20. 03. 2012Quelle: SOS-Kinderdorf International, Hilary Atkins 

Südsudan bereitet sich auf rückkehrende Kinder vor

Die Regierung des Sudan hat angeordnet, dass sich Flüchtlinge aus dem Südsudan entweder im Norden offiziell registrieren und niederlassen oder in ursprüngliche Heimat zurückkehren müssen. Da die gesetzte Frist am 8. April endet, bereiten sich die Behörden im Südsudan und SOS-Kinderdorf Ostafrika auf einen Ansturm von Flüchtlingen vor.

Unter den Rückkehrern hohe Anzahl an Kindern erwartet

Sudanesischer Junge mit Kinderrechte-T-Shirt Bild vergrößern

Nach Schätzungen wurden etwa 500.000 Südsudanesen im Bürgerkrieg vertrieben. Viele von ihnen und auch ihre Nachfahren werden sich auf den langen Weg zurück in ihre ursprüngliche Heimat im Südsudan machen, darunter vermutlich auch viele unbegleitete Kinder. Die Regierung des Südsudan unternimmt angesichts der bevorstehenden Frist entsprechende Anstrengungen, um sich auf den hohen Zustrom an Menschen, insbesondere Kindern, in der Hauptstadt Juba, und in Malakal, im Bundesstaat Upper Nile, vorzubereiten.

Sozialministerin zählt auf die Unterstützung von
SOS-Kinderdorf

Laut Helen Mboro, Sozialministerin des Bundesstaates Central Equatoria, ist insbesondere der Bedarf an Unterkünften, Lebensmitteln sowie Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen enorm hoch. Zudem müssen unbegleitete Kinder so lange betreut werden, bis die Behörden Familienmitglieder und Angehörige der Kinder ausfindig machen können.
„Die im Norden aufgewachsenen Kinder sprechen häufig kein Englisch, die offizielle Unterrichtssprache im Südsudan. Selbst das klassische Arabisch, das sie sprechen, unterscheidet sich von dem gesprochenen Arabisch im Südsudan“, fährt Helen Mboro fort.
„Kinder, die bisher auf der Straße gelebt haben, werden dem Unterricht nicht ohne weiteres folgen können... Wir brauchen dringend Ausbildungseinrichtungen, in denen Grundfertigkeiten gelehrt werden.“
Helen Mboro freut sich über die Unterstützung von SOS-Kinderdorf: „Diese Kinder sind unsere Zukunft, sie werden das Land einmal führen.“

Helen Mboro, Sozialministerin des Bundesstaates Central Equatoria Bild vergrößern

Helen Mboro, Sozialministerin des Bundesstaates Central Equatoria

Kooperation mit Partnern

SOS-Kinderdorf wird mit dem Büro der Vereinten Nationen zur Koordinierung humanitärer Hilfe (UN-OCHA) und UNICEF bei der Registrierung, Identifizierung und Familienzusammenführung zusammenarbeiten. Falls entsprechender Bedarf besteht und Angehörige von Kindern nicht wieder aufgefunden werden können, will SOS-Kinderdorf Kinder im SOS-Kinderdorf Malakal aufzunehmen.

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