13. 03. 2013

Syrien: Kein Frieden in Sicht

Kinder vor einem Flüchtlingszelt

Kinder vor einem Flüchtlingszelt

Zwei Jahre nach Ausbruch des Konflikts in Syrien stehen die Zeichen für Frieden so schlecht wie nie zuvor.

Jeden Tag flüchten durchschnittlich 5.000 Menschen aus den umkämpften Gebieten, das internationale Hilfswerk UNHCR berichtet von über einer Million Menschen, die schon jetzt in die Nachbarländer geflohen sind, die Hälfte davon Kinder. Auch innerhalb von Syrien werden die Menschen vertrieben – Schätzungen gehen von bis zu 3 Millionen Männern, Frauen und Kindern aus, die ihr Hab und Gut verloren haben. Syrien und Länder, die Flüchtlinge aufnehmen, stehen vor einer enormen humanitären Katastrophe.

Syrienkarte mit eingezeichneten Flüchtlingsströmen Bild vergrößern

SOS-Kinderdorf leistet Nothilfe in Syrien.

SOS-Kinderdorf ist seit 1980 als nationale Organisation in Syrien tätig und betreibt in Aleppo und in Damaskus Kinderbetreuungsprojekte und Familienprogramme. Im September 2012 mussten die SOS-Familien von Aleppo nach Damaskus gebracht werden, weil die Sicherheitslage immer problematischer wurde. Unter den herrschenden Bürgerkriegsverhältnissen geben die Mitarbeiter in Syrien ihr Bestes, um die Kinder und Jugendlichen zu schützen und Familien mit dem Notwendigsten zu helfen. Nach monatelangen Ringen mit der Regierung und den zuständigen Behörden bekam SOS-Kinderdorf im Februar das Mandat, für Opfer des Konflikts auch direkte Nothilfe leisten zu dürfen. So wurden in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen vertriebene Familien in Damaskus, in Raqqa, in Aleppo und im Umland mit Lebensmitteln, Babynahrung, Hygieneartikeln, Matratzen, Medikamenten und Kleidung versorgt.

SOS-Kinderdorf plant nun, die Hilfsaktionen auf mehr als 10.000 Menschen auszuweiten - zwei Drittel davon Kinder, die am härtesten von den Auswirkungen des Krieges betroffen sind.

Jungen stehen um Brot an Bild vergrößern

Selbst Grundnahrungsmittel wie Brot sind ein kostbares Gut.

Auch wenn die finanziellen Mittel, die logistischen Möglichkeiten und die personellen Ressourcen von SOS-Kinderdorf Syrien limitiert sind, ist jede Hilfe wichtig. Die Sofortmaßnahmen konzentrieren sich deshalb auf die Grundversorgung, die psychologische Begleitung und den Schutz von Kindern, die mit ihren Familien unter schwierigsten Bedingungen in Notquartieren leben.

SOS-Kinderdorf hilft aber auch in Gebieten wie z.B. der Region Idlib, die entweder überhaupt nicht zugänglich sind oder nur unter extrem schwierigen Bedingungen. Die Menschen dort brauchen sofort Hilfe, es gibt viele Verletzte, die nicht ausreichend versorgt werden können, es fehlt an Lebensmitteln, Strom, Heizmaterial, Trinkwasser.

Wie jede Hilfsorganisation, die im Land helfen will, ist SOS-Kinderdorf der absoluten Unparteilichkeit verpflichtet. Die größte Sorge gilt den vielen Kindern, die direkte Opfer von Gewalt und Zeugen von Gräueltaten werden, die extrem traumatisiert sind, die vertrieben werden aus ihren Häusern, die ihr Heimatland verlassen müssen, die keinen regulären Schulunterricht besuchen können, keine medizinische Hilfe bekommen und nicht wissen, wie es morgen weitergeht.

Helfen Sie den Familien und Kindern in Not!

Die seit Jahren anhaltenden kriegerischen Unruhen in Syrien fordern ihren Tribut besonders bei den Kindern und Jugendlichen. Mit Ihrer Spende können Sie helfen, die Arbeit unserer Mitarbeiter in Nothilfegebieten wie in Syrien und weltweit zu unterstützen.

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