen streicheln und füttern durften. Der Santer-Darsteller zeigte sein Pferd Spike in dessen Stallbox und erzählte: „Bisher kannte ich als Schauspieler nur vorsprechen und vorspielen, aber für meine Rolle als Santer musste ich tatsächlich vorreiten.“ Da staunen die Kinderaugen. „Man hat mich in die Loge genommen und sehr genau darauf geachtet, wie ich auf dem Pferd sitze, während Schritt, Trab und Galopp durchexerziert wurden. Man hat gesehen, dass da Hoffnung besteht, und dann durfte ich die Rolle übernehmen“, scherzt Timothy Peach, der sympathische Cowboy.

Timothy Peach mit den Kindern aus Harksheide Bild vergrößern

In seinem Cowboydress war sich Timothy Peach der Bewunderung der Kinder gewiss.

Wann immer Timothy Peach zu Filmarbeiten und auf Theater-Tournee unterwegs ist, schaut er, ob ein SOS-Kinderdorf in der Nähe ist und stattet dem auch mal spontan einen Besuch ab. „Ich halte Lesungen und habe mit meiner Frau zusammen auch schon ein ganzes Theaterstück dort aufgeführt“, erzählt Peach, der selbst Vater der beiden Tiffany (15) und Nelson (10). Und auch seinen Herzenswunsch gibt Timothy Peach vor „SOS-Zeugen“ offen und ehrlich preis: „Ich war bei Dreharbeiten in Namibia und habe dort das SOS-Kinderdorf in Windhoek besucht. Zweimal war ich dort und bin insgesamt 10.000 Kilometer mit dem Geländewagen durch die Wüste unterwegs gewesen. Das würde ich gerne einmal zusammen mit meinen Kindern machen. Ich habe Mädchen und Jungs im SOS-Kinderdorf dort versprochen, wenn ich wieder komme, dann bringe ich ihnen einen Synthesizer mit, damit sie dort ordentlich Musik machen können. Das wäre ein persönlicher Traum, den ich gerne wahr machen würde. Mit meinen Kindern die Nationalparks Namibias besuchen und dann das Versprechen im SOS-Kinderdorf einzulösen.“

Der Besuch der Greifvogelstation mit einem Adler, einem erst vier Monate alten Uhu und zwei Falken war auf dem Backstage-Spaziergang der nächste Höhepunkt. Die Falknerin erzählte den interessierten Schulkindern aus dem SOS-Kinderdorf viel über die Greifern. Timothy Peach erklärte, welche Aufgaben die Vögel in der Aufführung haben. Und am Schluss durften sich diejenigen, die wollten, auch noch einige echte Federn für ihren Kopfschmuck aussuchen. Als sich die Kinder und Jugendlichen mit dem Fernsehstar zum Gruppenbild trafen, füllten sich bereits die Ränge der Freiluft-Arena langsam mit Besuchern. Bevor die 17 Ehrengäste mit ihren Betreuern ihre Plätze einnahmen, galt es aber noch die wichtigste Frage der Kinder zu klären: War Timothy Pesch früher als Kind eigentlich lieber Indianer oder Cowboy? „Ehrlich gesagt, diese Phase war bei mir sehr schnell vorbei und dann war ich totaler Star-Trek-Fan, so richtig mit Laser-Schwert und so.“ 

Das SOS-Kinderdorf Harksheide hat eine eigene Internetseite.
Dort können Sie sich ausführlich über die Angebote der Einrichtung informieren.